Holzbalkendecke Anschluss Übergang zur Hauswand

13.02.2013



Hallo,

Mein Haus hat eine Holzbalkendecke. Zwischen den Deckenbalken ist ein Fehlboden, der auf Dachlatten aufliegt. Obendrauf ist / war Schlacke.

Ich plane folgendes Vorgehen:

Schlacke raus

Fehlboden raus

die (guten) Dachlatten mit Schrauben 5x80mm abschrauben

unterhalb der Dachlatten möchte ich Celullosedämmung schütten (z.B. sowas wie Isoflock um etwas für den Luftschall zu tun.

Auf die Latten möchte ich 20mm OSB Platten einlegen und einen Rieselschutz anbringen.

Danach eine Schüttung (mir wurde Jasmin Schüttung empfohlen) rein.

In die Schüttung kommen Kanthölzer und darauf dann "schwimmend" Eichendielen verschraubt.


Meine Frage:

Dort wo die Deckenbalken auf der Außenwand aufliegen, ist ja in jedem Feld (zwischen den Deckenbalken) ein Bereich, wo die Schüttung an der Außenwand anliegt. Muss dort irgendwo eine Dampfbremse angebracht werden ?

Ich zerbreche mir da grad echt den Kopf. Vielleicht kann mir ja jemand helfen.



Ps: Mein Dach ist Aufdachgedämmt worden und die Dampfbremse am Mauerwerk angeklebt.


Grüße,

andreas





Hier hab ich das grad mal auf die Schnelle dargestellt....

Grüße,

andreas



Geschossdecke



Warum wollen Sie die Decke umbauen?
Diese Maßnahmen werden den Gebrauchswert drastisch verschlechtern, es sollte schon einen triftigen Grund dafür geben. Der interessiert mich.

Viele Grüße





Die Geschossdecke ist momentan noch im Bauzustand ! Also mit Schlacke und einem alten "Fehlboden" aus Brettern...

Ich bin gerade am Neuaufbau.

Ich bin mir nur nicht sicher, was Bauphysikalisch am Übergang Schüttung / Hauswand passiert.

Ist das so OK ?

andreas



Holzbalkendecke



Wenn sie die Decke nicht anfassen: nichts, so wie in den letzten Jahrzehnten auch nichts passiert ist.
Wenn die Decke noch im Originalzustand ist, die Balkenköpfe noch in Ordnung, die Dielung noch tragfähig ist, die Fläche eben gibt es für Sie keinen Grund, ein bewährtes, ausgereiftes System wie eine Einschubdecke zu ändern. Eine besondere Wärmedämmung brauchen Sie nicht wenn die Decke innerhalb der Gebäudehülle liegt. Last aus der Decke zu nehmen führt zu verstärkten Schwingungen und erhöhter Schallübertragung. Der Putzträger auf der Deckenunterseite wird nicht belastet, egal mit welchen Schüttungen. Der Raum bleibt als Montageebene frei. Was denken Sie was passiert wenn Sie oder einer Ihrer Nachfolger den Deckenputz erneuern will? Wenn Sie mehr Masse oder eine gerade Ebene oder erhöhten Schallschutz oder einen anderen Fußboden haben wollen geht das ohne gleich die Decke zu skelettieren.
Die Einschübe sollten nicht mit Verkehrslasten beaufschlagt werden.

Viele Grüße





Wir wollen das Dachgeschoss zum Wohnraum umbauen. Deshalb ist ein neuer Bodenaufbau nötig.

Wenn ich die Schlacke rausnehme und stattdessen die Schüttung rein ist das doch keine zusätzliche Belastung.

Wie sieht es denn mit dem Anschluss zur Hauswand aus ?



Fußbodenaufbau



Die Dämmung ist bereits am Dach erfolgt, Sie brauchen keine zusätzliche Wärmedämmung in der Decke. Zusätzliche Schalldämmung und Brandschutz wäre nur erforderlich, wenn die Decke zwischen zwei unterschiedlichen Nutzungseinheiten (Wohnungen liegt). Liegt sie das?
Es geht nicht darum Gewicht in der Decke einzusparen sondern KEIN Gewicht herauszunaehmen, besser noch was hineinzupacken. Wenn die Tragfähigkeit zu gering ist muß man die Tragfähigkeit durch die Erhöhung des Widerstandsmomentes verbessern und nicht die Eigenmasse verringern. Ist die Decke ausreichend bemessen oder nicht?
Also. Nur wenn die Decke nicht ausreichend tragfähig ist oder die Trennung zwischen zwei Nutzungseinheiten darstellt erfordert das so einen rigorosen Rückbau wie geplant. Selbst Reparaturen einzelner Balkenköpfe kann man ohne ausführen.
Wenn Sie uns Ihre Vorstellungen über die Art der Raumnutzung, Ihre Wünsche hinsichtlich Fußbodenbelag und die zur Verfügung stehenden Aufbauhöhen mitteilen erhalten Sie auch Vorschläge für den neuen Fußbodenaufbau.

Viele Grüße



Raumnutzung



Wenn Sie uns Ihre Vorstellungen über die Art der Raumnutzung, Ihre Wünsche hinsichtlich Fußbodenbelag und die zur Verfügung stehenden Aufbauhöhen mitteilen erhalten Sie auch Vorschläge für den neuen Fußbodenaufbau.

--------> Das Dachgeschoss soll Ein Badezimmer, 1 Schlafzimmer sowie 2 Kinderzimmer beherbergen.

Als Bodenbelag hätten wir gerne Eichenholzdielenverlegt.

Meine vorgeschlagene Schüttung sollte dem Trittschall entgegenwirken, die vorgeschlagene Celulloseschicht dem Luftschall.

Mich interessiert aber insbesondere auch der Übergang zur Außenwand (muss man da was beachten ?? ?

Danke schonmal,

andreas



Fußbodenaufbau



Es fehlt noch eine wichtige Information.
Die zur Verfügung stehende Aufbauhöhe. Da ich die nicht kenne versuche ich es mit minimaler Aufbauhöhe:
1. Badfußboden
Variante 1 Dielung in Ordnung, eben
- Abdichtung/Eindichtung,
- ca. 20 mm Entkopplungsmatte,
- Fliesenbelag.
Oder
- ca. 10 mm Fescoplatten,
- Wellpappe als Trennlage,
- Gussasphaltestrich 25-30 mm,
- Eindichtungen,
- Fliesenbelag.

Variante 2 Dielung defekt
Abbruch Dielung
- Lewis Schwalbenschwanzplatten,
- Anhydritestrich, zusammen ca. 40 mm,
- Abdichtung,
- Fliesen.
oder
- 2 Lagen OSB 3 15 mm,
- mit versetzten Stößen,
- vollflächig verklebt,
- auf die Balken durchgeschraubt,
- Abdichtung/Eindichtung,
- Entkopplungsmatte,
- Fliesen.

2. der Rest:
Variante 1:
alte Dielung raus, neue Dielung rein.
Variante 2:
- Alte Dielung raus,
- Balkenlage durch Beilaschen von Bohlen höhenmäßig ausnivellieren,
- Dielung verlegen,
Variante 3:
- auf die alte Dielung 50 mm Weichholzfaserdämmplatten mit eingearbeiteter Traglattung,
- Dielung verlegen.
Warum reiten Sie immer auf den Wandanschluß herum, der hat doch immerhin Jahrzehnte funktioniert- oder etwa nicht? Solche Detailausbildungen sind im Zuge einer Innendämmung zu betrachten.
Ihren Schallschutzbemühungen können Sie vergessen. Sie befinden sich innerhalb einer Wohnung, da ist das nicht so wichtig. Außerdem ist Schallschutz ein sehr komplexes Gebiet, mit ein bisschen Dämmung in der Decke kommen Sie nicht weit. Ihre "Erleichterung" würde zum Beispiel zu einem erhöhten Luftschalldurchgang im unteren Frequenzbereich führen. So etwas ist nichts für Laien!

Viele Grüße





Danke für die Kritik und die konstruktiven Vorschläge, ich muss mir auf alle Fälle noch Gedanken wegen des Bodenaufbaus (Höhe) machen. Raumhöhe habe ich aber mehr als genug.

Auf dem Thema wegen des "Wandanschlusses" reite ich deshalb herum, weil ich es einfach verstehen möchte was an diesen Stellen passieren kann !?

Mit "Stellen" meine ich wie man auf meiner Skizze sieht, die 50cm x 17cm großen Felder.

Seither war ja Schlacke drin, die ja auch Dämmende Eigenschaften hat, und es war alles in Ordnung.

Wenn man dort jetzt eine Dämmende Schüttung einringt (zwischen den Deckenbalgen) und das Dachgeschoss beheizt könnte es doch am Mauerwerk kondensieren ?

Ist das bei solch kleinen Flächen und einer Hauswand aus Hohlblocksteinen Kritisch einzustufen ?

mit freundlichen Grüßen,

andreas



Frage an Herrn Böttcher,



zu " 2. der Rest:
Variante 1:
alte Dielung raus, neue Dielung rein."
Würde anstatt Dielung auch hier 2 Lagen OSB 15 mm, wie beschrieben verlegt, gehen?