Mauerwerk bei Eichenfachwerk nicht verfugen?

13.01.2009


Hallo,
wir überlegen ein Fachwerkhaus (Baujahr 1994) mit Eichenfachwerk zu kaufen. Das Haus ist nicht verfugt. Die Maklerin meint, das wäre so auch richtig, da bei verfugtem Mauerwerk und dem arbeitenden Holz immer wieder Risse entstehen. Was ist davon zu halten? Ich habe im Anhang mal eine Detailaufnahme angehängt.



Grundsätzlich....



...paßt die Aussage bei einem Fachwerk. Mit dichtenden Stoffen wie Acryl oder PU-Dichtmasse sollte man da nicht ran, weil eingedrungenes Wasser schlecht wieder raus kann.
Was aber bei einem Fachwerk von 1994 vielleicht viel spannender wäre, wie ist denn der Rest des Wandaufbaus? Zum einen sieht der Mörtel irgendwie so aus, als wäre da Zement mit drin. Das ist jetzt nicht unbedingt so der Renner bei Sichtfachwerk. Zweitens hat der Gesetzgeber 94 auch schon entsprechende Dämmwerte vorgeschrieben und es wäre interessant, wie dies, hier wohl nur durch eine Innendämmung möglich, bewerkstelligt wurde. Nicht daß man sich hier vielleicht eine Katze im Sack kauft, bei der vielleicht schon etwas im Verborgenen schlummert.

Gruß Patrick.





Die Sockelausbildung, naja, da fehlen ein paar Lagen.
Die Fuge auf dem linken Riegel sieht auch fürchterlich aus.

Viele Grüße,
Philip Kawalek





sieht aus wie ne stinknormale Klinkerwand mit umlaufendem Pappstreifen auf dem Ständerwerk. dahinter wird sich wahrscheinlich eine 10er Glaswolldämmung verbergen und dann kommt eine 24er Mauer.Die erste Reihe am Sockel wird auf einem Betonfundament stehen. Ganz normaler Aufbau einer Fachwerkfassade



ergänzende Angaben zur Frage



Hallo nochmals,
zum Wandaufbau, aus der Baubeschreibung:

Außenwände: Eichfachwerkkonstruktion aus ca. 14x14 cm starken Balken, Ausmauerung mit Verblendsteinen, Hintermauerwerk: 17,5 cm Kalksandstein, dazwischen 2 cm Luftschicht und 6 cm Dämmung (erf. Bauwerksabdichtungen gem. DIN 18195)

Innenwände: Kalksandsteinmauerwerk, 11,5 und 17,5 cm in Normalmörtel oder Leichtbauwände im DG

Außerdem noch der Hinweis: das Haus entspricht vom Wert her, eher einem gewöhnlichem Massivbauweise. Also etwas ganz hochwertiges, ewig haltbares erwarte ich nicht, aber das Haus sollte natürlich schon möglichst die nächsten 30-40 Jahre ohne ganz große Renovierungsarbeiten auskommen...

Für weitere Einschätzungen wäre ich dankbar...
Herzlichen Gruß
Matthias Lücht