Innendämmung bei Kondensfeuchte.

03.08.2009



Hallo an alle,
ich bin Eigentümer eines Hauses Baujahr 1931 welches an einem relativ steilen Hang steht. Das Haus ist halbseitig unterkellert Sandstein mit 60 cm Wandstärke.
Das Niveau des Fußbodens im ersten Stock (40 cm Wandstäke) befindet sich auf der Hangseite (nicht unterkellert) noch ca. 1,50m unter der Erdoberfläche.
Beide Räume auf der Hangseite (ehemalige Küche und Bad) sind gekachelt. Die Wände sind nicht gedämmt und relativ kalt.
In den Sommermonaten habe ich bei schwüler Witterung auf den Kacheln, welche sich unter dem Niveau der Erdoberfläche befinden Probleme mit Kondenswasser,
welches sich auf den kalten Kacheln niederschlägt. Die Kacheln verhindern, dass die Kondens- Feuchte in die Wand einzieht, lassen sich leicht reinigen und korrekte Belüftung sorgt auch für Abhilfe. Der Raum ist ansonsten absolut trocken, keinerlei Schimmel / Geruch und keine Feuchte von aussen.
Jetzt plane ich ggf. in der ehemaligen Küche ein Kinderzimmer einzurichten und suche nach sinnvollen Lösungen die kalte Wand zu dämmen.
Ein Dämmung von aussen scheidet aufgrund der Hanglage leider definitiv aus und ein Kinderzimmer mit kalten, gekachelten Wänden ist nicht das Ziel.
Es ist mir natürlich absolut wichtig ein gesundes Raumklima ohne Schimmelfalle aber auch ohne Schadstoffe zu schaffen.
Der Platz für den Aufbau auf der Innenseite ist begrenzt und sollte 5-10 cm nicht überschreiten.
Mir ist völlig klar, dass eine solche Innendämmung mit Risiken verbunden ist, aber gibt es in diesem Fall Alternativen?
Wäre eine mögliche Lösung eine Dämmung möglichst ohne Zwischenraum auf die Kacheln aufzukleben, die Oberfläche entsprechend zu armieren und den gedämmtem Bereich mittels Latex/Kunstsoff-Farbe luftdicht zu versiegeln?
(ich gehe von einer fachmännischen Ausführung aus)

MfG
Michael



Die Dämmung......



gehört hier ganz klar nach außen.
Deine geschilderte Idee lass mal besser bleiben. Wahrscheinlich wirst du nach dem entfernen der Fliesen bemerken das die Wand dahinter völlig Nass ist und du sowieso aufgraben mußt um Abzudichten(gleich noch ne Drainage mit verlegen!! und natürlich die Perimeterdämmung). Aufgrund dieser Nässe kann sich die Wand kaum noch erwärmt und in dessen Folge kommt es zu so extremen Kondensatausfall wie geschildert.

So zumindest meine Blinde Vermutung.
Gruß Jens



zunächst sollten die Kacheln entfernt werden.



Ob die Wand trocken oder feucht ist zeigt Sie dann sehr schnell. Ist die Wand trocken würde ich keine Innendämmung anbringen, sondern auf ein Heizsytem mit sehr hohem Strahlungsanteilen umrüsten.
Ist die Wand feucht, sollten Sie nach dem von Herrn Schröters beschriebenen Maßnahmenkatalog vorgehen.