Dämmung der Dachschräge - Kaltdach

07.11.2008 AltesDorf


Hallo zusammen,

ein altes Haus Baujahr 1938 hat bis jetzt leider noch kein gedämmtes Dach. Es ist also ein Kaltdach im wahrsten Sinne des Wortes ;-) Da es momentan anders nicht möglich ist möchten wir nur die Dachschräge im OG bis Oberkante DG-Fußboden dämmen.

Anbei findet ihr eine Zeichnung des Ist- und Soll-Zustands.

Vom Dachgeschoss aus kann man praktisch zwischen den Balken bis ins Freie (wenn die abschließende Schalung nicht wäre) vorbeischauen.

Mein Plan war, dass ich die Dämmung von 8cm in Form vom Mineralwolle von oben zwischen die Balken schiebe. Es müsste ein Zwischenraum bis zu einer Tiefe von 1,8m ausgefüllt werden. Eine Dampfbremsfolie soll nicht benutzt werden, ich sehe dort nach intensiver Recherche hier im Forum keinen Sinn.
Ich weiß das Einblaßdämmung möglich wäre, aber aus kostengründen soll es Mineralwolle werden.

Vielleicht könnt ihr mir ein paar Tipps geben wie ich die Mineralwolle am besten von oben einführen kann. Ein Freund meine nämlich, dass dies nicht oder nur schwer möglich wäre.

Über Vorschläge bin ich sehr dankbar.

Gruß
Markus



Dämmung Dachschräge



Ich gebe Ihrem Freund recht.
Theoretisch sieht das gut aus, praktisch wird es wohl nicht funktionieren:
Die Mineralwolle muß ohne Lücken und Zwischenräume eingebaut werden. Ob das durch Einschieben von oben funktioniert, bezweifle ich.
Ich bezweifle auch, das die äußere Belüftungsschicht von 20 mm so schön wie auf der Zeichnung hergestellt werden kann.
Die 20 mm halte ich unabhängig davon für zu gering zum Belüften. Sie würden ohnehin nur funktionieren, wenn oben und unten ausreichende Zu- und Abluftquerschnitte vorhanden sind.
Wenn Sie nach intensiver Recherche hier im Forum keinen Sinn in einer Dampfbremse bzw. Sperre sehen, sollten Sie Ihre Recherche noch mal intensivieren.
Eine Schädigung durch eingedrungenes Kondensat kann bei Ihrer Lösung nicht ausgeschlossen werden.
Ich halte es ohne Dampfbremse für sehr wahrscheinlich, da die Heraklithplatte samt Putz wohl kaum luftdicht ist.

Viele Grüße





Hallo Herr Böttcher,

vielen Dank für Ihre Antwort. Das eine Dampfbremse nötig sein kann ist mir auch bewusst. Mein Freund aus der Baubranche meinte jedenfalls, dass es nicht nötig wäre, da der durchdiffundiere Wasserdampf durch die Lüftungsschicht abgetragen werden könnte. Außerdem wird dort sowieso kaum geheizt und die Tür zu einem anderen Raum steht meist offen.
Wir (nicht im gleichen Haus) haben auch unsere oberste Geschossdecke seit 30 Jahren ohne Dampfbremse gedämmt und die Dämmung sieht noch recht gut aus.
Es sollte auch eigentlich nur ein Raum - nämlich das Schlafzimmer - gedämmt werden, da es unter der Dachschräge im Winter immer frostig kalt ist und - wie sie bereits sagten - die Konstruktion nicht 100%ig luftdicht ist. Ich würde mich schon mit 40mm oder 60mm zufrieden geben, solange die Person darunter nicht mehr so extrem friert. Natürlich wäre der Abriss der Heraklithplatten mit Aufdoppelung der Sparren und das Anbringen einer Dampfbremse besser, aber das ist in diesem Fall leider nicht möglich. Das diese Konstruktion nur eine Behelfslösung ist, ist mir bewusst.

Gruß
Markus





Hallo
Man kann es hinbekommen , ich habe es auch geschafft . Gerne koennen sie mich per mail anschreiben , ich kann Ihnen dann mal etwas schicken .

Siehe alten Beitrag .
Gruss
http://fachwerkhaus.historisches-fachwerk.com/fachwerk/index.cfm/ly/1/0/forum/a/listForumSplitt/0,102385$.cfm



Winter



Hallo ,
Stellen sie sich vor, es wird wieder einmal Winter:
Nacht,draussen -10 grad C , innen +15 grad C.
Die Feuchte , warme Luft schaufelt Wassermengen in Ihr Dämmpaket.
Bevor das Wasser in der Lüftungsebene zum weglüften angekommen ist, gefriert es zu Raureif , oder Eis.

Morgens scheint die Sonne aufs Dach , nur noch -5 grad C.
In der Lüftungsebene +20 grad C.

Jetzt friert die Person darunter nicht nur , sie wird auch noch nass.
viele Grüße