Grundierung für verwitterte Holztür?




Hallo,

wir haben eine Holz-Aussentür zum Hof, die stark verwittert ist (war gestrichen, ist aber viel abgeplatzt). Nun wollen wir die Tür Abschleifen und da sie etwas rau / uneben in den Fasern ist, folgende Frage:

Vor dem Endanstrich stellt sich die Frage, ob es eine Art Grundierung für Holz gibt, damit die Oberfläche etwas ebener wird.

Wir wollen eine weisse Endoberfläche - welche Farbe empfiehlt sich?

Danke & Gruss
vom Hunsrück

Michael



Wir arbeiten seit



mit diesem Produkt. http://www.kreidezeit.de/Produktinformationen/PDFs_Datenblaetter/Stand%F6lfarbe.pdf

Grüße aus Koblenz Gerd



holztür



Nach dem Schleifen die Holzoberfläche anfeuchten und trocknen lassen. Dabei richten sich die angeschliffenen Fasern auf. dann mit !!!gebrauchtem!!!, feinen Schleifpapier und ohne Druck ganz sanft in faserrichtung "abschleifen". Eventuell wiederholen. Dann einen verdünnten Grund auftragen, gut trocknen lassen und wieder sanft mit gebrauchtem Schleifpapier abschleifen. Dann sollte die Oberfläche glatt wie ein Babypopo sein. Dann der restliche Anstrichaufbau.

viel Spaß utaca

Viel Spaß





Gute Antwort Uta,

es muss nur nicht unbedingt gebrauchtes Schleifpapier sein.
Wichtig ist das man mit abgestuften Körnungen immer feiner wird.

Bei der Beschichtung solltest du überlegen, welche Art Beschichtung du verwenden willst. Die Kreidezeit Produkte sind sicher sehr gut aber es gibt auch neben Ölfarben auch sicher gute moderne Lacksysteme die sich dafür eignen. Dazu würde ich in ein Farbenfachgeschäft gehen und mich beraten lassen. Die führen dann sowohl die notwendigen Grundierungen als auch Finishlacke die zu deiner Aufbringungsart passen.



Womöglich...



... war die Tür vorher ja bereits mit "modernem" Lack gestrichen. Was also sollte dagegen sprechen, diesmal eine "altmodische", aber im historischen Bestand an Fenstern und Türen bewährte Farbe zu benutzen?

Natürlich kannst Du auch zu drei verschiedenen Malerfachgeschäften gehen und Dir dann eine von den drei verschiedene modernen Lacken aussuchen, nur warum?
Ist es billiger? Hält es länger? Oder gibt es bei der Tür Zeitdruck? Das wäre nämlich der einzige Grund für moderne, schnelltrocknende Lacke.

Nur mal so am Rande: In welchem wirklich guten Fachhandel des Baubedarfs bekommt Otto Normalverbraucher denn überhaupt Ware verkauft? Das läuft doch üblicherweise nur an Profis mit Fachgewerbenachweis. Wenn ich diverses Material oder gutes Werkzeug brauche, muss ich immer auf Bekannt- und Verwandtschaft aus der Handwerksbranche zurückgreifen.





Das tut mir leid, Christian, das du keinen gescheiten Farbenfachhandel in deiner Gegend hast. Bei mir in der Gegend gibt es zwei und beide verkaufen auch an Privatkunden.

Es spricht nichts gegen eine Ölfarbe, außer eben der von dir genannte Faktor Zeit. Mit Füller im Öllackbereich habe ich noch nicht gearbeitet um die Oberfläche ebener zu bekommen wie Michael es geschrieben hat.

Sicher kannst du da ein paar Tips geben.

Bei konventionellen Systemen ist hier sicher ein gutes Ergebnis zu erzielen. Und wie es so schön im Leben ist, gibt es immer mehr als einen Weg und keinen sollte man von vorne herein verteufeln. Wichtig ist, das jeder seinen findet.



Ölfarben...



wie z.B. von Kreidezeit Kauf man nicht im Lidl, aber auch in entlegenenen und naturfarbenladenfreien Ecken des Landes kann man per Internet bestellen. Wer fachwerk.de findet, findet auch einen online-Farbenshop.

Auch Natural hat einen schönen weißen Naturharzlack.

Was spricht für Leinölfarben? Sie sind dampfoffener als Kunstharzlacke und sie verspröden nicht. Sie sind leichter zu überarbeiten. Sie gehen eine engere Bindung mit den Holzporen ein und sind schon deswegen viel dauerhafter.

Mir fällt kein Grund ein, auf einer alten Tür Kunstharzfarben zu verwenden.

Grüße

Thomas



Klar kann man Farben …



… aus jedem Winkel des Landes im Internet bestellen, aber es war doch die Rede von einer Beratung in einem Farbenfachgeschäft.

Naja, wenn man Internet hat, findet man nicht nur das Fachwerkforum, sondern etwas in der Art wie "www.baumhaus-gmbh.de" in seiner Nähe (hat bei uns aber leider dichtgemacht).



Ölfarben



Kuck mal hier
http://www.sonnenstrohballen.de/HausFarben.html
und hier
http://www.konrad-fischer-info.de/2oel2.htm
wegen der Vorzüge und Nachteile der Ölfarbe.

Wenn die Tür glatt ist, also keine Verzierungen hat und dick genug ist, würde ich sie abhobeln (lassen). Mit einem scharfen Schlichthobel bekommst du eine Oberfläche hin, die dir viel Schleifarbeit erspart.
Wenn du versuchst die Unebenheiten mit Kunstharzfarbe anzugleichen, hast eine relativ dicke Farbschicht, die bald wieder abplatzen wird. Ohne vernünftige Vorarbeit bekommst du keine glatte Oberfläche, einfach zukleistern ist nicht.

@Markus
Ich nehme gebrauchtes Schleifpapier, weil neues scharfes mir wieder Fasern anreissen würde.

gruss uta



Zur Fachinformation...



...ist mittlerweile das Internat meist wesentlich besser geeignet als die mehr oder weniger ahnungsvolle Beratung in einem Farbenladen. Ausnahmen (gute Naturfarbenläden) bestätigen da eher die Regel. Wer nur konventionelle Farben im Angebot hat, wird nicht in Richtung Ölfarben empfehlen und beraten können. An Fenstern, ein schöner Testsektor, habe ich schon alle namhaften konventionellen Farbhersteller patzen sehen.

Die geringfügig längere Trockenzeit der Ölfarbe steht vielen wesentlichen Vorteilen gegenüber und ist im privaten Bereich problemlos zu tolerieren. Mittlerweile werden viele Fenster mit Öllasuren und Farben auch von Handwerksbetrieben behandelt, das scheint also doch eher kein Knackpunkt zu sein.

@ Utaca

Die Sache mit dem Hobel ist völliger Blödsinn. Ein Schlichthobel ist ein recht grobes Gerät ohne Klappe, und selbst der feine Putzhobel hat auf der Tür nichts zu suchen. Nachdem man da im schlimmsten Falle millimeterweise Holz weggehobelt hat und wieder Schleifen muß, klappert die Tür im Rahmen, weil die Passung der Fälze nicht mehr stimmt.

Gebrauchtes Schleifpapier gehört in die Tonne. Es quetscht fasern an (die dann auch wieder aufquellen), während das scharfe Korn des frischen Schleifpapiers Fasern abschneidet. Es wird also immer mit gutem neuen Schleifpapier geschliffen, in den Körnungen feiner werdend. Unter einem deckenden Anstrich ist bei Körnung 100 (max. 120) Schluß.

Wenn alle Körnungen sauber durchgeschliffen wurden, ist das Wässern unter Ölfarben überflüssig. Man bringt eine dünnere Leinölgrundierung auf, oder eine mit ca. 20% Balsamterpentin oder Citrusterpenen gestreckte Deckfarbe und kann, nach deren Durchtrocknung, die Notwendigkeit eines Zwischenschliffes prüfen (i.d.R. nicht erforderlich). Danach wird in Abständen 2x dünn die Ölfarbe aufgetragen.

Wartungsanstriche können wieder mit Ölfarbe, oder aber auch mit einem dünnen, hochelastischen Film aus Wetterschutz auf Leinölbasis erfolgen, ein Schleifen bis in's Holz wird dann kaum je erforderlich sein.

Grüße

Thomas