Denkmalschutz in einem Schulgebäude

22.12.2002



Hallo, meine Frage bezieht sich zwar nicht auf ein Fachwerkhaus, aber auf Denkmalschutz. Mein Mann ist Schulhausmeister, uns wurde jetzt eine Schule angeboten, die unter Denkmalschutz steht. Somit auch die darin liegende Wohnung. Bei der Begehung wegen Sanierung der Wohnung wollte uns das zuständige Referat sämtliche Sanierungswünsche zerschlagen mit dem Hinweis: Geht nicht wegen Denkmalschutz. Es ging um die Fenster, die absolut schwergängig sind. Sie dürfen ja von uns aus wieder die selben Holzsprossenfenster einbauen, der Kommentar war: Darf nur im Zuge einer Gesamtfassadenrenovierung geschehen. Die Fenster sind absolut undicht. Bei der Nachfrage bei einer Architektin kam heraus, das die Fenster jederzeit gegen genau dieselben ausgetauscht werden dürfen. Desweiteren wollten wir bei einer Innenwohnungstüre den Türstock entfernen und die Mauer schließen lassen. Inwieweit kann sich der Denkmalschutz auch auf Türstöcke beziehen? An wen kann man sich diesbezüglich wenden? Es ist klar auf der Hand, daß die Stadt hier sparen will, aber ich denke, man muß doch die Kirche im Dorf lassen.



Ihre Gedanken zu Ihren Sorgen mit dem alten Schulgebäude ---



Sehr geehrte Frau Söllner , - falls Sie es wünschen, nehmen Sie bitte zunächst einen persönlichen Kontakt mit uns auf.
Die Probleme, die Sie in Ihrem Beitrag auf Fachwerk.de geschildert haben sind uns und auch anderen Mitgliedern dieser Plattform bestens bekannt.
Rufen Sie uns bitte kurz an, um ein paar Fragen zu klären, die zunächst nicht öffentlich diskutiert werden sollten,da auch zwischen Handwerksbetrieben , die sich mit Leib und Seele
dem Denkmalschutz verschrieben haben und den Behörden andererseits viele Kriegsbeile in der
Gegend herumliegen,die man eigentlich langsam entschärfen müsste.
Unsere Adresse mit allen Daten finden Sie unter www.tischlerei-milling.de
- frohe Weihnachten und einen guten Start ins`
neue Jahr - wünscht Andreas Milling



Veränderungswünsche benennen



Der Denkmalschutz kann sich unter Umständen sogar auf einen Türstock beziehen... Schreiben Sie alle Veränderungswünsche nieder, fragen Sie bei der Denkmalbehörde an, für welche Veränderungen Genehmigung und Zeichnung erforderlich sind und beauftragen Sie dann gegebenenfalls einen Architekten Ihres Vertrauens mit der Detailierung der Veränderungen. Diese Detailierung kann durch eine Zeichnung (Fensteransicht) oder eine verbale Beschreibung (Fussbodenaufbau aus...) geschehen. Lassen Sie es einen Fachmann machen, der die Verbindung zu verschiedenen Gewerken sicherstellt. Denken Sie daran, dass Denkmalschutz als Kulturerhalt dient und unsere Herkunft dokumentieren soll und machen Sie beim Denkmalamt klar, dass Häuser immer dem Nutzen Ihrer Bewohner angepaßt wurden und nur ein nutzbares Haus ein gutes Denkmal ist (im Bezug auf ein Wohnhaus)! Guten Rutsch



keine angst vor´m denkmalschutz



hallo frau söllner, ich kann mich der aussage von hr. garkisch nur anschließen; /// wie schon gesagt, reden sie mit den leuten vom zuständigen sachbearbeiter von der unteren bauaufsichtsbehörde bzw. landesamt f. denkmalpflege; /// sprechen sie ganz einfach mit den leuten, erläutern sie ihre vorstellungen und wünsche und wir denken dass es bestimmt auch zu einem positiven ergebnis für sie führen wird; /// sinnvoller ist es natürlich, wenn sie einen kollegen ihres vertrauens (referenzen) mit einschalten, der ihre vorstellungen noch für die besprechung aufbereiten kann; /// sicherlich besteht auch noch die möglichkeit, dass der derzeitigen besitzer des gebäudes keine sanierungen, etc. durchführen möchte; hier könnte ihnen evtl. auch der kollege bei der argumentation helfen, denn eine sanierung stellt ja in den meisten fällen auch einen substanz-, also auch werterhalt dar; /// hoffe ihnen etwas weitergeholfen zu haben, sollten noch fragen sein, rufen sie einfach mal an; /// weihnachtliche grüsse aus würzburg