Sollte der Fußboden im Bühneraum neu wärmegedämmt werden?

12.04.2005


Guten Tag,
wir renovieren unser Haus. Der Bühnenraum hat vor ca. 15 Jahren eine Wärmedämmung von innen bekommen (Dämmwolle mit Dampfbremse). Unser Architekt meint nun, wir sollten die Fußbodendielen öffnen, die zwischen den Balken eingebrachte Schlacke herausholen und durch modernes Dämm-Material ersetzen.
Unsere Frage: lohnt sich dieser Aufwand wirklich?
Danke,
H. Fritz





lohnt sich nicht, würde ich eigentlich sagen. bei schlacke bin ich mir da aber nicht so sicher. es ist halt Sondermüll (das werden sie auch bei der Entsorgung teuer merken). hochofenschlacke (falls es solche ist) kann (muss nicht) relativ hohe radioaktivität aufweisen.
also vom architektonischen her wüßte ich keinen grund (wenn sie mit der Dämmung zufrieden sind), das auszutauschen, vom gesundheitlichen aspekt her vielleicht.
außerdem frage ich mich, wie eine wärmedämmung (oder gehts um schallschutz?) zwischen den balken funzen soll ohne kältebrücken? aber ihr archi hat ihnen ja schon eine Innendämmung verkauft...



@Bettina



Entschuldigung, wenn ich ein Premiummitglied so direkt frage,welche Kältebrücke?
@ Hartmut - Da habt Ihr aber ein tolles Architektlein. Da kann ich mich der Bettina nur anschließen und fragen, was das wohl bringen soll, außer Bruttosozialprodukt?
Wenn es fußkalt sein sollte, dann wird das allein wohl nicht den gewünschten Erfolg bringen. Und wenn es nicht fußkalt ist - wozu dann?
Grüße Lukas



hallo lukas,



nun, eine wärmedämmung kann eigentlich nur richtig funktionieren, wenn sie wirklich "dicht" ist (das heißt nicht, dass sie nicht difussionsoffen ist). wie will man dichtigkeit zwischen den balken erreichen, die anschlüsse an die balken ausgestalten? und überall, wo die dichtigkeit nicht da ist und unbeheizte hülle ansteht...
deswegen macht man die dämmung - wenn sie erforderlich ist - auf die balken und schon da hat man im bereich der wandanschlüsse probleme genug.



Hallo Bettina,



der Anschluß der Dämmung an die Balken stellt in meinen Augen kein Problem dar, wenn man z.B. Mineralwolle benutzt. Die drückt sich doch selbst an den Balken an. Wird bei tausenden von Dachausbauten so gemacht.
Das vernünftige Anschließen von Dampfsperren stellt leider dagegen heufig zu hohe Anforderungen an Planer und Ausführende :-(
Grüße Lukas



Vielen Dank!



bei allen AntworterInnen bedanke ich mich herzlich für das Interesse und die Mühe. Ich fühle mich bestärkt, den Aufwand nun nicht zu treiben, auch wenn unser Architekt darauf hinweist, dass ab 2010 die Dämmung des Fußbodens im Dachgeschoss gesetzlich vorgeschrieben sei.

Gruß,
Hartmut



Wenn der Fußboden,



guten Tag,
des Dachgeschosses innerhalb der beheizten Hülle ist bedeutet dieses, meines Wissens nach, nicht, daß es dann gesetzlich vorgeschrieben ist diesen nachträglich zu dämmen.
Grüße Lukas



Dachboden ist nicht ausgebaut/beheizt



Hallo, ich hatte das nicht erwähnt, der Dachraum ist zwar isoliert, aber nicht beheizt.
Gruß,
Hartmut



Wenn der Dachboden



nicht ausgebaut ist und das in absehbarer Zeit auch nicht geplant ist dann ist es doch sinnvoll zu dämmen, da der Dachraum sonst unnötig mitgeheizt wird.
Gruß Lukas




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