Zwischensparrendämmung auf Altmaterial

25.12.2005



Ich möchte demnächst die alten Paneldecken in mehreren Zimmern entfernen und durch neue ersetzen. Bei dieser Gelegenheit möchte ich auch die dahinterliegende Dämmung verbessern, die bislang aus alukaschierter Mineralwolle besteht. Die Frage ist für mich : Kann ich diese Dämmung belassen und durch einbringen von ca. 12cm dicken ISOVER Mineralmatten ergänzen (soviel Platz ist noch vorhanden)oder muß ich die alte Dämmung entfernen ?

Die zweite Frage ist ähnlicher Art:
Der Galeriebereich zwischen den Zimmern ist in den Sparren nach der Dämmung mit Gipskartonverkleidet. Die Sparren ragen noch ca. 10 cm hervor. Kann ich auf den Gipskarton eine zusätzliche Dämmung aufbringen und dann komplett mit Rigips verkleiden oder muß ich komplett neu dämmen ?

Vielen Dank für Tips.



Dämmvarianten



Bei Ihren Deckenverkleidungen scheint es sich um abgehangene Deckenverkleidungen zu handeln. Derartige Lösungen haben wir schnellstens und effizient mit Kreuzlattung, Baupapieren bekleidet und nachher einfach mit lose eingeblasener Zellulose verblasen. Fugenlos, sorptionsfähig und auch ein etwas besserer Schallschutz.

Die Lösungsvorgabe im Galleriebereich würden wir komplett verwerfen und in einer ähnlich gelagerten Konstruktionsausbildung gestalten.

Grüße Jens



Zwischensparrendämmung



Vielen Dank für die Antwort.
Allerdings händelt es sich um Wandpanele, die in den Zimmern in einem Satteldach direkt auf die Sparren befestigt wurde, so dass man in der Dachschräge an sich nur mit Klemmfilz arbeiten kann. Bislang ist auch hinter der Panele keine Wind-/Dampfsperre angebracht.
Die Frage ist nur - Wenn ich zusätzlich auf die vorhandene Mineralwolle mit Alukaschierung eine Schicht Klemmfilz aufbringe und anschliessend eine Windsperre und darüber dann eine neue Panele, bekomme ich dann Schwierigkeiten mit
Kondensation o.ä. ?





Bei den alukaschierten Mineralfaserdämmmatten soll eigentlich die Alufolie die Dampfsperre darstellen. Aufgrund der Einbauart (vermutlich lose verlegung, nicht verklebt) aber ziemlich wirkungslos.
Grundsätzlich wird die Winddichtigkeit von aussen erreicht um ein Durchströmen der Dämmung mit kalter Luft zu verhindern. Von innen ist die Ausbildung einer Luftdichten Ebene wichtig.
Eigentlich tendiere ich immer dazu alte Baumaterialien vollständig zu entfernen, da diese technisch veraltet und meist falsch bzw. fehlerhaft eingebaut sind. Wenn es sich aber um bewohnte Räume handelt, wird möglicherweise der Wohnraum durch den Rückbau der Mifa über die Maße mit Fasern belastet.
Insgesamt ist der Aufbau aber zu wenig genau beschrieben um weitere Vorschläge zu machen. Wie ist die Dacheindeckung, gibt es eine Unterspannbahn? Sparrenhöhe und (eigentliche/ursprüngliche) Dämmstärke der jetzt eingebauten Mifa.

Grüße
R.J.



Zwischensparrendämmung



Es handelt sich um eine Eindeckung mit normalen Dachziegeln (Frankfurter Pfanne o.ä.) und offensichtlich ist keine Unterspannbahn vorhanden. Die Sparrenhöhe ist 180 mm und die Mifa scheint zwischen 100 und 120 mm zu sein.