Feuchtigkeit im Keller und in der Erdgeschoßwohnung

23.02.2009



Wir haben vor 2 1/2 jahren ein Haus gekauft, welches ca. 100 Jahre alt ist und nach dem Krieg ab der Kellerdecke mit Ziegelstein nach oben hin wieder aufgebaut wurde.
Die Kellerwände bestehen bis zur Decke hauptsächlich aus Bruchsteinen.
Vor 1 Jahr haben wir 2 Außenwände des Hauses incl. Sockel mit Amierungsmörtel und -gewebe versehen und darauf mit Scheibenputz verputzt.
Nach 2 Monaten und nachdem die Erdgeschosswohnung bezogen wurde, bildete sich an den Fußleisten hochziehend Schimmel.
Mittlerweile ist auch auf der anderen Seite des Hauses auf einer Innenwand Feuchtigkeit aufgetreten.
Nachdem mehrere Abdichtungsfirmen dies begutachtet hatten, haben manche Firmen Injektionsverfahren und andere eine Vertikalabdichtung empfohlen.
Um die richtige Sanierungsmaßnahme zu treffen, haben wir bei der Unteren Wasserbehörde nach dem Grundwasserspiegel gefragt. Hierzu gibt es jedoch keine Messungen. Man gab uns lediglich die Auskunft, dass es sich in unserem Fall auch um dückendes bzw. Hangwasser handeln kann.
Der Kellerboden sieht jedoch trocken aus. Nur die Kellerwände (Bruchsteine) sind feucht.
Mit dem Messgerät Trotec T650 gemessen, liegen alle Werte, ob Kellerinnen- als auch Außenwände über 100 Digits.
Hinzuzufügen ist vielleicht noch, dass ca. 20m hinter unserem Haus ein Vorfluter existiert. Diser befindet sich ca. 3m tief in einem Abhang.

Nun unsere Fragen sind:
1) Wie müssen wir das Problem angehen? Wichtig ist uns, dass die Feuchtigkeit nicht in das Erdgeschoß eindringt, auch wenn der Keller feucht bleibt.
2) Können wir rein rechtlich den Verkäufer in dieser Hinsicht belangen?

Wir würden uns sehr über fachmännische Auskünfte freuen.



Feuchtigkeit



Sie erwähnten "Armierungsmörtel" als Unterputz. Was war das genau für Material und aus was bestand der Oberputz?
Haben Sie sonst noch Veränderungen am Gebäude (Heizung, neue Fenster usw. durchgeführt?
Wie werden die Räume mit dem Schimmelbefall genutzt?

Viele Grüße



Nasser keller



Hallo,

was ich auf dem Bild sehe ist
1.ein örtlich begrenzter Wasserfleck
2. ein Fenster mit Glasscheibe, wahrscheinlich geschlossen.

1 deutet auf lokalen Wasseranfall hin (Entwässerung, Faß, Oberflächenwasser, undichtes Rohr etc.............)

2 sorgt dafür, daß alles auch naß bleibt.

Zur Rechtslage geben Anwälte Auskunft.

Grüße vom Niederrhein



Feuchtigkeit im Keller und in der Erdgeschoßwohnung



Danke Herr Böttcher ,daß Sie so schnell geantwortet haben..

Der Armierungsmörtel war der Mörtel, womit mann sowohl Styroporplatten Kleben als auch darauf das Gewebe einbetten kann.
Der Scheibenputz war Mineralischer Putz: Terra-star 220 von Fa. Weber.
Am Haussockel haben wir den alten losen Putz abgeklopft, die darunter liegenden Bruchsteine sowie teilweise Ziegelsteine mit Zementputz verputzt und darauf auch Amierungsmörtel mit Gewebe eingebracht.
Im Keller haben wir teilweise den losen Puz von den Kellerwänden abgeklopft.

Es sind keine weiteren Veränderungen am Haus vorgenommen worden.

Die betroffenen Räume im Erdgeschoß sind Schlafzimmer, Küche und Innenwand zwischen Küche und Wohnzimmer.



Feuchtigkeit



Warum zum Teufel verwenden Sie Materialien, die dafür gar nicht vorgesehen sind?
Sie würzen doch Ihr Steak auch nicht mit Natriumsulfat, nur weil es auch ein Natriumsalz ist und so ähnlich aussieht wie Kochsalz.
Für das Verputzen von Mauerwerk und Beton gibt es Leitlinien, Regeln und Normen, so wie es Rezepte zu Kochen gibt.
Das mußte mal raus.

Eine der möglichen Ursachen für eine Erhöhung der Feuchtebelastung ist das Aufbringen von ungeeigneten weil diffusionsdichten Wandbelägen.
Damit meine ich den kunststoffmodifizierten PS- Klebemörtel und den Zementputz auf der Wand und im Sockelbereich.

Nun ist das Zeug erst mal dran. Solange es nicht von Frost und Salzdruck abgesprengt wird, müssen Sie damit leben.
Ich glaube, die Folgen können Sie mit einem geänderten Heizungs- und Lüftungsverhalten in den Griff bekommen.
Das, was Sie an Verdunstungsleistung außen durch den dichten Putz verringert haben, können Sie durch verstärktes Stoßlüften und Heizen kompensieren. Dadurch sinkt die relative Luftfeuchte in den Räumen und die Wandinnentemperatur steigt. Alle Schimmelbildungen werden damit aber nicht damit verschwinden.
Im Keller verstärkt im Winter lüften, dafür weniger an schwülheißen Tagen im Sommer.

Sie sollten sich einen Fachmann holen, der den Zustand des Gebäudes einschätzt und Ihnen Vorschläge für weitere Sanierungsmaßnahmen geben kann.
Damit haben Sie eine Arbeitsgrundlage. Falls Sie Leistungen selber ausführen, lassen Sie sich weiter von diesem Fachmann betreuen und hören Sie auf seinen Rat.
Die paar Hundert Euro dafür sind gut angelegt.
Für was wollen Sie Geld zurückverlangen?
Da Sie das Haus anders nutzen und es baulich verändert haben, wie wollen Sie da nachweisen, das der Verkäufer verdeckte Mängel arglistig verschwiegen hat?
Wenn Sie in den gekauften Golf das falsche Getriebeöl kippen, den Wagen ohne warmzufahren ständig an die Drehzahlgrenze bringen und dann was kaputtgeht, ist dafür auch nicht der Verkäufer verantwortlich.

Viele Grüße





Da die ursprüngliche Fassade viele Haarrisse aufwies, schlugen verschiedene Malerfirmen vor, die Fassade mit einer Amierung zu versehen, damit die Risse abgedichtet werden und nicht mehr zu sehen sind.
Ist es nicht richtig, dass z.B. wenn Dämmung auf die Fassade gebracht wird, diese mit einem Amierungsmörtel sowie Gewebe bezogen wird? Diese wäre dann auch dicht und kann nicht mehr atmen und hier entsteht auch kein Schimmel.

Wenn die Ursache für das Problem (von vielen als aufsteigende Feuchtigkeit angesehen) dieser Amierungsmörtel und Zementmörtel sein sollte, würde es Sinn machen, Herr Böttcher, den Sockel davon zu befreien? Da dieser noch nicht mit einem Scheibenputz versehen ist. Und wenn ja, welche Art von Sockelputz verwendet man in diesem Fall?
Oder muß sogar der gesamte Amierungsmörtel und -putz von den beiden Außenwänden (ca. 250 qm) heruntergeholt werden?
Aber wie?

Viele Grüße.



Feuchtigkeit



Machen Sie bitte nicht immer wieder die selben Fehler, in dem Sie sich von irgendwelchen Leuten (ich zähle mich jetzt mal dazu) irgendwas zu einem Teilproblem erzählen lassen.
Beauftragen Sie wie oben beschrieben einen guten Fachmann, das kann ein Architekt oder Planer sein, der sich die Probleme vor Ort ansieht und dann Vorschläge macht. Den müssen Sie zwar bezahlen, aber dafür steht er auch für seine Leistungen mit Gewährleistung und Berufshaftpflicht ein.
Benutzen Sie die Suchfunktion des Forums!

Viele Grüße





Vielen Dank,

werde Ihren Rat befolgen und nach einem guten fachmann suchen.
Weiß vielleicht jemand einen guten Fachmann oder Sachverständiger im Raum Dortmund?

Würde aber trotzdem gerne von Ihnen wissen Herr Böttcher, warum die Feuchtigkeit durch Bruchsteine nach oben transportiert wird, obwohl Sie in vielen Beiträgen ausgesagt haben, dass Bruchsteine kein Wassser transportieren.



Feuchtigkeit



Gegenfragen:
Woher wissen Sie, das dieses Wasser kapillar in den Bruchsteinen transportiert wurde?

Haben Sie die Porösität bzw. den offenen Porenraum und deren Größe bestimmt?
Ist dieser Porenraum kapillar wirksam?
Wissen Sie wenigstens, aus welchem Material die Steine bestehen?
Wie groß ist der Mörtelanteil im Wandquerschnitt, wie ist die Kapillarität des Mörtels?
Wenn Sie mir diese Fragen beantworten und dann auch noch die anderen möglichen Ursachen für die Durchfeuchtung, also hygrische Feuchte, Kondensatausfall, Oberflächen- oder Leckwasser ausschließen können, dann werde ich versuchen, zu Ihrer Frage etwas zu sagen.

Wie Sie sehen ist das Problem, das Sie eine Frage stellen, die auf einer bloßen Behauptung oder Annahme beruht.
Deshalb kann ich Sie auch nicht beantworten.

Ein Tipp:
Versuchen Sie außer dieser Feuchteursache die Möglichkeiten, das andere Quellen wie z.B. von außen eindringendes Sickerwasser, Kondens- oder hygrische Feuchte die Ursache sind, selber nachzuprüfen.
Auf dem ersten Bild vom Keller sehen Sie an der linken, noch verputzten Wand zum Beispiel helle, also trockene Steine, die von dunklerem, also feuchteren Putz umgeben sind.
Was sagt Ihnen das?
Oder, warum ist die obere Hälfte dieser Mauer deutlich feuchter wie die untere Hälfte?

Viele Grüße



Den oder die richtige/n Fachmann/frau....



....finden Sie unter www.dhbv.de
Fachfirma oder Sachverständiger.
.
Ich gehe davon aus, dass es mit Wasser nichts zu tun hat, denn sonst wäre der Keller öfters unter Wasser.
Und gegen Tauwasser hilft das I-Bausystem.
Nachzulesen auf meiner Homepage unter Schriften Nr. 12.
.
Ich beschäftige mich in den nächsten Tagen auch mit Wasser - genauer gesagt mit segeln.
Ich bin dann mal weg....





Ich habe die ganze Zeit über fast alle Kellerfenster geöffnet(Im Sommer natürlich nicht, damit sich kein Kondenswasser an den Wänden bildet).
Habe sogar in einem Kellerraum, der am schlimmsten betroffen ist, bei geschlossenen Fenstern und Türen eine Woche lang einen Bautrockner hingestellt, wobei ich jeden Tag ca. 10 liter Wasser heraus geholt habe.
Jetzt habe ich einen Ventilator an einer Zeitschaltuhr,so daß mehrere Stunden am Tag ein leichter Wind gegen das Mauerwek weht.
Die Bruchsteine werden heller, aber wenn ich den Ventilator wegnehmen würde ,würden die Steine wieder naß werden.
Wahrscheinlich ist es Feuchtigkeit von außen, die durch die Bruchsteine nach innen zieht. Obwohl mir der alte Eigentumer erzählt ,daß er von aussen vor ca.20 Jahren vertikal abgedichtet hat (inkl. Drainage).



Feuchtigkeit



Anscheinend haben Sie Ihre Analyse abgeschlossen, die Ursache der Durchfeuchtung erkannt und Ihre Entscheidung getroffen:
Die Bruchsteine sinds, die Wasser kapillar leiten.

Da kann ich Ihnen auch nicht mehr helfen.
Vielleicht finden Sie ja einen netten Verkäufer von Injektionsmittelchen oder Elektroosmosegeräten, die Ihnen das bestätigen werden und Ihnen Hilfe versprechen.

Viele Grüße





Ich habe meine Analysen noch nicht abgeschlossen, sondern bin für jeden Ratschlag und jede Info dankbar. In Bezug auf das Kondenswasser habe ich die Kellerfenster immer geöffnet , um Durchzug zu haben. Deswegen scheidet Kondenswasser aus.
Wenn auch der Keller nass bleiben sollte, so ist es mir jedoch wichtig, dass man die aufsteigende Feuchtigkeit stoppt, da sie bereits im EG über den Fußleisten zu sehen ist.

Viele Grüße.





Hallo Mal,

stell doch mal bitte ein paar Bilder mehr ein und zwar:

Schimmelbefall im Inneren und Gebäude (total und betroffene Sockelbereiche) am Besten vor und nach der Maßnahme.
Treten die Schäden in allen Zimmern auf? Habe ich das richtig verstanden: Die Arbeiten wurden vor einem Jahr ausgeführt, der Schaden trat aber erst 2 Monate nach Einzug auf?

Gruß aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer



Feuchtigkeit in der Erdgeschoßwohnung



Hallo Herr Kornmayer

Tut mir leid , daß ich mich so spät melde, Ich war ein paar Tage weg.
Zu ihrere Fragen:
Die Feuchtigkeitsschäden treten in mehreren Zimmern auf, auch an den Wänden, an denen die Fassade gar nicht neu verputzt wurde.
Nur an zwei Fassadenseiten haben wir verputzt (wie oben beschrieben). Die zwei anderen Fassadenseiten waren mit Schindeln bedeckt gewesen und da haben wir auch nichts gemacht.

Ein Jahr stand die Wohnung im EG leer (kein Schimmel oder Feuchtigkeit zu sehen gewesen).
Zwei Monate nachdem die Mieter eingezogen sind, fing es an als erstes im Schlafzimmer über den Fussleisten zu schimmeln.
Nach mehreren Monaten fängt es jetzt auch an der anderen gegenuberliegenden Küchenaussenwand sowie über den Fliesensockeln an zu schimmeln. An dieser Aussenfassade ist nichts gemacht worden (da Schindeln).

Nehmen wir an, es wäre aufsteigende Feuchtigkeit vom Keller.
Könnte die Feuchtigkeit bis in die I.OG Wohnung hochziehen und dort auch schimmeln?

Ich danke Ihnen im voraus für Ihre Antwort.
Viele Grüße.



Kapillar aktiver Mieter?



Hallo Mal,

wenn denn der Keller wirklich so feucht ist wie beschrieben und es über Jahre scheinbar keine Feuchte/keinen Schimmel gegeben hat ist die Ursache mit Sicherheit dort zu suchen, wo sich etwas geändert hat:

- Wohnerverhalten
- Sanierungsversuch am Sockel (falsches Material)
- Leckage einer Grundleitung, Fallrohr, etc. ...
- ...

Der Kellerboden ist trocken, die Wände aber nass. Hier hilft wirklich nur Nachschauen und messen. Eine Bauteilöffnung im Bereich des Sockels sollte auch Klarheit darüber schaffen, wie die Betondecke auf dem älteren Keller aufgelegt wurde und wie die Wände darüber stehen und auch, ob hier eine Horizontalsperre eingebracht wurde. Auch sollte man hier ergründen können, weshalb der Sockel überhaupt saniert werden musste.

Aber Achtung: Ein Zusammenhang ist nicht zwingend: Ein Schimmelbefall an beispielsweise nicht tragenden Innenwänden, auf einer Betondecke stehend, macht klar, dass die Feuchtigkeit nicht aus dem Keller kommen wird, wohl aber die kühlere Temperatur am Fuße der Wand => Kondensation. Gerade beim Naturkeller ist das immer wieder zu finden.

Aus der Ferne ist das aber ein Stochern im Trüben.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Sie brauchen eher nicht befürchten, dass irgendeine Feuchtigkeit vom Keller bis in den ersten Stock zieht - das geht nicht.



feuchter keller



hallo wenn sie einen fachmann sucher der sich damit auskennt fragen sie mal bei der firma korge aus herdecke an der ist sachverständiger und bauunternehmer , kennt sich sehr gut mit der materie aus zu erreichen unter 02330/ 1524
oder 01636/ 152400 grüße U: dahlbüdding



Mögliche Ursachen



Wärmebrücke im Bereich des Schimmels von Warm nach Kalt
Kondenswasser (wie schon beschrieben)
falsches Lüftungsverhalten
Naturkeller

Zuerst mal Messung der Luftfeuchte und Oberflächen Temparatur der Wände bzw Lufttemparatur an den Wänden

Grüsse Thomas



Dieses Problem



ist allgegenwärtig bei unserer täglichen Arbeit. Die Naturstein selbst transportiert kein oder nur wenig Wasser. Jedoch wurden such bei Natursteinmauerwerk Mörtel verwendet, welche zum Teil aus Lehm Erde o.ä bestehen oder reiner Kalkmörtel. Des weiteren wurde Natursteinmauerwerk in der Regel zweischalig aufgebaut, so dass die Mauerdicke in der Regel größer 60 cm beträgt. Im Mauerinneren wurden Mauerwerks- und Mörtelreste hineingeworfen. Die Aufsteigende Feuchtigkeit kommt daher nicht vom Mauerstein, sondern vom Mauermörtel.
Das Sie wie beschrieben auf keinen Trockenen Keller sondern auf eine trockene Erdgeschossebene Wert legen ist alleinig eine funktionierende horizontale Abdichtung , bestenfalls unter der Kellerdecke notwendig. Die Verfahren sind zum einen eine Injektage oder das Sägeverfahren. Die Wahl liegt beim Kunden. Auch mit einer Vertikalen Abdichtung in diesem Fall bis zur Kellersohle lässt sich der Wasserstand im Mauerwerk senken, sofern keine dichten Putze im Kellerinneren angebracht werden. Zur Verbesserung des Raumklimas im Kellerinneren kann dann noch eine Dampfsperre auf dem Fußboden eingebracht werden ( z.B Schweißbahn). Dies ist mit einem Estrich zu schützen.

Mit freundlichen Grüßen aus Leipzig/ Engelsdorf
J. Zinke
Zinke Bausanierungs-& Bau GmbH



Feuchtigkeit im EG



Endlich haben wir einen Bausachverständigen hinzugezogen, der sich die Problemzonen am Haus angeschaut hat. Wir hofften auf gezieltere Aussagen, die uns für die nächsten Sanierungsschritte behilflich sein könnten.
Jedoch bekamen wir zur Antwort, dass die Feuchtigkeit (da wir keine Horizontalabdichtung haben) vom Keller ins Erdgeschoss und vom Erdgeschoss ins 1.OG gezogen ist.
Der Bausachverständige konnte dies selbst nicht glauben.
Als nächsten Sanierungsschritt schlug er uns eine Horizontalabdichtung des Bruchsteinmauerwerkes(Bohrlöcher mit bestimmter Flüssigkeit befüllt) von beiden Seiten der Kellerunterdecke vor, da hier das Mauerwerk bis zu 60 cm dick ist.
An der betroffenen Wand sollte von innen der Putz abgeschlagen und ein Sanierputz aufgetragen werden.
Wenn diese Maßnahmen nichts nutzen, sollte im Anschluss eine Vertikalabdichtung gemacht werden.
Wegen des Aussenputzes haben wir uns beim Hersteller erkundigt, der uns versichert hat , dass der Amierungsmörtel incl. Gewebe diffusionsoffen ist. Das gleiche gilt für den daraufgezogenen mineralischen Scheibenputz.
Der Bausachverständige konnte sich nicht erklären, dass die Kellerzwischenwände feucht waren. Auch von hieraus zieht die Feuchtigkeit ins EG.
Wenn diese Maßnahmen nichts bringen empfahl er uns noch einen Bauphysiker.
Der Bausachverständige (Dipl.Ing.Architekt) kam von einem Verband, der hier im Forum öfters empfohlen wird.

Wir haben das Gefühl gehabt, dassman alles ausprobieren soll bis irgendeine Maßnahme vielleicht zutrifft (ohne Rücksicht auf die Kosten).
Letzendlich stehen wir da, wo wir auch schon waren.
Uns würde allerdings interessieren, ob die Feuchtigkeit wirklich bis ins 1.OG ziehen kann. ( Die Fassade weist keine Risse auf.)
Würde mich über weitere Meinungen freuen, u.a. über die von Herrn Böttcher.


Viele Grüße, Mal.



Gibt es hierzu auch was schriftlich?



Und was hat er denn wie gemessen?
Feuchte mit....gerät
Luftfeuchte mit....
Temperatur...





An schriftlichen Empfohlenen Maßnahmen sind wie oben beschrieben:
-Sanierputz im Schlafzimmer
-Horizontalsperre (Injektion)
-Ausschachtung und Vertikalabichtung
-Prüfung durch Bauphysiker des Wärmedurchgangs aussen nach Gewebe/ Putz.

Er hat lediglich die Wandfeuchte mit einem Feuchtigkeitsmeßgerät mit zwei Metallnadeln vorne, die im Baumarkt ab 20€ erhältlich sind, gemessen.
An manchen Wandstellen zeigte eine rote Lampe auf einer Skala an. Daraus resultierte sein Entschluss, dass die Wand feucht ist.
Sonst wurde nichts gemessen.


Viele Grüße, Mal.



Feuchter Keller



Schade, das das Objekt so weit ist, ich hätte es mir gerne einmal angesehen.
Das, was der Sachverständige da gesagt hat, verunsichert mich etwas.
Das mit der aufsteigenden, also kapillaren Feuchte, die vom Keller über das EG bis ins OG! gezogen sein soll, glaube ich auch nicht. Der SV glaubts nicht, Sie auch nicht, da sind wir schon mal drei.
Also vergessen Sie diese These.
Die Vorgehensweise dieses SV verwundert mich.
Üblicherweise wird vor Ort erst mal die vorhandene Situation so gründlich wie möglich erkundet.
Es wird gebohrt, gemessen, manchmal gegraben,gerochen, gefragt,geschaut und viel fotografiert.
Damit kann dann der aktuelle Zustand analysiert und die Ursache der Durchfeuchtung gefunden werden.
Darauf aufbauend werden Vorschläge zur Ursachenbeseitigung und Schadensbehebung gemacht.
Das ist die normale Vorgehensweise eines Gutachters.
Also:
Der SV schuldet Ihnen ein schriftliches Gutachten mit:
-Zustandsanalyse,
-Ursachenermittlung,
-Vorschlägen zur Beseitigung von Mängelursachen und den eigentlichen Mängeln.

Alles andere ist eine nette Unterhaltung, die Ihnen soviel nützt wie dem Bettler ein Händedruck.
Die Vorschläge sind von der Sorte:
Wenn ich oft genug ins Dunkle schieße, treffe ich irgendwann auch mal was.
Unter Ulk können Sie auch den Spruch zum Klebe- und Armierungsmörtel abhaken.

Viele Grüße



Feuchte Keller



Der Sachverständiger sagte uns, daß wir nicht so unzufrieden sein sollten.
Es wäre nicht mehr drin, da wir gesagt hätten, das wir Haus und Grund Mitglied sind.

Jetzt zu unserem Problem:
Würde es was bringen wenn wir eine Vertikalabdichtung (inkl.Drainage) machen?
Immerhin sind es wenigstens 30m länge und 2m Tiefe im Erdreich,welches wir buddeln müssten .

Wie stellt mann fest ob es sich in unserem Fall um Drückendes Wasser handelt? (im Keller steht kein Wasser)

Danke für euere Antworten



Was bringt eine Abdichtung???



Welche Abdichtungsarbeiten sind im Keller machbar/notwendig?
Immer wieder gibt es heftige Diskussionen welche Abdichtungsarbeiten im Keller notwendig sind.
.
Wenn Keller an der Innenseite feucht sind, dann empfehlen sehr viele Fachleute: da hilft nur außen Aufgraben, Abdichten, Einbauen einer Drainanlage und dann auch noch alles mit einer Wärmedäm-mung versehen usw..
Vorab sollte jedoch immer genau geprüft werden, woher denn die Feuchte kommt?
Denn dies muss nicht immer von außen sein!
Diese Feststellung ist jedoch nicht einfach, und ich kämpfe oft gegen viele alte Vorurteile. Wenn ich ein feuchtes Objekt besichtige, stelle ich oft fest, dass eine Abdichtung überhaupt nicht möglich ist. Interessant ist, kaum jemand weis, gegen welch drückendes Wasser (theoretische Höhe) sollte abge-dichtet werden und dann, auch noch wie?
Denn wenn eine Abdichtung (je nach Lastfall) sinnvoll sein sollte, so müsste man auch darüber dis-kutieren, wie hoch denn das Wasser an der Außenseite anstehen könnte. Aber auch wie unter dem Haus eine Ergänzung dieser Abdichtung hergestellt werden könnte. Viele Hausbesitzer wissen über-haupt nicht, ob Stauwasser entstehen kann und kennen auch die Grundwasserstände nicht.
.
Meine erste Frage ist oft, wie hoch steht das Wasser im Keller?
Die Antwort ist meist - Wasser steht nicht im Keller, „nur“ die Wände sind feucht.
Dies wird dann davon abgeleitet, dass Wasser eindringen muss, wenn innen die Wände feucht sind. Dass es auch noch andere Möglichkeiten von Feuchteschäden im Keller gibt, ist oft erst nach einer längeren Diskussion verständlich.
.
Ein Beispiel aus meiner Praxis.
An einem großem Gebäudekomplex in der Bundeshauptstadt wurde die Planung für die Abdichtung von einem namhaften Planungsbüro durchgeführt. Bei der Diskussion ergab sich dann, dass die Ab-dichtung so ausgeführt werden solle, dass diese einen Wasserdruck von
1,5 Meter standhalten müsste. Dies auch deswegen, weil in unmittelbarer Nachbarschaft ein Wasser-lauf war. Dieses Gebäude war aus Ziegelstein gemauert und es war schon vorgesehen, dass als Ab-dichtung im Mauerwerkquerschnitt die Abdichtung mit Chromstahlplatten ausgeführt werden sollte. Nun ist zwar das Verfahren durch Eintreiben der Chromstahlplatten
als eines der sichersten Verfahren gegen kapillare Saugfähigkeit anzusehen. Es ist jedoch nicht ge-eignet, um eine Abdichtung im Querschnitt gegen Wasserdruck herzustellen. Da Wasser (als Flüs-sigkeit) ja durch die Anschlussfugen zwischen den Chromstahlplatten eindringen könnte. Des weite-ren wurde diskutiert wie dem Wasserdruck von 1,5 Meter Wassersäule entgegen gewirkt werden könnte. Dabei ergab sich, dass zumindest im Bodenbereich eine 75 cm starke Betonplatte eingebaut werden müsste um diesem Druck stand zu halten. Außerdem müssten auch die Wände in einer Art Wanne nach den statischen Erfordernissen wasserdicht angeschlossen werden. All diese Maßnahmen waren jedoch sowohl räumlich als auch technisch als sinnwidrig bezeichnet worden.
.
Bei der weiteren Diskussion ergab sich, dass auch eine Abdichtung mit anderen Verfahren und Pro-dukten nicht besser abschneiden könnte.
Nach dieser Diskussion habe ich mir erlaubt zu fragen, wie oft der Keller im Laufe der letzten Jahre mit den Problemen eindringenden Wassers belastet wurde, dabei stellte sich heraus, dass in den letz-ten 100 Jahre nie Wasser eingedrungen ist. Hierbei zeigt sich natürlich wieder ganz deutlich, dass al-leine wegen der spekulativen Stauwasserhöhe ein nicht zu vertretender Aufwand betrieben worden wäre.
Es gab noch viele Diskussionen, aber ich konnte mich letztendlich durchsetzen, dass dann auf eine Abdichtung, sowohl im Mauerwerksquerschnitt als auch gegen aufstauendes oder drückendes Was-ser ganz zu verzichten ist.
Stattdessen konnte ich den Vorschlag einbringen, dass eine Instandsetzung mit dem I-Bau-System © geeignet ist. Dabei handelt es sich um eine Instandsetzung der durch Feuchte und Salz geschädigten Wandinnenseite. Durch das Aufbringen einer dampfdichten Folie mit einem aufgebrachten Putzträ-ger - auf den dann in der Regel mit Sanierputz eine trockene Oberfläche herzustellen ist.
.
Eine Abdichtung an der Außenseite, sowie an der Unterseite im Mauerwerksquerschnitt könnte zwar auch eine „trockenere“ Wand ergeben. Es bleibt die Frage, ob dies nachträglich technisch überhaupt herzustellen ist?
Dabei ist zu berücksichtigen, dass trotz dieser sehr teuren Maßnahme (Abdichtung von außen) an der Innenseite die gleiche Problematik, nämlich die Tauwasserentstehung und damit der Wechsel zwi-schen - feucht und trocken - weiterhin stattfinden würde, was zu den bekannten Problemen führt. Nämlich, dass durch diesen Wechsel, Salze
a) Feuchtigkeit (hygroskopisch) aufnehmen, und
b) beim Abtrocknen einen sehr hohen Druck durch die Kristallisation aufbauen werden und weiterhin die Oberflächen zerstören bzw. schädigen.
.
Der Bierkrug im Sommer gibt ein gutes Beispiel.
Um zu verdeutlichen welche Problematik gelöst werden muss, gebrauche ich gerne den Vergleich: Man denke an einen schönen Biergarten, vor sich eine schöne kühle frische Maß und jedem wird so-fort klar, dass der Maßkrug an der Außenseite beschlägt, d.h. es entsteht sehr schnell Tauwasser auf Grund der Feuchte in der warmen Luft und der kalten Oberfläche des Kruges. Wobei kein Mensch auf die Idee käme, diesen Krug an der Innenseite Abdichten zu wollen, um an der Außenseite das Tauwasser wegzubringen.
.
Neben den vielen eigenen Messungen, sowohl der Temperaturen als auch der Feuchte in Kellern, verweise ich insbesondere auf Arbeiten von Herrn Prof. Dr. J. Dreyer und Herrn Dr. Clemens Hecht von der TU in Wien.
Denn daraus ergibt sich eindeutig, dass es bei Feuchteschäden im Keller sehr oft "nur" Tauwasser-probleme sind.
Außerdem kam Prof. Dr.- Ing. L. Weichert (ehemals Universität der Bundeswehr München), bei Feuchte,- und Temperaturmessungen an Gebäuden, ebenfalls zu solchen Ergebnissen.
Deren Ergebnisse sind bei meinen Überlegungen entscheidend mit eingeflossen, nach abwägen von Aufwand und Ergebnis, und insbesondere der Kosten eine Instandsetzungen „nur“ noch von innen durchzuführen.
Daraus kann auch abgeleitet werden, wenn es gelingt, dass die Salze in Lösung bleiben (die Mauer also feucht bleibt) und auch die damit zusammenhängenden Kristallisationsprobleme an den Ober-flächen wegfällt und außerdem die Feuchteabgabe in dem Raum verhindert wird, dann sind diese Keller hochwertig zu nutzen. Im Bedarfsfall ist es ohne Problem auch eine Wärmedämmung in das System einzubauen.
Nur Nichtfachleute suggerieren den Hausbesitzern, dass durch die Feuchte, die Wände bzw. Mauern geschädigt werden. Es werden nur Ängste geschürt, es stimmt einfach nicht, denn weder der Ziegel noch der Mörtel fault. Logisch ist aber auch, dass es hinter Sanierputzsystemen (auch mit Dicht-schlämmen) auch feucht bleibt. Wände „atmen“ schließlich die Feuchte nicht aus.
.
Noch ein Beispiel aus meiner Praxis:
1994 landete eine sehr umfangreiche Ausschreibung für die Instandsetzung der „neuen“ Architekten-kammer Bayerns auf meinem Schreibtisch.
Darin war - wie bei solchen Vorhaben üblich - davon die Rede, „das Gebäude außen aufzugraben, eine neue Abdichtung und eine Wärmedämmung aufzubringen...“ usw. Um ein Angebot für die Ab-dichtungsarbeiten auszuarbeiten, begab ich mich zur genaueren Inspektion vor Ort.
Es handelte sich um ein Gebäude aus der Jahrhundertwende mit mehreren Anbauten, einer überdach-ter Auffahrt, sowie einer großen Terrasse und Treppenaufgängen mit schönem Natursteingeländer.


Architektenkammer München in der Waisenhausstrasse erbaut 1906

Ich stellte fest, dass die Arbeiten gemäß der Ausschreibung nicht oder nur mit unverhältnismäßig ho-hem Aufwand durchführbar wären. Außerdem habe ich darauf hingewiesen, dass immer die Gefahr besteht, wenn außen aufgegraben wird, eine Entlastung durch den Anpressdruck (aber auch durch die fehlende Auflast) entsteht, und erst recht durch das Verdichten beim Auffüllen Verschiebungen der Wand aber auch Risse auftreten können.
Deswegen machte ich den Alternativvorschlag, das Gebäude mit dem von uns entwickelten I-Bausystem© nur von innen zu bearbeiten. Dieses besondere System bietet ein neues, außergewöhnli-ches Verfahren für die Trockenlegung und Instandsetzung feuchter Keller, die gegenüber den alther-gebrachten Methoden neben Zuverlässigkeit und erheblich geringerem finanziellen Aufwand eine Vielzahl weiterer Vorteile hat.
Es war nicht einfach, beim Bauherrn eine Lösung durchzusetzen, die der traditionellen Methode wi-dersprach. Letztendlich jedoch konnte ich ihn vollends von den Vorzügen des I-Bausystems über-zeugen. Dabei waren nicht nur die nicht unerheblichen Kosteneinsparungen von ca. € 900.000 (da die Außenbauteile nicht ab- und wieder angebaut werden mussten), sondern auch die kürzere Bauzeit und schnellere Wiedernutzung wichtige Entscheidungshilfen.
.Seit der Instandsetzung ist der gesamte Kellerbereich als hochwertiger Bürobereich und zum Teil als Wohnung genutzt.
Letztendlich wird die von unserer Firma seit über 25 Jahren gemachte Erfahrung mit dem
I-Bausystem bestätigt, dass durch eine sogenannte Innen-Instandsetzung die Mauer, aber auch der Beton zwar feucht bleibt, aber damit eine kostengünstige und sichere Sanierungsmöglichkeit möglich ist.

In diesem Zusammenhang ist auch zu fragen, was hilft in einem solchen Fall eigentlich eine Drainanlage?
Hierzu wird auch sehr oft kontrovers diskutiert.
Ab wann ist eine Drainanlage sinnvoll?
Ab wann ist ein Kiesgraben immer eine sinnvolle Maßnahme und auch eine Verbesserung?
In den letzten Jahren wird sehr oft auch bei alten Gebäuden um das Haus aufgegraben und eine Drai-nanlage eingebaut, sowie ein Kiesgraben bis zur Oberkantegelände hochgezogen und dies alles führt sehr oft eher zu einer Verschlechterung als zu einer Verbesserung.
Vorab muss erwähnt werden, dass die Abdichtungsnorm DIN 18195 auch einen Hinweis auf eine einzubauende Drainanlage nach DIN 4095 vorsieht. Es ist jedoch auch klar, dass diese Normen nur für den Neubau gelten und auch nur dann, wenn feststeht, dass es darum geht, Abdichtungen vor er-höhtem Wasserdruck zu schützen.
Ganz andere Überlegungen müssen bei einem alten Gebäude mit einfließen und auch abgewo-gen werden.
Sehr oft wird bei einer nachträglichen Instandsetzung mit einer Drainanlage der gewünschte Effekt – „ein trockener Keller“ nicht erreicht, bzw. manchmal auch das Gegenteil bewirkt, insbesondere bei alten Gebäuden.
War bisher Erdreich - und Humus am Haus, durch diese konnte nur sehr wenig Wasser eindringen. Nach dem Herstellen eines Kiesgrabens und einer Drainanlage wird das Wasser von der Oberfläche und auch das Regenwasser von der Fassade regelrecht „angesaugt“ und um die gesamte Hauslänge verteilt.
Dies führt oft dazu, dass an allen Stellen d.h. rund ums Haus Feuchtigkeit in erhöhtem Maße vorhan-den ist. Es ist immer nur ein Wunsch, dass das Wasser durch die Drainanlage nur abläuft.
Wer jedoch wie ich, sich lange genug mit dieser Thematik beschäftigt weiß, dass sich Drainanlagen, aber auch der Kies mit Pflanzen und Schmutz oft zusetzen. Ob dann noch der gewünschte Erfolg möglich ist bleibt fraglich.
Ebenso findet dann, wenn Kies als Auffüllung eingebaut wird, in den oberen Randbereichen ein ständiger Wechsel zwischen feucht und trocken - nicht nur über das Wasser, sondern auch über die Kondensation statt. Dieser Wechsel zerstört oft die mit Sockelputzen ausgeführten Bereiche.

Und weiter kann beim Wiederauffüllen und dem Verdichten oft ein größerer Schaden durch die Vib-ration des ganzen Hauses entstehen.
Beim Verdichten entstehen beträchtliche - auch seitliche Drücke, und können die Wand eindrücken aber auch vom Auflager verschieben. Dies kann auch wieder zu einer Undichtigkeit führen.
.
Es ist also nicht ganz so einfach, immer das Richtige zu tun.
Es bleiben sicher noch genügend offene Fragen.
In all diesen Fällen ist es auch wichtig zu untersuchen, ob es sich um Stau,- oder gar um drückendes Wasser handeln kann.
Eine genaue Prüfung z.B. nach Merkblatt WTA* ist sicher besser als der oft erwähnte Spruch – „das haben wir schon immer so gemacht“.



Dränung?



Hallo Mal,

Der Einbau einer Drainage richtet sich nach der Wasserdurchlässigkeit des Bodens. Nachzulesen in der DIN 18-195 Teil 1. Bei der Feststellung um welche Lastfall es handelt, wenden Sie sich an einen, wenn möglich öffentlich bestellten Bodengutachter, welcher die hydrologischen Verhältnisse am Baukörper prüft, oder diesen bekannt sind.
Wenn der Einbau einer Drainage notwendig werden sollte, so ist es möglich, das eine Einleitgenehmigung der Drainage in das Abwassersystem der Stadt bzw. Gemeinde notwendig ist.
Da wie beschrieben in Ihrem Keller kein Wassereintritt zu verzeichnen war, sehe ich den Einbau einer Drainage als nicht notwendig an. Auch bei der Möglichkeit von aufstauendem Sickerwasser liegt Ihre Kellersohle nicht Tiefer als 3,00 m und daher ist der Einbau einer Drainage nicht zwingend notwendig.
Sichtenswasser würde ich auch ausschließen, das Sie bisher keinen Wassereintritt im Keller zu verzeichnen hatten.

Mit freundlichen Grüßen

J. Zinke
Zinke Bausanierungs-& Bau GmbH



Gilt die Norm auch für den Altbau ?



Nein..diese gilt nur für den Neubau.



Herr Bromm



Sie sind zu sehr in Ihrer Meinung festgefahren! Eine Innenabdichtung, welche Sie hier immer so als Wunderabdichtung / Wunderverfahren vertreten ist nicht das non plus ultra!
Ihr System hat in bestimmten Situationen auf jeden Fall eine Daseinsberechtigung, jedoch in diesem bestimmten Fall wird es Garantiert nicht das Problem, Feuchtigkeit in den Geschossen über dem Kellerbereich lösen!
Auch im Altbau, welches gemäß WTA-Richtlinie saniert wird, wird der Lastfall nach DIN 18-195 Teil 1 festgelegt! Dies ist nunmehr Grundlage für ein ordentliches Sanierungskonzept, welches ausgearbeitet werden muss.

Ich hoffe auf gegebenenfalls neue Kommentare von Ihnen und nicht immer diese Wiederholungen und nicht diese Schlechtmacherei was nicht Ihrem IB-System entspricht.

Mit freundlichen Grüßen

J. Zinke
Zinke Bausanierungs-& Bau GmbH



Herr Zinke, woher leiten Sie Wunder und Abdichtungen ab?



Ich jedenfalls habe dies nicht geschrieben.
Sie sollten so etwa auch nicht behaupten.
Ich sprach nicht von Abdichtungen, denn diese braucht man bei Kondensation nicht. Insbesondere nicht, wenn eine Horizontalsperre funktionsfähig ist - wie Herr Mal geschrieben hat.
Und wenn das EG über der Sperre auch feucht ist, sollte man dies nicht auf eine fehlerhafte Horizontalsperre schieben.
Sondern erstmal - wie es auch bei der WTA vorgesehen ist fesststellen - woher die Feuchte kommt. Dies kann auch Tauwasser sein und zwar unabhängig von der Feuchte im Keller.
.
Und noch etwas, was für Sie eine Wiederholung ist kann für andere eine neue Erkenntnis sein.
Und wenn Sie etwas besser wissen, teilen Sie mir doch Ihre Erfahrungen mit, denn auch ich lerne gerne dazu.



Feuchtigkeit bis 1.OG



Wie von dem "Sachverständiger" beurteilt, existiert keine Horizontalabdichtung.
Zusatzfrage: Kann man aufsteigende Feuchtigkeit behaupten ohne Wandtiefenmessungen gemacht zu haben?
Der Sachverständiger hatte lediglich ein Messgerät verwendet, welches zwei kleine Nadeln an der Spitze hatte, die an die Wand gedrückt wurden und dadurch ein rotes Lämpchen aufleuchtete. Es ergab, dass die Wand von unten bis oben naß war und somit der Sachverständiger meinte , dies sei aufsteigende Feuchtigkeit.

Viele Grüße, Mal.



Kann man überhaupt "aufsteigende Feuchte" messen?



Saugen den die Steine überhaupt Feuchte auf?
Dazu kann man einige Steine der Wand entnehmen und prüfen.
Legen Sie die Steine in gefärbtes Wasser (Methylenblau) und nach ein paar Tagen brechen Sie diese Steine auseinander.
Nun sehen Sie ob diese auch Feuchte aufnehmen oder nicht.
Mit elektrischen Leitfähigkeitsmessungen geht dies jedoch nicht.
Aber was ist mit den Feuchte- und Temperaturmessungen?
Auf dem Bild erkenne ich eine Betondecke und wenn diese auf dem alten Wänden aufliegt gibt es auch keine aufsteigende Feuchte jedoch eine "gute Wärmeleitfähigkeit" was zu Tauwasser führen kann und somit darüber auch zur feuchten Wand.



Aufsteigende Feuchtigkeit



Nachdem sich jetzt mehrere "Fachleute" das Problem angeschaut haben, kann man sagen, dass die meisten eine Vertikalabdichtung von aussen für sinnvoll halten.
Heute allerdings hatten wir einen weiteren Bausachverständigen vor Ort, der u.a. mehrere Messungen an den Innen- und Aussenwänden vorgenommen hatte.
Seiner Meinung nach würde in unserem Fall eine Vertikalabdichtung nicht viel bringen , da die Austrocknung bei einer Mauerestärke von ca. 60 cm bis zu 10 Jahre dauern würde und somit unser Problem Feuchtigkeit in der EG-Wohnung nicht beheben würde.
Auch die von ihm gemessene neu verputzte Fassade ergibt, dass hier die Wände von aussen nicht feucht sind, sondern nur von innen.
Diese sind allerdings flächendeckend nass bis hin ins 1.OG. Seiner Meinung nach sind angeblich im Mauerwerk Salzausblühungen für diese Kapillarwirkung verantwortlich.
Nun empfiehlt er uns eine Horizontalabdichtung mit Paraffin von der Rauminnenseite. Die Wände OBERHALB des Fußbodens im Schlafzimmer werden gebohrt und mit Heizstäben über 100°C erhitzt, um anschliessend das Paraffin zu injizieren.

Zusätzlich werden die betroffenen Wände vom alten Mauerputz befreit und 20 cm über die feuchten Stellen hinaus mit Sanierputz neu verputzt.

Was haltet ihr von dieser Art Heiss-Sperre mit Paraffin? und Sanierputz?

Nach soviel Meinungen müssen wir jetzt eine Entscheidung treffen, die jedoch effektiv sein soll.

Wir würden uns über zahlreiche Meinungen und Antworten freuen.

Vielen Dank und viele Grüße, Mal.



Obwohl nichts ausreichend gemessen wurde, wollen Sie eine Sperre einbauen?



Was ist, wenn alles nur Tauwasser ist?



Kondensat



Ich dachte, Kondensat setzt sich in den Ecken des Raumes ab. Hier ist die Feuchtigkeit vom Fussboden aufsteigend nach oben bis unter die Decke bzw. flächendeckend über die gesamte Wand. Die Messungen ergaben auch eindeutig , dass die Wand mehrere cm tief naß ist.
Angeblich sitzen hier Salze in der Wand. Deswegen flächendeckend naß bis 1.OG.

Wie können salzbefallene Wände saniert werden?


Viele Grüße, Mal.



Tauwasser entsteht immer dann, wenn feuchte und warme Luft auf eine kalte Fläche kommt....



....und nicht nur in den Ecken.
Bitte lesen Sie den Beitrag oben 115345 nochmals genau durch.
Dann wissen Sie auch was zu tun ist.
Natürlich müssen Sie auch richtig heizen, d.h. auch an der richtigen Stelle im Erdgeschoss eine Erwärmung der Boden-Wandanschlüsse. Dies kann auch mit dem Vorlauf aus der Heizungsleitung erreicht werden.
Siehe dazu auch auf meiner Homepage bei Schriften "richtig heizen und lüften.



Hier einige Bilder der Problemwände!



Nachdem wir die Problemwände mit dem Schraubenzieherkopf abgeklopft haben, konnten wir keine hohle Stellen feststellen. Der Putz war fest an der Wand.
Kann jetzt davon ausgegangen werden, dass sich keine Salze hinter dem Putz befinden? oder sollte man doch Proben vom Putz und der Mauer zum Labor schicken?

Wir haben einige Bilder von dem Außengelände sowie ein Grundriss , in dem die Position der Heizkörper (die meist unter der Fensterbank in der Fensterlaibung sind) reingestellt.




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