Dämmung die millionste! Außen Eternit auf Styropor und innen was?




Hallo, hab zwar einiges erfahren können, nachdem ich eine stunde lang das forum durchkemmt habe,aber doch nicht gefunden was ich wissen möchte.
Das spezielle problem ist, dass das haus, dessen Dachboden ich ausbauen möchte, von außen "gedämmt" ist, allerdings mit 50 mm Styropor unter Eternit, wie bereits erwähnt. - Die wirkung ist denkbar unbedeutend. -da es nicht mein haus ist, kann ich nicht einfach eine neue Außendämmung auftragen, da mir dazu auch das geld fehlt. ich möchte jetz also Innen eine Dämmung anbringen. Meine frage, wie,bzw. was ist hier sinnvollerweise zu tun.

zum wandaufbau:
es ist ein altes Bauernhaus (schätze 30er)
die gibelwand um die es geht ist 25 cm Ziegelwand,
obendrauf(nach außen) Styropor(40mm) und dann Eternit.
wenn ich jetzt beispielsweise Ständerwand mit rockwool und Rigips mache, wie dick darf die dämmung sein,wegen tauwasser, oder wäre es besser nur rigipsmit ansetzbinder. ich habe keine ahnung,deshalb freue ich mich über alle ideen.
danke gruß sid



Sorry Älbler...



...(bin selber einer). Leider muß ich sagen, daß eine Stunde Forum für so ein Thema zu wenig Forschung ist. Wahrscheinlich hat deshalb noch keiner geantwortet und ich tue es mal aus dem Grund, weil ich auch Schwabe bin (a bissle Regionalschdolz ond Midgefühl).
Innendämmung ist immer die schlechtere Lösung und zu der Nummer mit Rockwool und Rigips sage ich mal lieber nix. Wenn du noch etwas Zeit investierst (Forumsuche), wirst du schon wissen warum und nein, ich bin kein Dämmketzer, sonst hätte ich meinem Haus keinen solchen warmen Pullover verpaßt.
Generell hast du bei einer Innendämmung das Problem, daß du die Außenwand kühler machst als ohne. So, zunächst mal kein Problem, wenn da nicht solche Kleinigkeiten wie Decken (bei dir sicher Balkendecken) und Fensterlaibungen wären. Wenn du die Wände nun nicht mehr durchglühst, sondern partiell (und Innendämmung ist immer partiell) dämmst, kann es da zu Tauwasserausfällen an den Übergängen (gedämmt/ungedämmt) kommen. Im Falle einer Innendämmung ohne Dampfbremse auch in der Dämmung.
Nun gibt es moderate Innendämmungen (moderater wie die Rockwoolnummer), die die Übergänge nicht ganz so "hart" gestalten. Die erfordern aber schon etwas mehr als nur ein paar Dachlatten an die Wand und Rigips drauf, da ist man bei richtig Verputzen. Bei Fachwerk empfehle ich nur Holzfaserplatten und Lehmputz, beim Massivbau (so scheint es nach deiner Beschreibung) bieten sich auch mineralische Dämmplatten an. Jetzt wäre nur die Frage, ob du solch einen Eingriff machen willst, wenn die Hütte nicht dir gehört.
Ich weiß, als Laie (und als solcher bezeichnest du dich ja) klingt Mineralwolle und Rigips verlockend (für 100 Euronen eine Billigstichsäge, ein Billigakkuschrauber, ein Teppichmesser und zwei Böcke gekauft und "Praktiker, zwanzig Prozent auf alles"-mäßig losgelegt), aber davon ist abzuraten.
Und sorry, aber ein paar Rigips mit Ansetzbinder (davon halte ich auch nicht allzu viel) bringen keine Dämmung. Es sei denn, du nimmst Rigitherm, und dazu sage ich schon wieder besser nix.

Gruß Patrick.

P.S.: Dämmung generell: entweder intensiv damit auseinandersetzen und, hier will ich Kollege Georgs Motto rezitieren: "immer vorher Gehirn einschalten", oder den Fachmann ausführen lassen. Man hat nicht nur warm von kalt zu trennen, es geht um mehr...



Um noch zu ergänzen!



Finger weg von fremden Eigentum, du haftest voll für Folgeschäden!!! Das zahlt keine Privathaftplicht.

Gruß Marko