Deckenbalkenauflager, Bitumen?

24.07.2013 De Meinweg



Hallo,

in den nächsten Tagen stehen bei mir die neuen Deckenbalken an.

Angedacht hatte ich nur ein Einwickeln mit Hanfstreifen von Hock, evtl. noch ein Extrastreifen zur Auflagelastverteilung.
Traditionell wird ja zur Abdichtung ein Stück Bitumen o.ä. untergelegt, ich habe aber auch schon gehört, bzw. gelesen, dass das eigentlich sinnlos ist, da auf dieser Höhe wohl kaum mit aufsteigender Feuchte zu rechnen sei und statt dessen gefahr von Kondensat besteht, dass dann nicht mehr gut abtrocknen kann. Kann mir jemand erklären, welchen Sinn die Bitumenunterlage sonst noch hat?

Der Balkenabschluss in der Wand sollte ja grundsätzlich gedämmt werden, spricht da etwas gegen Holzweichfaserplatten? Gibt es außer XPS oder Mineralwolle noch Alternativen? Es ist keine Außenwand, sondern grenzt in Reihenhausmanier an ein anderes bewohntes und beheiztes Haus.

Vielen Dank für Eure Antworten
Grüße
Christian



Ich hatte mal



einen Bauherren, von Beruf Restaurator, der hat das mit bituminierten Weichfaserplatten gemacht. Auch unter den Balken. Die haben sich zwar zusammengedrückt, aber meinte, das wäre egal. Er wollte ein Material haben, das nicht zu dicht ist.
Vorläufer der Dachpappe war Birkenrinde. Die ist fast unverrottbar. Ich las darüber in einem Buch: Historischer Holzschutz. Bestätigung in der Praxis: In Stralsund beim Reparieren von Balkenköpfen an einem alten Speicherhaus (vermutlich Barock.) In Nordvorpommern in einem Gutshaus auf dem Land.
Gemäß der Aussage eines Holzschutzgutachters hat Birkenrinde den Vorteil, dass sie sich nicht ganz anschmiegt an den Balkenkopf und dieser somit noch von Luft umgeben ist.
Ralph Schneidewind





Werde mir die Sache mit der Birkenrinde mal merken, gute Idee.
Unter den Balken gehört ein Elastomer-Lager, alles andere ist finsterer Traditionalismus.
Man kann das E-Lager auch durch bituminierte WF ersetzen, oder durch Birkenrinde (?). Jedenfalls gilt es, Kantenpressungen zu vermeiden.

Grüße



Deckenbalken einbauen ..



..da galt mal die Regel "3seitig frei",also rechts und links kein Mörtel und dahinter (Stirnseite) auch nicht , alles gegen
feucht und co.
Drunter minimum immmer eine Filzpappe gegen Pressung und zum Ausgleich bei Schwund , geht heute natürlich auch Elastomer oder Weichfaser (druckfest?) .
Bedenke anschließen von evtl. vorgesehenen Dampfbremsen oder
"weiche" Anschlüße bei Schallschutzanforderungen .
Gut Holz
Jürgen Kube
FensterEcke Brüggemannn + Kube ZiMMEREi
www.fensterecke.de



Deckenbalken auf was aufliegen lassen



Wir haben die Balkenköpfe mit ca 10mm starkem Jutefilz umlegt und damit gute Erfahrungen gemacht.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de