Hohlräume im Fachwerk verfüllen - womit ?

13.01.2012



Guten Abend,

wir haben ein 20 Jahre altes, seinerzeit wieder aufgebautes, Fachwerkhaus erstanden. Auch innen ist in den meisten Räumen sichtbares, ausgemauertes Fachwerk. Gerade im Bereich der Außenwand zieht es aus einigen Löchern ganz gewaltig. Hier würde ich gern Spalten und Löcher verfüllen. Was kann man verwenden? Bauschaum kommt aus gesundheitstechnischen Gesichtspunkten nicht in Frage. Die Tür ( Rahmen ) habe ich jetzt mal mit lösemittelfreiem Spritzkork abgedichtet. Allerdings ist dieser für größere Hohlräume nicht geeignet, da immense Mengen benötigt werden. Hier wäre etwas, was sein Volumen bei der Verarbeitung erhöht ( wie Schaum ) sicher einfacher.

Wer kann mir einen Tip geben?

Vielen Dank im Voraus

Markus Scavarda



Fehlstellen im Fachwerk..



..oder historische Bohr- und Zapfenlöcher werden üblicherweise mit Paßstücken in gleicher Holzart ergänzt .
Gruß aus Minden
Jürgen Kube





Markus, wenn du da an PU Schaum denkst, lass es!
Der Schaum zieht Feuchtigkeit an.

Wenns irgendwie geht, hohl dir nen Schreiner, der dir das Loch schön mit Holz schließt.





Stopfhanf



Fachwerk



Wieso fehlt denn der Innenputz?



Ergänzung



Es fehlt kein Innenputz ;-) Wir reden aber über Spalten und Bohrungen. Und hier sind mir die Holzlösungen wohl bekannt, aber ich spreche über 30-40 Öffnungen mit unterschiedlichen Durchmessern und auch nicht immer rund. Hier wäre ein Schreiner also ziemlich lange beschöftigt :-(

Hat noch jemand eine Idee?



Fachwerk



Ich denke es fehlt sehr wohl der Innenputz.
Ein integraler und funktionaler Bestandteil von Fachwerk war und ist der Innenputz, zumindestens an den Außenwänden. Ohne diesen Putz kann ein Fachwerkhaus nicht für Wohnzwecke genutzt werden.
Ein durchgehender Innenputz stellt eine Winddichtigkeitsebene her, die Sie mit dem zuschmieren von Ritzen nie hinkriegen werden.



Innenputz



Sie brauchen innen eine durchgehende Putzschicht, da es zwischen dem Fachwerkholz und dem Material in den Gefachen (Ziegel?) immer zum Abriss kommt und Ihre Luftwechselrate sich einem ständig geöffnetem Fenster annähert. Die Zapflöcher kommen noch dazu. Manche Fachwerkbewohner wünschen sich zwar diese gefühlige Optik gern auch auf der Innenseite, aber wenn es keine Erlebnisgaststätte sein soll sondern Wohnraum, bringt es nichts. Original sah ich diese Variante nur bei ärmlichen Schnitterwohnungen, Knechtskammern und Flurwänden im Original.



Klarstellung



Guten Abend,

ich möchte mich für die vielen und vor allem auch sehr zeitnahen Antworten bedanken. Stopfhanf ist eine von mir noch nicht bedachte Lösung ;-)

Kurz ein paar Worte zu Außenwand. Natürlich hat die Außenwand eine Putzschicht. Der Wandaufbau ist 16cm Fachwerk (ausgemauert), 6cm luft, 6cm Dämmung und innen eine 14cm starke Mauer. Die Stellen, wo es zieht sind immer dort, wo die Innenbalken/ Innenwände 90° zur Außenwand versetzt sind. Ist zum Glück nicht an so vielen Stellen im Haus. ( Wo wir dabei sind: Ist die Lösung 6 Luft, 6 Dämmung sinnvoll? Ich habe hier schon von Überlegungen gelesen Luftschichten auszufüllen bzw schütten o.Ä.? )

Ich werde mich hier mal anmelden und bei der nächsten Fragestellung mit Bildern aufwarten ( ggf. könnte ich den Fachleuten hier auch ein Bild per Mail schicken? ). Bei meiner nächsten Frage werde ich versuchen das Problem genauer zu schildern. Hier war ich doch sehr ungenau. Ungeachtet des Putzes. Hat noch jemand eine "Verfüllidee?