Fundament beim Bau eines neuen Lehmhauses. Reicht die Dicke und die Tiefe?

02.08.2008



Hallo,
ich werde ab Mitte September diesen Jahres ein Lehmhaus bauen, auf den Philippinen. Die Wandstärke wird 60cm dick sein. ich will dass es innen schön kühl wird. Die Wand soll 2,30 hoch werden. Ich will das Fundament aus Zement und eingelassenen Steinbrocken bauen. Das Fundament soll unterhalb der Erde 50 cm ragen und oberhalb der Erde 30 cm(zur Erklärung: damit sich keine Ratten und Mäuse in das Lehmmauerwerk einnisten, und damit das Lehm im Falle einer Überflutung, was vorkommen kann bei Stark-Dauerregen) ,also insgesamt 80 cm betragen.
Meine Frage lautet : Ist das Fundament (Zement und eingelassene Steine)stark genug um die Wände(60cm dick und 2,30 hoch) zu tragen?
Danke für´s durchlesen. Bitte beachtet auch meine anderen Beiträge



wenn Hochwassergefahr besteht, reichen 30cm als Sockelhöhe



-also Fundamenthöhe über der Erde- nicht aus. Hier würde ich eher 60-80cm als Sockelhöhe einplanen. Die Fundamentbreite würde ich bei Wandstärke von 60cm auf mind. 75cm , besser 80cm planen.





also was kann ich mir den unter Cement und eingelassenen Steinen vorstellen?
Soll das ganze gemauert werden oder willst du Ortbeton einbringen und Steine mit reinschmeißen oder wie hab ich mir das vorzustellen?

gruß jens



Zement und eingelassene Steine



Ganz recht , ich werde mir Beton selbst anmischen in das Fundamentloch reinschmeißen und während es noch feucht ist die großen(gereinigten) Steine reinschmeißen, den Beton stampfen damit sich keine Luftlöcher bilden und fertig. Der Sinn soll eine Kostenersparnis sein ohne die Qualität des Fundaments wesentlich schlechter zu stellen.
Ich denke dass 30 cm über der Oberfläche reichen werden, da das Haus nicht im Tal stehen wird sondern auf einer leicht absteigender Ebene.
Die Idee mit den 75 oder 80 cm halte ich grundsätzlich für eine Gute Idee.
Gibt es aber ein Richtmaß oder Berechnungsmodell wie sich die Fundamentsdicke und Höhe berechnen lassen, bei so und soviel Gewicht ohne Risse oder Stabilität einzubüßen?
Eine Frage hätte ich noch. Hat es irgendwelche Auswirkungen wenn ich ich zum Zementmischen Meerwasser oder sagen wir mal leicht gesalzenes Wasser verwende. Der Grund für die Frage ist weil auf dem Grund ein Brunnen steht aus dem ich das Wasser entnehmen will, es aber leicht gesalzen ist.
Danke noch mal.

Gruß und Dank



Fundament



Also soll das Gebäude ziemlich nahe am Strand stehen?
Darauf deutet das brackige Brunnenwasser hin.
Zuschlagstoffe und Anmachwasser sollten frei von Salzen sein, Chloride führen zur Zerstörung des Betons.
Ich empfehle Ihnen, bei dieser vermuteten exponierten Witterungslage auf Experimente mit Lehm zu verzichten. Schauen Sie wie Einheimische in ähnlichen Standorten bauen und nehmen Sie das zum Vorbild.
Übrigens, die Tragkraft eines Fundamentes hängt in erster Linie vom Baugrund ab. Falls das in Irhem Fall locker gelagerter Sand ist, kann es trotz der Massigkeit eines solchen Streifenfundamentes zu Setzungsrissen führen.
Besser ist eine größere Einbindetiefe, ca. 1 m.

Ich hoffe, Sie sind sich klar, welche Massen Sie bei einem solchen Fundament und einer solchen Wand bewegen müssen?
Pro lf.m wiegt so ein Fundament ca. 1,8 to, die Wand 2,8 to.
Für ein Gebäude mit 10 x 10 m Abmessungen kommen da schnell mal 160 Tonnen Material zusammen.

Viele Grüße



Wenn Sie mit Salzwasser Beton/Zement anmischen wollen,



gibt es massive Abbindeprobleme. D.H. daß der Beton evtl. gar nicht oder nur teilweise hart wird.



Danke



Vielen Dank für den Hinweis. Das zukünftige Lehmhaus wird tatsächlich nicht weit vom Strand gelegen sein. Etwa 15-20 Meter höher als der Meeresspielgel und ca. 40 Meter entfernt.
Nochmals Danke für die Warnungen . Werde ich berücksichtigen.