Innendämmung

22.10.2003



Hilfe, wer kann uns weiterhelfen?

Was ist passiert?
Wir haben vor zwei Jahren eine alte Stadtvilla gekauft, welche zweigeschossig ist. Das Obergeschoss hat nur eine Wandstärke von ca. 24 cm.
Da keine Aussendämmung möglich war (Denkmalschutz)
entschlossen wir uns, auch durch Rat eines Architekten und eines Fachberaters bestärkt, eine Innendämmung vorzunehmen.Der Aufbau wurde dann wie folgt erstellt: Gipsplatten / Dampfsperrfolie / 100 Dämmung Marke Isover / 3 cm Abstand zur Aussenwand. Dieser Zwischenraum führt dann bis in den Dachboden mit ein.
Wie immer im Leben bin ich dann mal auf diese Seite hier im Web gestoßen und musste lesen, welche Risiken und Gefahren solch eine Baumaßnahme
in sich birgt. Kurzentschlossen öffnete ich dann
unsere Vorsatzschale um mich zu beruhigen - hätte ich mal lieber nicht machen sollen. Die Dämmung war bei allen Probröffnungen trocken aber die Außenwand überall leicht feucht.
Was kann man machen? Den Hohlraum verfüllen, die Vorwand von innen öffnen und belüften?
Wer kann mir bei der Lösung weiterhelfen?
Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht, welche Maßnahmen hat man ergriffen?

Tim und Mona
Tel.: 0172 - 38 22 573



Innendämmung



Guten Tag, die Antwort haben Sie eigentlich schon selber gegeben: die Luftschicht ist Käse. Was soll bitte eine Dampfsperre, wenn dahinter doch wieder Luft ist. Wenn es geht also mein Reparaturvorschlag: Bituperl einschütten oder Blähton und gut durch stochern verdichten. Ansonsten gilt: Keine Angst vor der Innendämmung, die aber richtig !



ACHTUNG!!!



Die Konstruktion taugt nichts!
Sie haben hinter Ihrer Vorsatzdämmung massiv Kondensat;
Bevor Sie sich weitere Probleme einhandeln ziehen Sie einen kompetenten Bauphysiker zu Rate; der hilft Ihnen weiter. Das ganze muss berechnet werden, ob nach div. Zusatzdämmungen auch wirklich kein Kondenswasser anfällt.
Wichtig ist vorallem auch die gute Ausführung; nur wenige Firmen arbeiten auch wirklich so ordentlich, wie es eine Innendämmung verlangt; vorallem an der Ausführung der Dampfsperre/-bremse hängt die zukünftige Funktionstüchtigkeit der Innendämmung. Wichtig sind hier vorallem die Anschlüsse und Details (Fenster, Decken, etc.).

Gruß aus Salzburg



...ja, wirklich: ACHTUNG



nach der beschreibung funktioniert ja gerade diese dampfsperre nicht, und da ist es mit einer auffüllung nicht getan. also, einen wirklich kompetenten fachmann hinzuziehen. denn gerade eine nochmalige "dämmung" führt zu weiteren abkühlung der hier diffundierenden raumluft und kondensiert am kalten bauteil. dann eher eine funktionierende hinterlüftung. aber bitte vor ort gut beraten lassen.
schöne grüsse- chr. bernard