Wärmedämmplatten aus Polystyrol, und Außenputzfrage?

05.04.2005



Hallo, dies ist meine erste Frage in diesem netten Forum.

Bei meinem Reihenendhaus aus einer ehemaligen Arbeitersiedlung von 1919 soll nun die Fassade gedämmt werden. Die Fassadenfirma möchte Dämmplatten aus Polystyrol aufbringen, danach wollen sie einen Silikonharzputz auftragen. Ich würde nun gerne wissen, ob dies alles so ok ist, oder ob andere Materialien besser wären? Ich denke vielleicht an Kalkputz (geht das auf einer Wärmedämmung?), oder auch an ökologischere Dämmplatten. Die Fassadenfirma meinte, daß die Polystyrolplatten genauso dampfoffen wären, wie z.B. Korkplatten. Stimmt das?



Relativ und absolut



Hallo,

die Hersteller dieses Sondermülls argumentieren sehr gern mit "... ist genauso wie ..."
Da mußte in der Vergangenheit auch schon Holz herhalten.
Bei Polystyrol kommt es auch noch auf die Rohdichte an.
Über den Daumen beginnt das Zeug bei ca. µ = 40 und da kann man nun absolut nicht mehr von diffusionsoffen sprechen.

Gruß aus BS

Bernd



Wärmedämmplatten



Man sollte dieses unbedingt lesen
http://www.konrad-fischer-info.de/213baust.htm#13.%20Wärmedämmung
Gruß aus Dortmund
Harald Vidrik





@ harald vidrik

habe den link mal angeklickt

bedauere jetzt aber schon die zeit die ich dafür verschwendet habe





der link ist doch genial. Wie auf dem beigefügten Bild könnte in vielleicht 8 Jahren Ihr Hausteil aussehen. Es ist in der Nähe von Stralsund gemacht worden, diese Bilder kann man jedoch in fast jedem Dorf oder Stadt bereits genügend sehen.





oder so



@Michael Reisinger



Ich bin der Meinung, dass sie diese Bilder nicht ohne genaueren Kommentar ins Forum stellen dürfen. Ich denke sie müssen zumindesten auf die verwendeten Materialien hinweisen. Nicht jede gedämmte Fassade sieht nach einiger Zeit so aus wie die hier gezeigte.
Und die Fassade auf dem 2. Bild macht auf mich nicht den Eindruck einer gedämmten Fassade. Das Bild ist typisch für diese Art der Siedlungshäuser mit dem alten Zementputz, vermutlich mit einem schlechten Anstrich.
Genial finde ich den Link auch nicht gerade, aber es gibt natürlich viele interessante Denkanstöße, leider in einer denkbar unübersichtlichen Form und teilweise in einer Sprache, die mich nicht sonderlich anspricht.





>Nicht jede gedämmte Fassade sieht nach einiger Zeit so >aus wie die hier gezeigte.

ja heute haben die Putzhersteller teilweise reagiert und mischen mehr und giftigere Mittel zur Vermeidung von Algen-, Moosbefall etc. bei. Nur wann ist das alles ausgewaschen und in meinem Garten gespült? Vielleicht in 10, vielleicht in 12 Jahren. Keiner weis es. Ich verwende daher so etwas nicht, zumal andere Schäden vorprogrammiert sind.



und was



hat das jetzt mit der wärmedämmung zu tun?
beim zweiten bild frage ich mich auch, was mir das sagen soll, außer, dassd die fassade fleckig ist, weil der Dachüberstand unterernährt ist?
irgendwie finde ich herrn fischer ja lustig, er tut so, als gäbe es die gestzlichen vorgaben nicht, als könne ich als immobilienbesitzer tun und lassen, was ich wollte.
die EnEv existiert nun mal und ich habe sie zu erfüllen, bin ich nicht willig und erbringe den Wärmeschutznachweis nicht, ist die Baugenehmigung hin und zwar ex tunc und ich habe eine fette bußgeldsache am hals wegen illegaler baumaßnahmen. cool! oder eher kühl?
vielleicht fährt er ja ausschließlich fahrrad und kommt nie an einer tankstelle vorbei? (super gestern 1,19!)?



Vielleicht ...



... erkennt ein geübtes Auge noch die Teller-Dübel für die Dämmung.

Und bei der EnEV sollten wir uns auch wirklich fragen - bevor wir mit vorauseilendem Gehorsam jeden Unsinn befolgen -welche Möglichkeiten das Wirtschaftlichkeitsgebot der EnEV bietet.

Wie bei allen Gesetzen und Verordnungen - bitte etwas kreativ an die Sache herangehen.

Ich kann mich nun auch nicht gerade als begeisterter Anhänger von KF bezeichnen - nur wurde er bisher noch nicht widerlegt.

Der eigentlich (juristisch-politische) Skandal ist jedoch, daß mit der EnEV eine privat-wirtschaftlich orientierte Norm (DIN oder EN) in den Gesetzesrang geadelt wurde. Seitdem mehren sich auch die Stimmen, die glauben das B in BRD steht für Banane.

Liebe, nette Grüße

Bernd



Wärmedämmung



Wie ich sehe, gibt es auch hier im Forum(wie überall) unterschiedliche Meinungen zuim Thema Dämmung.
Selbst als starker Kritiker von KF sollte man sich die Zeit nehmen, diesen Artikel zu lesen.
Die Argumente die Herr F. vorbringt sind meines Erachtens fundiert und mit Fakten und Studien untermauert. Wie Michael Reisinger schon sagt, Algenbewuchs kann man bei diesem System nur mit Chemie verhindern. Von Gewicht und Masse kann bei diesen Dämmsystemen keine Rede sein. Was die EnEV betrifft, so schließe ich mich Bernd Froehlich an.

Gruß aus Dortmund

Harald Vidrik





Frau Bettina Ingenkamp, was das mit der Dämmung zu tun hat? Das ist der Schlüssel dazu. Ein Bauherr der mir uns massiv gebaut hatte, hat diesen Winter beobachtet, wie an den gedämmten oder den fertigteil-holzständergebauten Häusern morgens an den sonnenabgewandten Seiten herrlich des gefrorene Kondenswasser an den Fassaden glitzerte. Er freute sich sehr für seine gute Wahl. Mit den Bauherren haben wir gewettet, dass es in spätestens 9 Jahren vielleicht auch 10 die Fassade genauso aussieht wie bei meinem ersten Bild. Bei einigen wird es allerdings nicht grau und schwarz sein sondern nur grün. Das Grün kommt aber nun nicht von den guten Gedanken der Menschen die Energie sparen wollten, sondern von den vielen kleinen Lebewesen (Pilze, Algen, Moose etc), die sich auf der feuchten Fassade mit den vielen Angebot an reichlich organischer Substanz wohlfühlen. So, damit sich diese nun doch nicht so wohl fühlen sollen, geben die Putzhersteller allerhand sehr giftiges Zeugs rein (ist ja nicht zum essen gedacht – zumindestens nicht für uns). Ja und das ist notwendig wegen der Dämmung, weil durch diese keine Energie mehr in den Wänden gespeichert wird und deshalb der hauch dünne Schmierputz nachdem er sich tagsüber sehr schnell aufgeheizt hat, auch sehr schnell wieder abkühlt. Und dann ... kondensiert infolge dessen morgens das Wasser an der Fassade, genauso wie auf der Wiese. So, jetzt müssten wir natürlich überlegen was mit der Wiese passiert, wenn auf dieser nicht mehr so viel Wasser kondensieren kann, da die Fassaden dieser ja einiges wegnehmen. Ist ja alles immer im Gleichgewicht. Ja und das Schaf, das eigentlich nur von der Feuchtigkeit der Wiese lebt, was sagt das dazu ;-)?



Wobei



massiv bauen und trotzdem die EnEV einhalten ja kein wirkliches Problem darstellt (ich nehme an, es wurde kein Vollziegel vermauert) und das mache ich auch hin und wider. Und zu den genannten Fassaden haben sie immer noch nichts über die Materialien geschrieben. Wenn ich diese Angaben hätte könnte ich versuchen vergleiche zu den Fassaden, die ich kenne und die nicht so aussehen anzustellen.
Und irgendwo suche ich immer noch einen guten Grund dafür, warum eine massive Wand nach Osten, Westen oder sogar Norden in unseren Baugebieten bei 3,0 m Grenzabstand in den Wintermonaten Wärme aufnehmen soll? Bzw. wie ich an diesen Wänden durch eine Dämmung die solaren Wärmegewinne aussperren soll, wo es doch gar keine geben kann, da diese Wände sowieso fast den ganzen Tag im Schatten liegen und es außerdem sowieso regnet. Meine 40 cm dicken ungedämmten Außenwände haben jedenfalls in alle Himmelsrichtungen während der gesamten beheizten Zeit gleichbleibende Oberflächentemperaturen von 17,5° egal ob Süden Westen oder Norden.
Das sind die Dinge, die sich in der Theorie schön anhören, ich kann sie aber leider bei mir nicht nachvollziehen.



@Fred Heim



Massive Wände haben keine so großen Temperaturschwankungen.
Im Winter an Ost-(?), West-(?) und Nordseiten tagsüber etwas kälter, nachts etwas wärmer als die Umluft. Gut gegen Kondenswasser!
Gruß aus Dortmund
Harald Vidrik



Und was



ist jetzt mit den solaren Gewinnen, die ich durch eine Außendämmung aussperren würde? Wo sind sie nur? Ich muss klar sagen 17,5° ist zu wenig, auch wenn ich damit das Kondensat-Problem im Griff haben sollte, muss es hier doch noch andere Wege gehen.
Eine neue Heizung steht nicht zur Diskussion falls jetzt das Argument mit der Oberflächentemperierung kommt.

Es waren schon noch ein paar Fragen mehr in meinem Text. Es geht mir nicht um einen Tipp, sondern um eine Erklärung zu einigen 'Argumenten' die immer wieder in den Raum gestellt werden (besondere Probleme habe ich mit Fotos wo dann ohne nähere Erläuterung steht, hier kann man es sehen eine Außendämmung sieht nach kurzer Zeit so aus. Dass stimmt so einfach nicht!), ohne das man sie selber an vorhandenen Gebäuden nachvollziehen kann, oder vielleicht hin und wieder doch, was natürlich bei einer allgemeinen Betrachtung nicht weiter hilft. Deshalb muss man genauer werden.
- Nicht jede Dämmung verursacht Schäden
- Viele Dämmmassnahmen führen sehr wohl zu einer nicht geringen Energieeinsparung (ohne Bauschäden)





Hallo Herr Fred Heim,

ihren Beitrag

---Forenreferenz-----------
Wobei -
massiv bauen und trotzdem die EnEV einhalten ja kein wirkliches Problem darstellt (ich nehme an, es wurde kein Vollziegel vermauert) und das mache ich auch hin und wider. Und zu den genannten Fassaden haben sie immer noch nichts über die Materialien geschrieben. Wenn ich diese Angaben hätte könnte ich versuchen vergleiche zu den Fassaden, die ich kenne und die nicht so aussehen anzustellen.
Und irgendwo suche ich immer noch einen guten Grund dafür, warum eine massive Wand nach Osten, Westen oder sogar Norden in unseren Baugebieten bei 3,0 m Grenzabstand in den Wintermonaten Wärme aufnehmen soll? Bzw. wie ich an diesen Wänden durch eine Dämmung die solaren Wärmegewinne aussperren soll, wo es doch gar keine geben kann, da diese Wände sowieso fast den ganzen Tag im Schatten liegen und es außerdem sowieso regnet. Meine 40 cm dicken ungedämmten Außenwände haben jedenfalls in alle Himmelsrichtungen während der gesamten beheizten Zeit gleichbleibende Oberflächentemperaturen von 17,5° egal ob Süden Westen oder Norden.
Das sind die Dinge, die sich in der Theorie schön anhören, ich kann sie aber leider bei mir nicht nachvollziehen. mehr ...
----------------------------------


kann ich ganz und gar nicht folgen.
Das mit der Speicherung dürfte uns doch allen klar sein (also, zumindestens denen die irgendetwas mit Bau gelernt haben). Ich meine so kann man sich auch durchschlauchen. Und nur als Tipp: auch in den Wintermonaten gibt es sogar auf der Nordseite nicht gerade wenig solare Gewinne. Und die Baugebiete mit den geringen Grenzabständen sind zumindestens für den Energiehaushalt toll (fürs Auge weniger). Aber warum dies so ist brauche ich wohl nicht erklären.
Und auch auf Ihre Frage, warum die Dämmung keine Wärme nach innen leiten kann dürfte doch mehr als logisch sein. Denn was nicht raus soll, kann auch nicht rein. Und, kann die Dämmung mit dem bissel Schmierputz Energie speichern? Nein, zumindestens ist diese so gering, dass ich dies vernachlässigen kann.
Die 17.5° sind außen?? ;-)
Nicht jede Dämmung verursacht Schäden, das ist wahr. Denn Diffusionsoffenheit ist nicht alles. Aber auch eine Holzweichfaserdämmung mit halbwegs mineralischem Putz wird früher oder später grün oder schwarz werden. Diese Auskunft habe ich nun persönlich von einem Hersteller/Lieferanten erhalten. Es wird bei einer Dämmung, die mehr Energie speichern kann als Schaumstoffe nicht so schnell zum leidlichen Problem kommen, denn einerseits haben auch bei diesen „mineralischen“ Putzen die Hersteller mit allerlei Chemie nachgeholfen (laut Hersteller). Wenn ich eine Holzverschalung einbaue, statt dem mineralischen Putz, dann würde ich dem auch zustimmen. Und dann wird es sicher auch zu Energieeinsparungen kommen. Die Frage ist nur wie viel und in welchem Zeitraum amortisiert sich das Ganze. Jedoch wird sich eine Dämmung z.B. an Ihrem Haus mit 40-er Steinen nicht rechnen. Das geben seit einigen Jahren sogar einige Wohnungsbaugesellschaften hinter vorgehaltener Hand zu. Wenn Sie von Energieeinsparungen reden, haben Sie diese irgendwo schon mal gemessen?

Michael Reisinger





blos noch so zum Nachtisch ;-) zum Nachdenken und Grübeln. Da ganze steht vielleicht gut 10 Jahre. Was haben die nur falsch gemacht und welche Dämmung wurde verwendet? Aber bitte jetzt nicht alles auf den verkurksten Dachüberstand abwälten. Immerhin waren Architekt und Baufirma mal ganz stolz drauf.



Schade



natürlich weiß ich was Wärmespeicherung bedeutet. Aber wo im Winter im Norden solare Wärmegewinne bei einer 40 cm starken Außenwand herkommen sollen das weiß ich nicht. Ich frage immer mal wieder danach, aber irgend wie will es mir keiner erklären. Das ist nicht fair :-(
- die 17,5° sind natürlich innen :-(, bei 21° Raumtemperatur.
- klar hab ich's gegengerechnet. Von dem eingesparten Geld hab ich meinen 1. Anbau und den Dachgeschossausbau finanziert. Gerechnet auf 30 Jahre, von denen ich schon fast 17 geschafft habe. Ich hoffe die restlichen 13 schaffe ich auch noch. Wenn nicht, ist dass natürlich schlimm ;-), dann tun das eben meine Erben, da wir die Räume in der Zeit nutzen konnten betrachte ich das Ganze so wie so schon als erledigt. Außerdem hab ich ein ganz gutes Gefühl, wenn ich mir überlege, dass ich doch einige Liter Öl in meinem Leben nicht verbrannt habe. Ach so, der Anbau ist in diesem Fall die gut gedämmte Nordfassade, die Ostfassade ist angebaut. Die Südfassade ist massiv und bekommt viel Sonne. Die Westfassade ist noch in der Planung, weil hier ein Nachbar betroffen ist, bekommt aber auch viel Sonne. (ist übrigens nicht das 17,5° Haus)



Polystyrolplatten, Außenputzfrage



Hier bin ich nochmal, die ich die Ausgangsfrage bei diesem Beitrag gestellt habe. Soweit ich das sehe hat sich die Diskussion etwas entfernt. Daß es verschiedene Meinungen zur nachträglichen Außendämmung allgemein gibt, ist mir bewußt. Die Wärmedämmung würde ich aber trotzdem gerne aufbringen. Dann natürlich so gut wie möglich. Bei mir stellt sich da die Frage, was für Materialien ich am besten verwende, damit die Fassade lange hält. Gibt es noch andere gute oder bessere Möglichkeiten, außer Polystyrolplatten? Das mit meiner Kalkputzidee war wohl nicht so gut, da ich bis jetzt noch niemand dazu gehört habe, ob das gut ist. Ich dachte halt, weil Kalkputz doch gerne bei alten Häusern allgemein verwendet wird. Liebe Grüße



Dämmung



Hallo Mari,

dies ist natürlich auch eine Frage gewesen, die ins Fleisch schneidet.

Dämmung mit anderen Materialien, wie Holzweichfaserplatten sind natürlich
auch gut.

Kalkputze auf Dämmung halte ich persönlich auch für unbedenklich.

Vielleicht können unsere Baubiologen jetzt einmal mit Antworten zu Deiner
Frage die Diskussion in die richtige Richtung lenken.

 

Gruß aus Dortmund

 

Harald Vidrik





also andere Möglichkeiten der Dämmung (Holzweichfaserplatten) hatte ich doch weiter oben genannt und sogar deren Wirkung beschrieben. Das Kalk auf Styroporplatten halten soll ist mit einen einfachen nein zu beantworten. Auch auf Holzfaserdämmplatten wird er nicht halten, hier gibt es auch entsprechende Putze des Dämmstoffherstellers. Auf einer Ziegelfassade ist der Kalkputz natürlich die bessere Wahl.

Michael Reisinger



Meine



im Augenblick letzte Außendämmung habe ich mit der Holzweichfaseplatte Unger Diffutherm ausführen lassen. Als putzaufbau haben wir einen Putz der Fa. Bayosan eingesetzt. Ich werde den genauen Aufbau noch einmal heraussuchen und mich dann noch einmal melden. Werd ic aber heute nicht schaffen.





@ mari

die zahlreichen bilder zeigen es ganz deutlich, wenn sie die fassade dämmen unbedingt auf einen genügen grossen dachüberstand achten, sonst sieht die fassade bald so aus wie von hr. meisinger gezeigt

gruss aus münster





@ hr. reisinger

oh entschuldigung tipfehler

gruss aus münster



Aussendämmung verputzt



Hallo

es geht auch folgendes:
alter Putz weg
Holzfaserplatten in Lehmbett drauf
versetzt noch einmal

nun, entweder: Schilfplatte 20 mm und 3lagigen Kalkputz
oder (dann sollte die Holfaserplatte: Diffutherm sein)
einen Systemputz hierzu
(alles natürlich ordnungsgemäss befestigt!)

oder einen hinterlüfteten Fassadenaufbau!
Da gibt es einiges dazu zu sagen!

Von den angebotenen Schaumdämmstoffen oder Dämmwollenaufbauten würde ich auch lieber Abstand nehmen!!!

Der Vergleich: Korkplatten und Polysterol hinkt auch etwas!!
Dann können Sie auch frische Erdbeeren mit Erdbeerbonbons vergleichen - die schmecken beide nach "Erdbeere"!!!

@an die k-fischer - feinde: der hat schon oft recht in seinen Meinungen!
und in seiner kritischen sichtweise ist er ein Vorreiter der (feigen) Masse

@an die k-fischer - freunde: es ist nicht alles Gold was glänzt! Er ist eben auch nur ein Mensch! Und das ist auch gut so!!!

@an die Nachrechner:
die Be- und Rechnungen gehen oft von hypothetischen und labormässigen Einsätzen und Parametern aus - eben wissenschaftlich theorie-immanent / das hat aber meistens wenn nicht immer nicht viel oder nichts mit der Realität am Bau zu tun!

@an die Gesetztestreuen:
Sie stellen ein Haus her nach den Gesetzen, den Din-Normen etc (evtl auch noch eine Sanierung eines Fachwerkhauses mit der Einbeziehung des DSch-Amtes - und die Konstruktion stellt sich nach 10 Jahren heraus har Ihrem Haus (oder gar Ihnen) geschadet / Fachwerk kaputt; Gesundheit beim "Teufel"; etc. - Meinen Sie wirklich der Gesetzgeber, das Institut für Normung, das Bauamt oder die Denkmalschutzbehörde erstattet Ihnen einen Cent, geschweige denn: repariert Ihnen ihr Haus; Ihre Gesundheit wieder!!!
Na Ja! Versuchen Sie es! Sie werden sehen!

Hinterfragen Sie kritisch den wirklichen Nutzen mit ihren wirklichen Bedürfnissen!!!

Dazu mein Lieblingstip: gehen Sie auf die Hauptseite des Din-Institutes:
http://www.normung.din.de/
und gehen Sie links auf: "Rechtsverbindlichkeit" dort den 5. Absatz - sehr interessant!

Na ja!
Wieder ganz schön vom Thema abgekommen - entschuldigung!!!

Grüsse aus Nürnberg

Florian Kurz



@ Mari



ich möchte mich hier gar nicht weiter in die Diskussion einfügen, sondern eher einen gut gemeinten Tip anbieten. Geh doch einfach mal auf die seite www.solubel.de. Den Kontakt kann ich dir nur wärmstens empfehlen, der war früher Gutachter in dem Bereich und arbeitet schon seit Jahren als Berater in der Denkmal Pflege und kann dir mit Sicherheit weiterhelfen vor allem wenn es darum geht keinen Kunststoff an die Fassade zu bringen, sondern vielleicht es mal mit einer Schilfmattendämmung zu versuchen und dann einen Kalkputz aufzubringen.
Gesund ohne Kunststoffzusätze und gesundheitlich völlig unbedenklich. Aber dein Problem mußt du ihm natürlich selber schildern. aber der Anruf wird sich bestimmt lohnen

Gruß Sylvia und Peter



Pro-Contra Konrad-Fischer



Ich selber habe jetzt auch schon viel auf seinen Seiten gelesen. Wenn man den scharfen Unterton auf alle "Schlechtachter und Kaputtsanierer" einmal überliest, (obwohl er oft recht hat) und sich die Grundaussage verinnerlicht (nicht auf die Baustoffchemie, sondern auf den gesunden Menschenverstand hören) kann man sehr viel über alte Häuser und deren Erhaltung erfahren. Wenn alle über die EnEV reden wird doch wirklich nur nach U-Werten gerechnet und nicht die eigentliche Bausubstanz beachtet. Ich habe wegen des Energiepasses schon mit ein paar Energieberatern telefoniert die mir sofort sagen das meine Bruchsteinwand einen U-Wert von über 2 hat und unbedingt gedämmt werden muß. Wenn ich dann nachfrage ob denn auch die Mauerstärke von 60cm irgend eine Auswirkung auf den Energeihaushalt hat kommen sie ins schleudern und müssen sich erst noch mal schlau machen.
Meiner Meinung nach handeln sehr viele Berater einfach nur vorschnell und nach genormten Tabellen. Da ist mir ein Konrad Fischer lieb der die ganze Branche kritisch betrachtet und hinterfragt.
Es scheint gar nicht so einfach die richtigen Entscheidungen zu treffen und deshalb werde ich nur etwas machen was die Substanz nicht gefährdet.(zB. Hüllflächentemperierung. Nicht nur von Herrn Fischer empfohlen!)

MfG Dietmar



Mineralschaumplatten



Hallo,

ich habe noch einen Dämmstoff gefunden und wollte mich erkundigen ob eine Mineralschaumdämmung eine Alternative zu Holzfaserdämmung sein kann?

Ich habe die dämmung bei der Firma sto gefunden.
Rohdichte <130 kg/m³
Abreissfestigkeit 0,085 N/mm²
Druckfestigkeit 0,360 N/mm²
Wärmeleitfähigkeit Rechenwert 0,045 W/(m·K)
Wasserdampdiffusionszahl µ Richtwert 5

Ich würde gerne bestimmte Wände bei mir Dämmen.
Es handelt sich um ein Bruchstein-Haus.
An die Südseite wurde ein Anbau gebaut, der die Sonne nimmt. Im Westen Stehen drei Grosse Kastanien.

Süden, Osten und Norden sind bereits verputzt.
Innen nach Aussen 3cm Putz - 60cm Kalksandstein - 2 cm Putz. Bei der Westseite ist der Kalksandstein Sichtbar und dass möchte ich auch erhalten.

Ich möchte also nur drei Seiten dämmen. Ist es besser auf den bestehenden Putz eine Holzfaserdämmung oder eine Minneralschaumdämmung anzubringen?
Was wisst ihr über Minneralschaum?



Kalzium-Silikatplatten



Ich habe gerade herausgefunden, daß es noch folgende Bezeichnungen für Mineralschaumplatten gibt:
Kalzium-Silikatplatten / Mineraldämmplatten

Die Dämmung gibt es auch von der Firma Xella.

Hat diese Dämmung Nachteile?
Kennt sich jemand mit Kalzium-Silikatplatten aus?



Calciumsilikat-Platten sind keine Mineralschaumplatten



Beide Platten zählen zu den mineralischen Baustoffen. Wer nicht mit Dampfsperren-/bremsen in Verbindung mit Mineralwolle innen dämmen will, für den sind diese eine Alternative.

"Mineralschaumplatten" WLG 045 (Produktname bei Xella:Multipor) sind nicht anderes als Platten aus besonders leichtem Porenbeton - als Wandbildner nur mit Armierung geeignet mit den üblichen Vor-/Nachteilen des Porenbeton.
Die Platten lassen sich auch außen einsetzen.

Calciumsilikat-Platten WLG065 sind hoch-kapillaraktiv und deshalb für besonders "kritische" Fälle der Innendämmung geeignet, bei denen mit höherer Feuchtebelastung zu rechnen ist. Das Material ist relativ teuer, aber kann ohne Armierung verarbeitet werden, was wiederum einiges einspart.

Ich habe mit beiden Materialien Innendämmungen mit gutem Erfolg ausgeführt. Ein diffusionsoffener Aufbau ist Pflicht.



Aussendämmung bzw. Isolierung der Hausfassade



Ich verfolge mit Interesse die Aussagen im Forum, da ich selber mein freistehendes Haus, Baujahr 1963, von außen Isolieren möchte.
Nun ist im Forum immer wieder die Rede davon, dass auf Isolierten Fassadenflächen, durch Feuchtigkeit, Algenbildung oder Schimmel entsteht.
Dem stehe ich etwas skeptisch gegenüber! Ich wohne direkt am Wald und der Nordgiebel meines Hauses, an dem nur ein geringer Dachüberstand von ca. 10cm vorhanden ist, haben sich Algen niedergelassen und die Wand ist stellenweise grün. Der restliche nördliche Teil meines Hauses, Bungalow, der einen Dachüberstand von ca. 1,20m hat, ist weiß und ohne Algenbildung. Ich will damit deutlich machen, dass Regenwasser, durch herabtropfendes Regenwasser von den Bäumen, auf den Giebel kommt und somit immer wieder feucht wird. Wichtige Info: die Hausinnenwände sind trocken und ohne Schimmelbefall, auch die Giebelwand!
Das Haus ist mit Kalksandstein gemauert und mit einem Zementputz versehen, anschließend mit einer Fassadenfarbe gestrichen und liegt unmittelbar am Wald.
Soviel zum Objekt, nun zu meiner Frage und meinem Eindruck über Aussagen im Forum:

Ist es in meinem Fall nicht egal um was es sich für eine Isolierung handelt, denn bedingt durch die Waldnähe, und immer einer vorhandenen Feuchtigkeit, kann der Giebel nur selten ganz abtrocknen. Dann liegt es für mich auch auf der Hand, dass sich Algenbewuchs oder auch Schimmel bilden kann. So oder so ähnlich, kann ich mir vorstellen, ist es auch mit der einen oder anderen Hausfassade im Forum, an denen eine Algenbildung oder dunkle Stellen vorhanden sind. Denn die örtlichen Gegebenheiten, der angeblich mit Algen oder Schimmel bewachsenen oder Flecken vorweisenden Fassaden, werden nicht näher beschrieben und das finde ich schade, z.B. im „forum 27399“ wird eine Giebelwand auf einem Foto dargestellt. Warum ist nur die Giebelwand und die des Anbaues mit Flecken versehen, die andere noch zu sehende Rückseite des Hauses weist die Flecken nicht auf. Hier kann man doch davon ausgehen, dass es sich um die Wetterseite des Gebäudes handeln könnte, an dem immer wieder Regenwasser herunter läuft, was nach meinem dafürhalten nicht unbedingt etwas mit der Isolierung bzw. Dämmung zu tun hat.
Die Aussage Ich zitiere:
„Da ganze steht vielleicht gut 10 Jahre. Was haben die nur falsch gemacht und welche Dämmung wurde verwendet? Aber bitte jetzt nicht alles auf den verkurksten Dachüberstand abwälten. Immerhin waren Architekt und Baufirma mal ganz stolz drauf.“
halte ich für nicht überzeugend, da auf die Örtlichkeit nicht eingegangen wurde, es ist einfach zu behaupten es läge an der Dämmung! Nur wo bleiben die Beweise für diese Aussage!!!!!!!

Ich würde mich über kompetente Informationen, die ich bei der Isolierung meines Hauses beachten und vor allem welche Isolierung kann ich am besten nehmen, freuen.

****** Bitte aber gleichzeitig darum, dass diejenigen, die keine beweisbaren Vorschläge oder Argumente vorlegen können, keine Stellungnahme abgeben mögen! ******

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Krafft





Hallo Herr Kraft,

die Antwort auf Ihre Frage kann leider doch relativ schnell mit einem ja beantwortet werden. Es liegt an der Dämmung. Leider ist es auch egal welche es ist. Die Art der Dämmung verzögert nur das schwarz und grün werden von geputzten Fassaden. Ein wenig liegt es auch an dem verwendeten Putz.
Ganz kurz: warum werden Fassaden grün und schwarz? Es liegt daran, dass die Putze, also die Fassadenoberflächen, sich im Winter und den Übergangszeiten tagsüber schnell aufheizen und bis in die Morgenstunden wieder stark abkühlen. Dabei kann die Fassade so kalt werden, das sich Kondenswasser an der Fassade bildet. Nicht selten sind in den Wintermonaten richtige Eisschichten an den Häusern zu sehen. Bei massiven Fassaden aus Stein, Lehm, Holz werden sind die Oberflächen weit über dem Taupunkt der umgebenden Luft auch, weil solare Einstrahlungen zwischengespeichert werden können. Bei ökologischeren geputzten Dämmstoffen wie z.B. geputzte Holzweichfaserdämmungen setzt dieses vergrünen nur später ein. Aber auch hier wird es nach ca. 15 Jahren eintreten. Nichts gegen Fassadendämmung, es muss nur klüger rangegangen werden.

Da nun das Wasser verstärkt an der Fassade auf Grund von angefallenem Tauwasser aus der Umgebungsluft vorhanden ist (und der Norden und Westen ist nun kälter als der Süden) und sich dort in den rilligen und porenbehafteten Putzen sich auch Stäube, Sporen ansammeln haben es Moose, Algen besonders leicht zu gedeihen. Die organischen Zuschlagstoffe und Kunststoffe in den Putzen tragen zusätzlich dazu bei.

ich hoffe trotz der Knappheit gut erklärt zu haben, was das Ausschlaggebende ist.
viele Grüße aus Radebeul
Michael Reisinger



Durolan Wärmedämmung für zweischaliges Mauerwerk



Ich habe im Internet diverse Firmen gefunden die für zweischalige Mauerwerke einen Kunstharzschaum haben, der in ein Hohlmauerwerk eingespritzt wird. Die Internetpräsens von 3BK Dämmtechnik bietet sogar einen Onlinekalkulator an.

Wenn ich sehe wie so einige Mauerwerke aussehen wenn Dämmung von außen angebracht wurde, dann würde ich doch eher so einen Dämmschaum bevorzugen.

Oder wie gehen hier die Meinungen zu diesem Dämmverfahren auseinander?

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Heinhaupt