Fehlboden Füllung --- Hackschnitzel

01.10.2017 Erik_Meyer



Hallo,

bei uns im Bauernhaus (Baujahr 1867) wurde in den 1950iger nach einen Blitzschlag eine Reparatur unter Materialmangel gemacht. An dieser Stelle hat die Dielung sehr gelitten und wurde jetzt lokal aufgenommen. Der Fehlboden war leer also ohne Schüttung.

In naher Zukunft soll dort ausgeglichen werden, neuer Fehlboden rein, Rauspund drauf und wenn der Rest der Etage fertig ist, dann soll mal über alles neu gedielt werden.

Der jetz betroffene Raum wird Badezimmer mit Dielung und ohne irgendwelche Fliesen werden. Es ist uns schon klar, dass es bei Badezimmer verschiedene Grundmeinungen gibt mit diffusionsoffen oder mit einer diffusiongeschlossene Unterkonstruktion.

Im Moment haben wir uns für diffusionsoffen entschieden und es stellt sich die Frage nach der Schüttung. Der erfahren Zimmermann war total unsicher, weil gar keine Schüttung drin war und schlägt jetzt im ersten Schritt nur ne Dämmmatte vor.

Andersrum denken wir aber gerade über Hackschnitzel und Alternativen nach. Hintergrund ist, was passiert wenn Wasserschaden vorhanden ist, kann man das dann austrocknen oder muss die Decke geöffnet werden.

Hat jemand sowas schon im Bad verbaut und welche Schüttung wurde verwendet?

Achso der Raum dadrunter ist die Bauernküche und die Decke sind zementgebunden HWL-Platte. Die Decke der Bauernküche wird aber wahrscheinlich nochmal abgehangen.

Danke



Bad mit Holzboden



Normalerweise sind Bäder mit Holzböden kein Problem- ich habe einen Dielenböden vor über 20 Jahren in einer vermieteten Wohnung verlegt.

Zellulosedämmung ist aufgrund der Salze schimmel- und verrottungssicherer als unbehandelte Holzspäne und ließe sich im Bedarfsfall gut trocknen.

Je feuchter die Dielen werden umso dichter sind sie (Holzfässer sind nur auf diese Weise dicht-ohneVerleimung oä).

Randbereiche oder Installatiobnsöffnungen sind praktisch die einzigen Stellen an denen Wasser durchdringen könnte-
diese ggf mit Kompriband und/oder flexiblen Abdichtungsmassen wie Sikaflex oä aus dem Bootsbau abdichten.

Installationen möglichst oberhalb des Bodens verlegen, Wannen ohne Verkleidung auf Füße stellen.
Ggf Schalldämmung vorsehen.

Andreas Teich



Wenn es einen Wasserschaden gibt...



... möchte ich das möglichst schnell wissen !

In anderen Worten, Füllmaterialien die sich vollsaugen können finde ich hier nicht gut.

Ich habe für diesen Zweck Liapor Blähton verwendet.

Bitte erst mal gut planen.

Was für Dielen sollen verlegt werden ? Warum nicht direkt auf die Holzbalken ? Wie sollen Badewanne und Dusche abgedichtet werden ? Wie sind in Zukunft die Höhen der Fertigböden, damit keine Schwellen entstehen ?



Fehlbodenfüllung...



...wie folgt:
Rieselschutzflies vollflächig einbringen, dann leichte Lehmschüttung balkenbündig einfüllen und abziehen, nachher wiederum ein Flies darüber und einen Rauspund darauf.
Aktuelles Projekt derzeitig in deiner Umgebeung zum anschauen gerade möglich.



Holzhackschnitzel...



...im Zuge des Einbaues mit Pilzkultursubstrat angereichert könnte eine wunderbare Ernte und damit einen echten Doppelnutzen bringen...

Im Ernst: die Idee sollten Sie flugs verwerfen. Auch die Teich'sche Idee mit Zellulose unter der Wanne. Die trocknet im Schadensfall alles andere als gut, weil sie zu einem ewigfeuchten Klumpen zusammensackt. Auch andere wasserbindende Materialien würde ich meiden.

Blähton wäre auch meine Wahl. Wenn's später an die Dielen geht - gerne 'mal melden.

Grüße aus Dresden

Thomas