Dachdämmung Fachwerkhaus

21.01.2020 heckinen



Hallo zusammen,
ich bin aktuell dabei, den Umbau/ die Sanierung unser unter Denkmalschutz stehendem Haus zu planen.

Hier geht es aktuell im die Dachdämmung:

Ersteinmal ein paar Daten:
Fachwerkhaus mit gemauerten Giebelwänden. Dach (Krüppelwalmdach) soll im Zuge der Sanierung neu bedeckt werden. Aktuell sind klassische Dachziegel (Pfannen) montiert. Diese sollen durch Bieberschwänze ersetzt werden.
Die Dachsparren sind lediglich 11-13cm dick.

Ich hatte bereits über eine Aufsparrendämmung nachgedacht, jedoch glaube ich, dass dies das Erscheinungsbild des Hauses kaputt macht.

Was würdet Ihr mir empfehlen? Aufdoppeln der Sparren? Nach innen oder Außen? Was komplett anderes?

Im Dachgeschoss werden zwei Zimmer enstehen, welche mit dem Dachboden verbunden sind. (D.h. der Platz ist begrenzt)

Über Eure Rückmeldung und Ideen würde ich mich freuen.

Im Anhang noch ein Bild vom Dachboden.
VG



Alte Baumeister



haben den Spitzboden nicht umsonst "frei" gehalten. Dieser Raum ist im Sommer / Winter ein Wärmepuffer welcher sonst in die Wohnräume durchdrückt. Durch die Verdichtung der Wohnnutzung ändert man die Bauklimatik in einem nicht unerheblichen Ausmaß. Aber wenn der Platz gebraucht wird, ist das für den Betreffenden natürlich immer nicht so wichtig bzw. will man das nicht hören.
Ich würde eine Aufdopplung nach innen vorschlagen, wenn die Balken noch OK sind. Bitte unbedingt hinterlüftet dämmen und nehmt Holzwolle / Steicoflex das liefert m. Erfahrung nach einen sehr guten Schutz vor sommerlicher Hitze.



Dämmung



"Aber wenn der Platz gebraucht wird, ist das für den Betreffenden natürlich immer nicht so wichtig bzw. will man das nicht hören."

Das stimmt so nicht!
Ja der Platz wird benötigt, ja ich bin im Thema Bauklimatik noch nicht so tief eingestiegen, jedoch mache ich mir meine Gedanken und habe nicht ohne Grund nachgefragt, ich will, dass es einen ordentlicher Aufbau gibt, welcher die Substanz nicht im nachhinaein schädigt..
Die Sparren sind nach Begutachtung von einerm Zimemrmann als gut eingestuft worden.


Vielen Dank für deine Rückmeldung bzgl. der Holzwolle. Reicht eine Unterspannbahn zur Hinterlüftung?



Bedenken



wo genau liegen die Bedenken wegen der Aufsparrendämmung ? Man kann gut beides kombinieren.



Aufsparren



Ich habe bedenken bzgl. der Ansicht des Hauses. Das es zu hoch aufbaut.



Dachdämmung



Hallo,
Ich habe auch ein ähnliches Spiel vor kurzem mitgemacht. Ich sanier auch gerade ein Fachwerkgebäude unter Denkmalschutz. Auch unser Dachaufbau durfte von "aussen" nicht sichtbar sein. Es wurden die vorhanden Sparren seitlich mit "Maurerdielen" ausgeglichen um eine gerade Dachfläche zu bekommen. Darauft kam eine 35mm HWF Unterdeckplatte, dann Hinterlüftungsebene 40mm + Lattung und Ziegel. Von innen muss ich nun noch die einzelnen Sparrenfelder mit der Dampfsperre verschließen, dann kann die Fläche mit Zellulose geflockt werden. Durch diesen Aufbau konnten wir den Ortgang relativ dünn beibehalten.



noch ein Bild



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noch ein Bild



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noch ein Bild



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Aufsparrendämmung



genau wie von Wolle beschrieben haben wir es auch gemacht. Aber sogar mit 60mm Udi Top von Unger. Man kann eine auch eine Zahnleiste als Ortgang verwenden ( sehr aufwendig) oder das Maurerbrett und das Ortgangblech in üblicher Breite. Das funktioniert.