Welches Holz für Dielenböden?

10.02.2005



Hallo allerseits,

nach über einem Jahr Abriss sind wir nun beim Wiederaufbau. Und so langsam dürfen wir uns sogar Gedanken über solche "nebensächlichen" Dinge wie die neuen Fussböden machen. :-)

Wir möchten gerne ganz "klassische" Dielenböden. Diese sollen solide aber gleichzeitig natürlich so preisgünstig wie möglich sein.

Wir legen keinen Wert auf noble Optik. Es darf ruhig nach Bauernhaus aussehen.

Unser Schreiner schlägt nun Pitchpine-Fertigdielen (versiegelt) vor. Wir selbst hatten an Lärche-Dielen gedacht, die wir selbst endbehandeln.

Wer kann Erfahrungen / fachmännische und -frauliche Ratschläge zu unserer Entscheidungsfindung beitragen? Welches Holz sollten wir nehmen?
Gibt es besonders günstige Verlegevarianten?

In freudiger Erwartung der Antworten grüße ich herzlich

Isabel



holzboden



Hallo
Also
Fichte ist wohl am billigsten, am weichsten, am empfindlichsten
Pichpine ist edel, sehr haltbar, massiv sollte es sein
Lärche ist als Boden nicht unbedingt zu empfehlen, da er gerne "harzt"
Kiefer ist da schon besser
Eiche am härtesten und am langlebigsten!
Aber das ist eine Preisfrage
Ich würde auf keine Fall versiegeln, sondern Ölen (evtl noch wachsen??)

raumlang ist gut und einfach zu Verlegen - mit dem Schreiner reden: trockenes Holz; raumlang; angefräste Nut und Feder; die Bretter können unterschiedlich breit sein ... evtl eine günstige Lösung ...

Das ist im Moment alles

FK



Holzart für Fußboden



Hallo, wie wäre es mit Weißtanne? Schauen Sie doch mal unter www.echtle-holz.de Die Oberfläche würde ich auch ölen oder wachsen.

MfG Michael Kraus



@



Hallo Isabel Mueskens,
Wenn Ihr Haus ruhig nach Bauernhaus aussehen darf, dann würde ich als erstes das Haus befragen, was es für einen Dielenboden haben will! Vielleicht kann es sich noch erinnern, wie es in seinen besten Jahren einmal ausgestattet war? Falls es Erinnerungslücken gibt, können vielleicht benachbarte oder ähnliche Häuser helfen.
Dies ist nicht ironisch gemeint, sondern für uns Sanierungspraxis. Ein stimmiges Gesamtbild ergibt sich, wenn man die zum Haus stimmigen Materialien und Gestaltungen wählt. Moderne Zutaten sind in den meisten Fällen zulässig, sollten jedoch irgendwie begründbar sein.
Bei uns in Quedlinburg beispielsweise wären Eichendielen in Wohnhäusern fehl am Platz, weil absolut untypisch. Die Aussage von Florian Kurz, daß Fichte weich und empfindlich ist, stimmt. Aber für wieviel Enkelgenerationen planen Sie Ihr Haus? Bei uns im Wohnzimmer sind die Fichtendielen zugegebenen ein wenig abgelaufen, aber bauzeitlich von 1740 erhalten. Natürlich unversiegelt.
Rudolph Koehler



Danke



Liebe Ratgeber,

vielen Dank für die Anregungen.

Bestärkt bin ich jetzt darin, dass wir die Dielen mit Hartwachsöl selbst behandeln werden.

Und zum Holzthema:

Das Haus meint, es würde begrüßen, wenn zum ersten Mal seit 80 Jahren bei Neuerungen nicht gepfuscht würde.

Aber nun im Ernst: Eiche hat in unserer Gegend eine gewisse Tradition. Mal sehen, ob wir eine günstige 3. Sortierung erwischen. Und ansonsten scheinen ja auch viele andere Holzsorten ihren Reiz zu haben.

Herzliche Grüße

Isabel