Dämmung Holzbalkendecke

29.05.2006



Ich möchte die Wärmedämmung zum Dachboden unseres Hauses (BJ1927) verbessern.

Stand aktuell:
Holzbalkendecke, von unten mit Profilholz verkleidet. In die Zwischenräume wurde vor ca 10 Jahren eine einseitig mit Alufolie kaschierte Glaswollmatte (ca 60mm) eingelegt. Vor die Dachziegel wurde eine Unterspannbahn verbaut.

Da der Wärmeverlust vom Wohnraum zum ungenutzten Dachboden extrem ist (undichte Profilholzdecke) möchte ich hier mit 160mm Mineralwolle dämmen.
Um ein "herunterrieseln" der Dämmstofffasern zu verhindern möchte ich diese gegen den Wohnraum mit einer (Dampfsperr)-folie absperren. Leider komme ich nicht mehr zwischen Balkendecke und Profilholz, da ich sonst die gesamte Profilholzkonstruktion abreissen müsste
Auf die neue Dämmung sollen OSB-Platten verlegt werden, damit der Dachboden als Abstellraum benutzt werden kann.

Reicht es, wenn ich die Dampfsperrfolie wannenartig in die Hohlräume zwischen die Balken lege und dahinein die Mineralwolle?
Wie dichte ich die Folie gegen die Holzbalken ab, damit nicht wieder kalte Luft zwischen Balken und Folie in den darunter gelegenen Raum fällt?

Oder ist diese Konstruktion zu tauwasseranfällig? Welche Alternativen gibt es dann?

Vielen Dank
Michael



... mein Vorschlag...



... wäre:

Wie Sie sagten- wannenförmig die geeignete Dampfbremse einlegen und fachgerecht an die Balken und alle !!! Durchdringungen anschliessen. Infos gibt es von "www.proclima.de"

Als Dämmung würde ich Zellulose zum Einblasen nehmen und den alten Schrott ausbauen!

OSB Platten als Gehbelag ist nicht richtig, weil hier die "sd-Wert dichteste Schicht" ist, und von Innen nach Aussen soll es immer "sd-Wert offener" sein. ( Bei diesem Aufbau habe ich schon in ca. 20 Fällen Schimmel und andere Schäden gesehen)

Vorschlag: Fichte Nut -Feder Bretter 22 mm

Hinweis: Für den Trittschall haben Sie somit Nichts getan. Wenn später Wohnraum wird- was dann ? Aber das war ja nicht Ihre Frage.

Mfg
Horst Paulik



Trittschall...



...ist nicht notwendig, da die Höhe sowieso nicht ausreicht, um sich dort hinzustellen.

Vielen Dank für den Denkanstoss.
Scheint ja nichtsdestotrotz eine kniffelige Geschichte, vor allem im Hinblick auf den möglichen Kondenswasseranfall zu werden.....

Nochmals Danke
Michael





Eine weitere Variante, wäre

feuchteadaptive Dampfbremse z.B DB+ von proclima wannenförmig verlegt und Stösse verklebt.
als Dämmung Lehm-Hobelspandämmung, die lose geschüttet werden kann und wirkt positiv im Bereich Raumklima und sommerlichen Hitzeschutz.
als Bodenbelag, wie schon beschrieben 22mm N+F Rauhspund Boden.

Grüsse TK



Unsicherheit.....



Vielen Dank für die bisherigen Antworten.

Bietet die Lehm-Hobelspan / Zellulosefüllung Vorteile gegenüber einer Mineralplatte? Oder anders herumgefragt, wäre es schlimm, wenn ich Mineralwollplatten (Klemmfilz) einsetze.

Ich möchte auf alle Fälle vermeiden, daß es irgendwo zu Kondenswasseranfall kommt, wäre die Variante gem. beiliegender Skizze dann geeignet?

Welche Eigenschaften muß denn die "Dampfsperrfolie" aufweisen? Sie schreiben zwar, sd-Wert geringer als Rauspund, aber wie ist dieser SD-Wert?

Vielen Dank
Michael



Diffussionsoffen



Die letzte Deckenkonstruktion nur mit Zellulose ausblasen.
Links oder rechts ein Dielenbrett aufnehmen, den Einblasschlauch einfädeln und gegen die Dielung ausblasen.
Fertig!
Somit fungiert der kältere Bodenraum als Entspannungsebene und die Gebäudeluft kann sich problemlos an die kältere Raumluft angleichen, ohne daß es zu Kondensatproblemen kommt.

Grüße Udo





Durch die Kombination Lehm und Hobelspäne erhält die Dämmung eine höhere Masse und trägt somit nicht nur zum Schallschutz, sondern auch zum sommerlichen Hitzeschutz bei. Die Lehm-Hobelspan-Dämmung kann Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben, dieses regulierende Verhalten trägt zur Verbesserung des Raumklimas bei. Durch den Lehmanteil, trägt diese Dämmung auch zur Konservierung des Holzes bei.

naürlich können Sie Mineralwolle nehmen, wobei Sie alle Anschlüsse wie Wände etc. dicht mit der Folie verklebt sein müssen, ansonten könnten Probleme auftreten.

Grüsse TK



immer noch nicht klar...



Hallo TK, Hallo Udo, Hallo Herr Paulik,

Vielen Dank für die Antworten.

Eine Dämmung mit Lehmanteil ist sicherlich zu schwer für die vorhandene Unterkonstruktion. Zur Zeit ist nur eine Fichten Nut-Feder-Konstruktion zwischen mir und der Mineralwolle!
Die Folie möchte ich, damit nix durchrieselt, daher auch nicht einfach auf die Nut-Feder-Decke aufblasen, befürchte aber, daß ich damit Tauwasser provoziere.
Wäre eine Konstruktion, wie auf meiner Skizze oben i.O., oder entsteht dabei Kondenswasser?
Schwachpunkt ist sicherlich der Anschluß der Folie an den sägerauhen Holzbalken.
Ich würde schließlich doch die Zellulosevariante bevorzugen, und diese zu insgesamt 2/3 mit Rauspund belegen (Lagerplätze und Laufstege).

Irgendwelche Einwände ;-)

Viele Grüße
Michael



Folie und Holz...



...ist wie Feuer und Wasser.
Versuche die Folienvariante geistig und praktisch zu verbannen und entschließe Dich eher zu Baupapieren als Rieselschutz oder Vliesmaterialien.
Preiswert, diffussionsoffen, schnell einzubauen etc.

Grüße Udo und schöne Pfingsten



Die Lösung???



Keine Dampfsperre, gibt Kondesprobleme.
Dämme mit Thermohanf.
Der ist leicht Dämmt wie kein anderes Material, ist unverrottbar, Ungezieferfeindlich usw. Info können angefordert oder im www. leicht gefunden werden.
Für den Boden am Dach empfehle ich keine OSB Platten sondern Fermacell Platten.

Keine Baumarktware verbauen sondern der Fachhändler hat für den fast gleichen Preis besser geeignete Baustoffe.

Gruß
Ingo

Bei fragen IPaffendorf@web.de