Dämmung Katen Bj. 1860 mit Porenbetonwand?

20.11.2017 Andreas



Hallo und guten Tag,

ich habe nun schon viel über Innendämmung in alten Fachwerkhäusern und dergleichen gelesen, dass es keine Jahrhundertlösung geben wird ist auch klar, dennoch möchte ich hier gerne eine Frage in die Runde werfen.

Folgendes, alte Scheune Bj, 1860 mit Wohntrakt soll von innen gedämmt werden. Zur zeit gibt es ein 25iger Ziegelmauerwerk und das ist alles.

Nun wollten wir die Wände von innen mit 80iger Weichholzplatten und darauf einen Lehmputz dämmen.

Jetzt kommt der freundliche von Neben an und sagt: " zieh doch einfach ne 11,5er Porenbetonwand mit 2 cm Luftschicht hoch und gut ist es."

Hat jemand Erfahrungswerte, macht das Sinn?

Viele Grüße



Innendämmung mit Gasbeton



Luftschichten sind nicht zu empfehlen, die diese die Kapillarität unterbrechen und sich Kondensat an der Außenwand sammeln kann.

Dieses sammelt sich uU am Fußpunkt, kann auf der Wand gefrieren,
die Feuchtigkeit der Innendämmung erhöhen etc.

Ziegel- und andere Wände müssen schlagregendicht sein bevor Innendämmung aufgebracht wird

Andreas Teich



Besten Dank



für die Antwort, das hatte ich ja noch gar nicht auf dem Zettel.

Gleich mal Google gefragt und die Lösung währe StormDry, hört sich gut an, gibt es mit dem Produkt Erfahrungen?

Grüße



Wanddämmung Ziegelwand



Zuerst überprüfen ob die Wand überhaupt schlagregenbelastet ist.
Ist die Wand außenseitig verputzt?
Wenn sie unverputzt ist müßte der Fugenmörtel untersucht werden.
Evt muß das Mauerwerk neu ausgefugt werden.

Außendämmung ist natürlich wesentlich unproblematischer und wärmebrückenfreier und von daher aus technischen Gründen einer Innendämmung vorzuziehen, sofern nicht gestalterische Gründe dagegen sprechen.
Hydrophobierungen sind kein Allheilmittel und funktionieren nicht auf altem, unsanierten Mauerwerk.

Andreas Teich