Bodenplatte

23.04.2003



Hallo,
in Kürze werde ich ein Fachwerkhaus bauen. Einen Keller baue ich auch. Mein Bauunternehmer meint, das eine 15 cm starke Bodenplatte ausreicht. Stimmt das? Ich habe lehmigen Boden. Für Infos vielen Dank.



Ich bin letztens vor ´ne Laterne gerannt...



Wie hoch war der Mast? Das ist eine schwere Frage, weil der Text viel zu wenig Input hergibt, wenn man sie von hier aus jemals beantworten könnte. Fragen Sie doch ein Ihren Statiker, der muß es wissen. Wenn Sie genehmigungspflichtige Arbeiten durchführen lassen und Sie haben keinen Statiker, dann suchen Sie sich wenigstens ein guten Anwalt ;-)) Grüße aus Leipzig von



lehmig



wenn Ihr Bauunternehmer auch bauvorlageberechtigt ist, nehmen Sie Ihn einfach in die Haftung... vielleicht haben Sie aber auch Interesse an einem unabhängigen Verfahren (es geht auch dünner, wenns ein muss)- dann nehmen Sie sich einen Architekten.



Bodenplatte



Ein Fachwerkhaus mit einer Bodenplatte?
Was hat der Statiker berechnet?
Was hat Ihr Architekt geplant?
Oder handelt es sich um ein Schlüsselfertiges Objekt à la carte incl. Planung und Fachwerklook?
m.f.g.
J.E.Hamesse





Das sind wohl die dümmsten Antworten die man sich denken kann.



Fachwerklook mit Bodenplatte



Tja, wer dumm fragt...
Trodzdem sollten wir unsere Architektur nicht in die Kulturlosigkeit abgleiten lassen. Etwas Nachdenklichkeit in unsere Fragenstellung wäre nicht schlecht. Sonst kriegt man eben dumme Antworten.





"es gibt keine dummen Fragen...."
die Fam. Stubbemann hat mein 1859 gegründetes Bauernhaus auch ohne hochwichtige statische Berechnungen aufgestellt bekommen. Wenn man irgendwo die Frage nach Stärke der Fundamentplatte oder Aufbau und Stärke des Estrich stellt, bekommt man von immer den gleichen Leuten die gleiche Antwort. Wenn man dann aber den Stahlbetonbauer "von der alten Machart" fragt ist die Antwort um längen unkomplizierter. Wir haben mit Sicherheit alle unsere Spezialgebiete; kann ja jemand versuchen mir was im Steuerungsbau vorzumachen; aber eine so unsachliche Antwort wie Martin Malangeri habe ich noch nie gegeben, denn Hochmut kommt vor dem Fall, und wenn einer der mit mühe kaum.... Vielleicht wissen die betreffenden Personen einfach keine Antwort, dann sollten Sie es aber auch dabei belassen, denn die Frage stellt sich selbstverständlich und ist auch klar zu beantworten, nur die Haftung will keiner dafür übernehmen, zumindest nicht ohne dafür anständig abzukassieren.



Super Antwort



Herr Wille, hier helfen Einige Anderen, von denen ein nicht unerheblicher Teil gewerblich mit dem Bau zu tun hat. Für sehr kurze Fragen gibt es oft nur kurze Antworten, wenn die Rahmenbedingungen nicht weiter erläutert werden. Die Frage hier im Forum hat einen Grund, dem auch ich schon mehrfach begegnet bin- Mißtrauen. Warum sollte die 15 cm dicke Bodenplatte nicht halten. Warum fragt der Frager nicht seinen Bauunternehmer selbst, wenn er es nicht glaubt. Die Antworten von Herrn Malangeri bezeichnen die fehlenden Informationen zur Abgabe einer Einschätzung, meine Antwort beschreibt das Vertrauen und seine rechtlichen Folgen, die Antwort von Herrn Hamesse bezieht sich auf die kulturelle Identität nachgebauter Fachwerkhäuser. Alle Antworten sind richtig und regen zum Nachdenken an, auch ohne "abzukassieren".



@Tom Wille



Wenn Sie meinen Text aufmerksam gelesen haben, wird Ihnen unschwer der Smiley ";-))" entgangen sein. Bedeutet so viel wie die kleinen humorvollen Anspielungen auch als solche zu nehmen. Trotzdem fehlen in der Fragestellung einige wesentliche Parameter die zu einer klugen Einschätzung vom Bildschirm aus notwendig wären und die auch bis heute nicht in diesem Thread nachgetragen wurden. Die gegebenen Fakten sind nach wie vor zu unvollständig um eine seriöse, ferndiagnostische Antwort zu geben. Rückfragen und Aufforderung zu weiteren Infos, ob nun normal, humorvoll undoder mit sarkastischem Unterton sollen nur dazu animieren eine Reaktion zu zeigen, damit eine brauchbare Diskussion und Abhandlung des Themas zustande kommt. Alle, die bisher in diesem Thread geantwortet haben, sind durchaus fähig sehr detailliert und speziell Rede und Antwort zu geben, und freiwillig und untentgeltlich ihre Arbeitszeit in die Erforschung verschiedener Problematiken zu stecken. Das können Sie jederzeit in diversen anderen Threads überprüfen. Die Zeit die ich, hier kann ich nur für mich sprechen aber ich denke es geht allen anderen genauso, in die Beantwortung von Fragen in drei versch. Bauforen stecke, hat bisher zu keinem Zeitpunkt dazu geführt mal so richtig "abzukassieren" (außer bei der Erweiterung des persönlichen Horizontes vielleicht). Da scheine ich ja entweder kaufmännisch mit dem Klammerbeutel gepudert zu sein oder Ihre Theorie hinkt... Aber sei´s drum: ich werde künftig mal ´ne etwas andere Formulierung wählen um mehr Infos rauszukitzeln. Trotz allem schönen Tach noch



Vorgehen in dieser Sache



so muessen wir halt versuchen, den Bauherrn zu befaehigen, die richtigen Fragen zu stellen.
Eine Frage, die sich Sakriversum stellen muss:


Soll die Bodenplatte eine tragende sein oder nicht?
Wenn nicht, wuerde das heissen, dass das Tragwerk (z.B. innenliegende Holzsäulen) auf Einzelfundamenten steht, die unter der Bodenplatte sind.
Dann müssten 15 cm eigentlich OK sein.
Wenn die Lasten des Tragwerks über die Bodenplatte abgeleitet werden, vermute ich, reicht es nicht.


Herr Malangeri hat insoweit recht als uns erst das Gesamtkonstrukt des Gebäudes bekannt sein muss bzw. ein Statiker diese Frage beantworten kann. Der weiss nämlich genau, welche Fragen dafür noch zu stellen sind.

Grüße, Boris Scharinger