Aufsparrendämmung: Welches Material

19.08.2010



Guten Morgen Kolleginnen und Kollegen des Fachwerks....

ich habe einen kleinen Anbau an mein bestehendes Haus errichtet. Dieser Anbau erhält ein Pultdach. Der Zwischenraum zwischen den beiden Gebäuden (ca. 1m breit und 4 m tief) wird mit Glas überdacht. Der Anbau selbst erhält ein Pultdach von 8 qm.

Jetzt quäle ich mich seit Tagen mit der Dämmung herum. Welche ist die Bessere. Mir schwebt eigentlich eine Holzweichfaserdämmplatte im Kopf herum. Allerdings ist diese HWFP nur mit einem U-Wert von 0,045 ausgestattet, hat aber eine besseren Hitzeschutz.
Alternativ würde ich mich auch für eine PUR-Platte (U-Wert 0,024) entscheiden, da sie einen sehr guten Kälteschutz hat, dafür aber keinen guten Wärme- und Schallsuchtz hat.
Was mir wichtig ist, ist beides, guter Wärmeschutz im Sommer, guter Kälteschutz im Winter und guter Schallschutz.
GEBT MIR BITTE EINEN RAT!!!!

Geht denn eigentlich auch beides? Holzweichfaserplatte 8cm,
zwischen die Konterlattung 2-4 cm PUR Platte und dann die Traglatten für due Biberschwänze?

Besten Dank für die Antwort und frohes Schaffen am Samstag...

Markus



Aufsparendämmung



Das schreit geradezu nach einer Werkplanung.
Dämmung, Eindeckung, Übergang Ziegel- Glas, Übergang Glas- Hauswand, Bewegungsfugen, Anschlüsse.
An so was traue selbst ich mich nicht ran.
Suchen Sie sich einen Architekten, der mit so was Erfahrung hat.

Viele Grüße



Moin Markus,



die Konterlattung sorgt für die Hinterlüftung der Ziegel und verhindert zusammen mit der Firstentlüftung einen Hitzestau im Sommer, also besser nicht zubappen.

PUR ist dampfdicht, auftretende Feuchte darunter bleibt also im Gebälk hängen = kürzere Lebenserwartung des Dachstuhls.

Rechne doch mal die Heizkostenersparnis über 20 Jahre und guck, ob sich dat lohnt.

Gruss, Boris



Aufsparrendämmung:Welches Material



Hallo Herr Bötcher,
hallo Boris,

Danke für die beiden Antworten.

@Herr Bötcher: das ist ein anderes Thema, da mache ich mir etwas später Gedanken. Trotzdem Danke, ich bin jetzt dafür sensibler geworden, und werde an die Dichtigkeit denken.

@Boris:
Das war mir hilfreich, ich wusste nicht wofür dieser Zwischenraum gedacht ist.
Wie rechne kann ich die Heizkostenersparnis ausrechnen?

Das mit dem Glasdach habe ich nur erwähnt, weil druch Glas die Sonne scheint und somit bestimmt ganz schön Wärme in den Aussenflur kommt. Auf der anderen Seite will ich aber das Dach gut gegen Hitze im Sommer dämmen. Hier kämpft Engelchen gegen Teufelchen....

Gruß
Markus



Anbau



Machen Sie sich JETZT Gedanken.
Und zwar wer für Sie als Planer arbeiten soll.
Verzetteln Sie sich nicht in irgendwelchen Details.
Bilden Sie sich nicht ein, Sie können so was als Laie selber in die Hand nehmen, ohne reihenweise Mängel zu produzieren.
Wenn der Planer mal so was macht, gibt es einen Riesenunterschied: Er steht dafür mit seinem Geld bzw. seiner Versicherung gerade.
Nicht mit Ihrem Geld.

Viele Grüße



Aufsparrendämmung: Welches Material



Wenn die Glasflächen nicht schattiert sind, kann man
den Unterschied bei der Aufsparrendämmung vermutlich
völlig ignorieren. Ich hab die Tage ein PDF vom
Passivhausinstitut gelesen (Altbausanierung mit
Passivhauselementen). Da hieß es, daß die Speicherkapazität
nicht relevant wäre, wenn die Dämmwerte entsprechend
gut sind. Wenn die Wärmespitze entsprechend klein ist,
braucht man sie auch nicht zeitlich verteilen und
verschieben. Beim Schallschutz kommt es sicherlich
auch auf die Details der Glasfläche an. Meine Meinung als Laie: Unabhängigen Profi fragen, auch oder gerade wenn (Teile) selber gemacht werden sollen.



Aufsparrendämmung: Welches Material



Hallo zusammen,

bevor hier ein Irrtum entsteht:

Weder die Dachdämmung noch die Glasfläche zwischen beiden Gebäuden will ich selbst machen. Für die Dämmung habe ich einen Dachdecker, für die Glasfläche kommt der Architekt.

Mir geht es hier erst mal um die Frage: Welches Matarial wäre das bessere gegen Hitze, Kälte, Schall.

Ich verstehe zwar dass Glasdach und Dämmung des Pultdaches irgendwie zusammen durchdacht werden muss, da es um ein Gebäude geht, jedoch wollte ich doch nur wissen was die Meinung der Fachleute ist.

Gruß
Markus



Allen Unken zum Trotz



sind die PUR Platten die mit dem besseren Werten.
Wenn es ordentlich gemacht wird funktioniert das auch.
Alles hat seine Vor und Nachteile.
Den Schallschutz bekommst Du nur mit einer Schalung unter den PUR Platten hin.
Wichtig ist eigentlich ob der Kollege das schon mal gemacht hat.Lass Dir Referenzen nennen und schau sie diese an.
Sprich mit den Kunden.Eine Taupunktberechnung bei Aufsparrensystemen, ist auch nicht verkehrt.