Außenwärmedämmung ohne Drainage - fachgerecht?




Mir wurde ein Einfamilienhaus (Bj. 1964, Vollziegel) angeboten, bei dem vor 5 Jahren eine Außenwärmedämmung angebracht worden war. Im EG roch es jedoch schimmelig/modrig, extrem stark war der Geruch in einen kleinem Raum unter der Treppe zum 1. Stock. Sichtbaren Schimmel fand ich in diesem Nebenraum aber nicht. Ein Problem im EG ist die Holzverkleidung der Wand im Eingangsbereich in dem auch der sehr modrig riechende Nebenraum liegt. Wegen dieser Verkleidung kann man nicht sehen, was hier mit der Wand los ist.
Im Keller roch ich eigenartigerweise nichts, sah auch keine Feuchteflecken. Obwohl doch gerade im Keller die Probleme normalerweise am größten sind.

Meine Frage: Gibt es regelmäßig große Feuchteprobleme, wenn jemand es unterläßt, eine Drainage vorzunehmen aber eine Außenwärmedämmung anbringt?
Aus meiner Sicht könnte es ja so sein, dass die Feuchtigkeit in die Dämmung einzieht und diese verrottet und völlig ihre Dämmwirkung verliert. Außerdem könnte aus meiner Sicht ein Problem mit der Verdunstung des kapillar aufsteigenden Wassers sein, dass dieses nicht mehr im Sockelbereich abverdunsten kann, wenn die Wärmedämmung fast bis zum Boden reicht und noch weiter hochsteigt als sonst.

Wer hat hier Erfahrungen, wer kann auch den Sanierungsaufwand abschätzen.

Für die Antworten bedanke ich mich im Voraus

Huber





Hallo,

Schimmel und Drainage haben miteinander nichts zu tun.
Ob Sie eine Drainage brauchen, richtet sich nach den örtlichen Wasserverhältissen im Boden, der Bodenart und weiteren Gegebenheiten. Oft ist eine Drainage sogar schädlich.

Wieso Sanierungsaufwand ? Wieso per Internet auch noch abschätzen ?
Sie sollten zuächst die Ursache für den Modergeruch finden.
Erst dann sehen Sie weiter.

Grüße





Sehr geehrter Herr Beckmann,

wenn Feuchtigkeit durch eine Drainage nicht abgeleitet wird, kann diese kapillar durch in der Wand hochgeleitet werden. Feuchtigkeit ist aber eindeutig der Nährboden für Schimmel. Ohne Feuchtigkeit gibt es keinen Schimmel.
Natürlich kann nicht alles auf aufsteigende Feuchtigkeit zurückgeführt werden, warum gibt es aber die Schimmelprobleme häufig gerade im EG, darüber ist dann aber alles o.k.?
Wenn es nach Schimmel riecht, dann ist irgendwo die Feuchtigkeit zu hoch. Das fragliche Haus ist seit zwei Jahren unbewohnt. Ich weiß nicht so recht - aber woher soll da die Feuchtigkeit anders kommen als aus dem Erdreich?

Nochmals zu der Außenwärmedämmung. Gibt das keine Probleme(feuchte Kellerwände vorausgesetzt), wenn die Feuchtigkeit in die Dämmung zumindest im unteren Bereich einzieht?

Mit freundlichem Gruß

Huber



Schimmel



Ich empfehle Ihnen nicht auf dem leidigen Thema Dränung und kapillare Feuchte herumzureiten sondern mal hinter die Holzverkleidung zu schauen. Anscheinend liegt hier die Ursache bzw. die Geruchsquelle.
Kondensatbildung hinter der Holzverkleidung, das ergibt ein prächtiges Schimmelbiotop.

Viele Grüße