Wandinnendämmung Fachwerk

18.12.2010



Bitte um Info wer mir einen Rat oder Erfahrungen geben kann.
Ich habe ein Fachwerkhaus das in der Mitte einer Häuserreihe liegt. Zwischen jedem Haus sind ca 20 cm Luftraum. Die Mauer besteht aus Fachwerk das 14 cm dick ist und komplett ausgemauert. Von außen kommt also kein Schlagregen ran. Ich möchte jetzt von innen isolieren.
Würde wie folgt vorgehen!
Innenwand 1 x gerade putzen mit Lehmputz. Dann eine 20 mm Jackodurplatte ankleben, dann eine Holzständerwand 40 mm dich davor stellen, Hohlraum Isolieren und innen eine Dampfbremse vor. Dann 1 x Konterlattung und innen OSB Platte 16 mm. Ist das OK oder habe ich Probleme wegen Taupunkt oder Feuchtigkeit ?.

Wäre schön von einem oder mehreren Erfahrungen auszutauschen.
Danke Rolf





Es wäre wohl sinnvoller, wirksamer, einfacher und günstiger, sich mit den Nachbarn abzusprechen und die Zwischenräume zwischen den Häusern mit einer schüttbaren Dämmung aufzufüllen. Dieser Spalt hat ja nur den Effekt, die Aussenhülle der Gebäude und damit den Wärmeverlust unnötig zu vergrössern.



Bei einem alten Fachwerk ....



... würde ich nur mit Materialien arbeiten die homogen dazu passen. Styropor wäre da kontraproduktiv. Es kann auch keine evtl. Feuchte in sich aufnehmen und weitergeben.

Deshalb entweder mit Leichtlehm und entsprechender Schalung weiterarbeiten oder Holzdämmplatten als Dämmung verwenden und diese dann verputzen.

So wie der Aufbau jetzt mit Dampfbremse, OSB und Styro geplant ist, dürfen keine Verarbeitungsfehler entstehen. Wer will garantieren?

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de





ich hab mein Fachwerk mit Rockwool 035/95 mm und Dampfbremse Climate gedämmt , sehr gutes Ergebnis bis jetzt !





Hallo Herr Faber,

wie sieht der Wandaufbau genau aus? Wie enden Dämmung und Dampfsperre an Boden und Decke?

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer





habe die anschlüsse an OSB mit OWO Folienkleber und OWOSAN
Klebeband verklebt , so alles absosulut dicht ist
hab mich direcht vom Rockwool.Vertreter beraten lassen das ich im Baustoffhandel " Baustoffe Gerber" in Idar-oberstein " arbeite kenn ich mich auch ein wenig aus .
die alternative mit Holzfaser-dämmplatten fand ich zu teuer und wegen dem schlechten Dämmwert nicht so gut .



Was ein Konstrukt



Da sehe ich mal schwarz.
Für derartig abenteuerliche Innendämmbasteleien bräuchte es keine Dampfbremse sondern eine Dampfsperre und die müsste dann auch 100% dicht sein.

Rein rechnerisch säuft die Dämmung selbst mit Dampfbremse bei einem sd Wert von 10 ab.

Aber wie das so ist, die Hoffnung stirbt zuletzt.

Grüße aus Schönebeck



Alternative



hier bietet sich eine Rahmenkonstruktion an, bespannt mit stauss - Fassadengewebe verputzt mit Luftkalkmörtel und mit Thermo-Fill S 40 gedämmt.

alle syntetisch hergestellten Dämmstoffe eignen sich im Fachwerkbereich nicht.

grüsse Thomas



re



na was heißt schon rein rechnerich ..die Climate erfüllt laut Herrsteller alle anforderungen , desweiternen besteht der wandaufbau ja noch aus OSB 12,5 mm (auf lücke gesetzt )
2 mal RB12,5 + 13 mm Rotkalk Grund und 1 mm Rotkalk fein ..
was soll das noch passieren ?
und 100 % luftdicht verkleben finde ich kein Problem .wenn man weiß wie es geht ..

achso noch was ..die Vorbesitzer hatten in den siebzigern einfach Poresta 40 mm draufgeknallt und gipsplatte drüber
hat 40 jahre gehalten ohne Schimmel ..wenn meine Konstruktion auch 40 jahre hält bin ich zufrieden ..





Lieber Erich,

Ihre Fotos vom Wandaufbau stammen aus dem Sep. 2010, wie Sie da von “sehr gutem Ergebnis” reden können kann ich nicht so recht nachvollziehen. Berichten Sie in 5 oder 10 Jahren noch mal über die Sache.



rockwool



naja hab mich bei meinem Wandaufbau vom Rockwool vertreter beraten lassen ,die bieten das ja ja auch an für Innendämmung also was soll daran falsch sein ?
desweiteren arbeite ich ja im Baustoff-Fachhandel
wirlich Fachhandel kein Obi oder so was ..
und als KUnden haben wir zu 80 % Handwerker die sich damit auch auskennen , also bin ich mir sicher das ich kein Fehler mache ..



Tja,



was wird denn ein Vertreter empfehlen?? Natürlich nur das, was er verkaufen kann. Davon lebt der Mensch schliesslich. Und wenn er ´ne technische Beratung macht, ist er fein raus. Als Laie auf dem Gebiet ist er nicht haftbar für seine Beratung. Das Risiko bleibt beim vertrauensseligen Käufer hängen.
Und Dampfsperre dicht verkleben?? Kriegen die meisten im Neubau nicht hin, im Altbau nicht realisierbar.
Aber ohne Risiko macht das Leben keinen Spass ;-)).
Allerdings wär mir der Totalschaden eines Hauses zuviel Spass.
MfG
dasMaurer



Naja...



nicht jeder, der in einer Zoohandlung arbeitet, kann deshalb auch erfolgreich Elefanten züchten. Auch wenn 80% der Kunden dort Elefantenpfleger im Zoo sind...

Ich zumindets würd´s mir nicht zutrauen, eine Dampsperre/bremse 100% dicht zu verkleben. Sowas soll ja dauerhaft dicht sein, und nicht nur 1,2 oder 3 Jahre. Und wie sich so ein Folienkleber in 3 Jahren präsentiert, kann wohl auch der Vertreter nicht garantieren.

Ich würde mich dem 1. Beitrag anschließen, sieht für mich nach der sinnvollsten Methode aus. Zudem wenn man evtl. zeitgleich darin wohnt.

Schöne Weihnachten!
Michael



..



man darf nur nicht zu sparsam m Klebeband sein ...und zum Abschluss wird n Blower-Door Test gemacht .. wenn dann noch was sein sollte .. wird man es sehn ..



Ytong Multipor Innendämmung WI



und was haltet ihr von Ytong Multipor Innendämmung WI in 100 mm .. hab ich nämlich vor im anderen Wohnbereich zu machen !!



... und was haltet Ihr von ....



@Hallo Erich,

ist das noch wichtig? Du hast doch die YTONG-Vertreter und 80% Deiner Leute sind Handwerker die sich auskennen...

Bis jetzt waren Dir die hier genannten Bedenken nicht wichtig. Warum also noch auf das Thema eingehen?

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Never ever Glaswolle, Rigips, Styropor, Bauschaum & Co. im Fachwerkhaus



Ich kann nach leidvoller Erfahrung nur abraten von der Verwendung dieser Materialien in Verbindung mit einem Fachwerkhaus. Habe genau dieses vor 15 Jahren aus Kostengründen verbaut und bin jetzt an einer Totalrestaurierung, da die meisten Außenwandbalken von innen weggefault sind, insgesamt ein kostenintensives Trauerspiel. Werde jetzt eine Außenwanddämmung in Lehm/Stroh oder Holzverschalung vornehmen. Auf jeden Fall kommt es auf wiurklich dauerhaft kompatiblen Materialmix an. Vielleicht mal bei www.texbis.de vorbeischauen. Fand die Beratung und das Seminar sehr hilfreich.