Welche Farbe kann ich verwenden?

22.08.2005



Ich habe alle Zimmer meines Hauses mit einem Lehm Unterputz verputzt, und möchte diese nun streichen.
Mein Bio-Baustoffhändler hat mir eine Wandfarbe von Auro empfohlen. Ist solch eine Farbe eine sinnvolle alternative zu Lehmfarbe/Kalkcasein oder sollte ich konsequent Lehmfarbe/Kalkcasein verarbeiten.
Gruß Mark B.



Tünchen...



Hallo !

Ich denke da kann man wieder drei Leute fragen und 10 Meinungen bekommen....

Die "Auro Wandfarbe" ist eine Naturharz Dispersion, glaub ich. Wird wohl strapazierfähiger (Kinder ?) sein als reine Lehmfarbe.


Viele Grüße,
Karsten



Auro ...



... hat auch Kasein-Farben.



Wandfarbe



Es ist die Auro Wandfarbe aus Naturharz
die mir mein Händler empfohlen hat.



Im System bleiben



So sehr ich die erwähnten Farben von Auro schätze, würde ich konkret im System bleiben und mit Lehmfarben Streichen -
dazu gibt es beispielsweise von Claytec wunderbare Erd-Farbtöne (mediterranes Ambiente). Lehmanstriche sind zwar tatsächlich - vor allem bei Kindern nicht so "hart" wie Dispersionsfarben (nicht waschfest/wischfest) - von den meisten Nutzern wird dies aber oft als positiv angesehen, da kleinere Flecken, Kratzer bei Lehm problemlos jederzeit ausgebessert werden können (nur feucht machen/ mit Spachtel darüberstreichen). Die positiven Eigenschaften von lehm auf das Raumklima sind zwischenzeitlich aber ja bereits allgemein bekannt.



und was ist mit Feinputz



Hallo Mark,

Du schreibst, dass Du Lehmunterputz anstreichen möchtest.
Mir hat man empfohlen zuerst noch einen Lehmfeinputz aufzutragen. Schaue mal bei Claytec auf die Homepage, mit Farbe würde ich auch eher zu meinen Vorrednern tendieren.

Gruß
Stephan



seltsam



Das ist genau das was ich so seltsam finde bei vielen Beratungen von Firmen. Jeder sagt was anderes (oder das was am meisen Geld bringt?) Ich verwende Lehmunterputz von Eiwa und der Händler sagte ganz klar das sich die difussionsoffenheit zwischen einer Lehmfarbe und der Naturharzfarbe nur um minimale Kommastellen unterscheidet und ich deshalb Naturharz nehmen soll wegen der besseren Verarbeitung.



Händlerkritik ?????



Sicherlich sollte man grundsätzlich eine kritische Einstellung zum Handel und seinen Beratungsleistungen haben.

Genauso kritisch muß aber auch hinterfragt werden, mit welchen Vorstellungen und Wünschen ein Kunde in ein derartiges Gespräch geht. Solange diese Anforderungen nicht präzisiert sind, gibt es natürlich häufig mehrere Möglichkeiten.

Wenn man lediglich die Diffusionsoffenheit eines Anstrichs zum Kriterium nimmt, kann da natürlich auch hinten eine Naturharzfarbe herauskommen.

Und welche Anforderungen werden nun an Optik, Oberflächenbeschaffenheit etc. gestellt? Solange diese Fragen nicht geklärt sind, kann man tagelang über Alternativen philosophieren.

Im Zweifel kann man für das Badezimmer auch noch einen Silikatfarbenanstrich (Wasserglasbasis) empfehlen.

Gruß aus BS

Bernd



Warum für Farben viel Geld ausgeben.



Meine Lehmputze streiche ich meist mit Sumpfkalkfare weiß vor, dazu aber bitte den Lehmputz nur gut vornässen. Wenn noch möglich die Sumpfkalkfarbe in den noch feuchten, streichfähigen Lehmputz einarbeiten. Je nach Sumpfkalkqualität reichen 3-5 Anstriche leicht aus um die Wände Strahlen weiß hin zu bekommen. Im Anschluß daran koche ich in einem Liter Wasser ca 2 - 3 Löffel Marseiller Seife (ich Verwende Kreidezeit)auf lasse dies abkühlen und verdünne die Seife bis sie streichfähig ist mit Wasser. So bekomme ich beinahe zum Nulltarif 3 - 4 liter Bindemittel für Erd - und Mineralpigmente die Kalkecht sein sollten. Damit lasiere ich die trockenen weißen Wänse und bin fertig.





Ich habe noch reine Lehmfarbe da, hier ist die Diffusionsfähigkeit des Lehmputz noch voll gegeben.
Es darf auf keinen Fall eine reine Dispersionsfarbe eingesetzt werden.

Gruß Günter