Fensterlaibung / Anschlag Klinker glätten



Fensterlaibung / Anschlag Klinker glätten

Hallo zusammen,

erster Beitrag - also eine kurze Vorstellung :-).

Ich heiße Tobias und komme aus dem schönen Butzbach in Hessen. Seit ca. 8 Jahren wohnen wir in einem Klinkerbau von 1898 und sanieren ihn Stück für Stück weitgehend in Eigenleistung.

Aktuell sind die Fenster dran. Wir tauschen 14 hässliche Fenster aus gemischten Materialen und Jahrzehnten. Rein kommen den originalen (also von 1898) weitgehend entsprechende Fenster aus Eiche mit 4er-Teilung und Segmentbogen. Der Einbau erfolgt in Eigenleistung.

Wie man sich vorstellen kann, wird das nicht ganz billig, weshalb ich möglichst beim Einbau keine Fehler machen möchte.

Wie und mit welchem Materialien eingebaut wird, ist so weit klar und mit Fachleuten abgestimmt. Die Einbausituation lässt sich auf den beigefügten Fotos erkennen. Die Laibung wird nach Einbau der Fenster mit Kalkputz bei geputzt.

Was noch fehlt ist die Vorbereitung des Anschlags. Aktuelle Überlegung: Als 'Gegenüber' für das Kompriband den Anschlag mit Kalk-Zement-Putz beiputzen bzw. glätten. Da ich sonst nirgendwo irgendwas mit Zement verwende, möchte ich mich vergewissern, dass es an dieser Stelle Sinn macht.

Gelesen habe ich dazu natürlich schon unterschiedliche Meinungen (reiner Zementputz, Kalk-Zement oder Luftkalk). Begründungen, warum das Eine oder Andere mehr Sinn macht, habe ich noch nicht gefunden.

Übrigens ist das Umfeld (aufgrund der fehlenden Fenster) natürlich voller Zugluft.

Besten Dank für eure Meinungen und Ratschläge vorab.

Gruß
vom Bub



Hier noch ein Foto.


Hier noch ein Foto.

Hier noch ein Foto vom oberen Bereich.



Schade



Schade, dass es keinerlei Reaktionen gab :-(.

Aktueller Plan: Ich werde keinen flächigen Glattstrich vornehmen, sondern nur die Fugen Mit Trass-Kalk-Fugenmörtel (von Tubag) glätten. Vorgabe von Illbruck für das Kompriband sollte damit erfüllt sein.

Gruß
vom Bub





Ich muss sagen, ich habe es gar nicht erfasst, dass es hier um die Mörtelauswahl geht.

Beim der genauen Technologie zum Fenstereinbau halte ich mich lieber zurück. Ich war mal dabei, da wurde mit Bauschaum und Fugendichtbändern, für die man in der Tat einen einwandfreien Glattstrich benötigt, gearbeitet.

Den ausgewählten Mörtel halte ich für geeignet. Der läuft ja unter "verlängerter Kalkmörtel" bzw. Kalkzement. Den erhält man wenn dem unter Kontakt mit dem Kohlendioxid der Luft erhärtenden Kalk (Luftkalk, bzw. carbonatische Erhärtung) noch einen hydraulischen Kalk bzw. Zement zuschlägt. Dieser Zuschlag bewirkt das eine Erhärtungsreaktion zusätzlich mit dem Anmachwasser des Mörtels erfolgt.

Wie gesagt die Mörtelgruppen unterscheiden sich eben durch die Bindemittelbasis und hauptsächlich durch die Druckfestigkeit. Mit der Festigkeit geht dann auch die Aufnahmefähigkeit bzw. Durchlässigkeit für Wasser bzw. -dampf einher.

Luftkalkmörtel werden in der Regel dort eingesetzt wo keinen besonderen Anforderungen an die Druckfestigkeit oder Wasserbeständigkeit gestellt werden.

Bei der Auswahl geeigneter Mörtelfabrikate, sollte der Umstand bedacht werden, dass die landläufige Bezeichnung Kalkputz mehr aus Marketinggründen einzelnen Produkten zugeschrieben wird, statt nach deren tatsächlicher Eignung und Rezeptur.