Bodenaufbau auf Holzbalkendecke Sand und Palletten

10.08.2015 BumBum



Grüezi metenand!
Nach drei Jahren Lese- und Bauzeit hier mein erster Beitrag.
Gerne möchte ich meinen geplanten Bodenaufbau hier zur Diskussion stellen.
Ziel ist: Verbesserung Schallschutz

bereits bestehend von unten nach oben:

Sichtbalken Kassettendecke (Balken 20cm x 14)
Schlackenschicht zwischen den Balken 6cm
Dielen direkt auf Balken genagelt

neu hinzu soll:
- 60 kg Sand pro m2 (Statiker ist einverstanden)
- Korkzapfenfüsschen :-) 1,5 cm
- Blindboden / Holzrost aus Hartholzpaletten 5cm
- Zwischenräume werden mit Flocken oder Hobelspänen gefüllt
- 22mm Fischgrat ebenfalls aus Hartholzpaletten

konkrete Frage:
- taugen die Korkzapfenfüsschen als Schallenkoppelung, oder muss diese besser flächig zb. mit einem Korkstreifen sein?

Foto zeigt eine Testfläche

Vielen Dank für Einwände, Anregungen, Ideen etc.





Testsfläche von oben



Schalldämmung Holzboden mit Korkzäpfchen?



deine Korkzäpfchen werden nicht optimal sein, da die bei der geringen Auflage stark verdichtet werden, was die Schalldämmung reduziert.

Bei größerer Auflagenfläche wird der Flächendruck reduziert, sodass flexiblere, weichere Dämstoffe möglich sind,
zB Kokosfaserstreifen, Filzstreifen etc.
Gummigranulatstreifen sind auch gut geeignet.

Dein Paletten-Hartholzunterbau wird wohl aus Buche bestehen, was auch wegen der Konstruktion aus vielen losen Einzelstäben zu mehr Knarrgeräuschen führen wird.

Besser wäre in der Hinsicht ein schwimmend verlegter und in den Fugen verleimter Unterbau zB aus OSB-Platten und darauf verleimte Parkettstäbe.
Noch steifer wären 2 Lagen miteinander verleimter Platten mit versetzten Fugen.

Andreas Teich



Fußbodenaufbau



Warten Sie noch ein wenig mit der Patentanmeldung und der Vergabe von Fertigungslizenzen.
Wie hoch ist denn Rw (das bewertete Schalldämmmaß) Ihrer Konstruktion?
Was kostet 1 m²?



Fußbodenaufbau



auch doppelt



Streifen statt Zapfen & Schalldämmass



Vielen Dank für die Anregung. Werde einen Versuch mit Kokosstreifen machen!!! und versuchen den Unterschied zu hören.

Holzarten sind wild durcheinander gemischt.
- Eukalyptus
- Meranti
- Ramin
- Balau...
alles was der Wald in Malaysia so hergibt. Da ich das Holz "upcycle" habe ich aber nur ein mässig schlechtes Gewissen. Meine Testfläche 140 x 110 wiegt 31 kg.

Knarren tut jedenfalls in der Unterkonstruktion (noch) nix.
Spiralnägel und unten umgebogen....
Um das Baubudget zu schonen kann ich leider nicht auf Plattenlösungen umsteigen und muss bei Paletten bleiben. Auch habe ich die 360 Paletten für den ganzen Boden bereits entnagelt und bereit zum Ablängen.

Leider habe ich keine Ahnung von Schalldämmass & CO
Kann man das berechnen oder mit einfachen Mitteln messen???

1 Palette 2 Euro. Aus 2 Paletten 110 X 140 cm gibts knapp 1 qm Parket und Unterkonstruktion.
Alles Inklusive schätze ich kostet der Boden weit unter 10 euro pro qm. Dafür aber eben so viele Arbeitsstunden pro qm

lg aus der Schweiz



Holzkonstruktion für Fußboden



Ich dachte die Löhne in der Schweiz sind etwas höher, sodaß es sich zumindest wirtschaftlich nicht unbedingt lohnt zeitaufwendige Arbeiten selbst zu machen?

Knarren hängt auch sehr damit zusammen, wie trocken die Hölzer sind und auch wie sich die jetzige und zukünftige Raumluftfeuchtigkeit verhält.

Welche Ansprüche an die Schalldämmung bestehen denn?
Sind es völlig unterschiedliche Nutzungseinheiten?

Du müßtest natürlich sehen, daß sich dein Unterbau aus Palettenhölzern nicht verschieben kann oder wie willst du die untereinander zu einem Ganzen verbinden?

Wenns noch günstiger sein soll und Zeit nicht so die Rolle spielt kannst du auch Stücke von Fahrad-, Motorrad- oder Autoreifen zur Schalldämmung unterlegen.
Da bekommst du evt noch Geld fürs mitnehmen.

Dann wird's ein echtes Recycling-Projekt.

kannst du noch Bilder der Decke einstellen?

Andreas Teich



Fußbodenaufbau



Sie wollen also einen schalldämmenden Fußboden bauen und wissen nicht ob Ihre Konstruktion überhaupt den Schall dämmt. Das sollte man vorher abklären und nicht erst schießen und dann fragen.
Kann man das berechnen und/oder messen? Sicher, ein Akustikbüro kann das.



Akustikbüro?



Ja die einzelnen "Palettenunterkonstruktionen" werden durchgehend miteinander mit Dachlatten in den Zwischenräumen verbunden und sind nicht mehr verschiebbar zudem werden sie durch die Verschraubung der Fischgratstäbe zusammengehalten.

Ansprüche an Schullschutz:
Ja es sind getrennte Wohnungseinheiten. Wir (Familie mit drei tobenden Kindern) unten eine art Bed & Breakfast Herberge oben.
Es muss nicht die nonplus ultra Lösung sein, aber wenn man den Aufbau noch optimieren kann... In erster Linie brauchen wir einen neuen durchgehenden Bodenbelag.

Hm... Akustikbüro habe ich nicht budgetiert:-)
Ist aber so glaube ich auch nicht nötig. Erste Versuche haben ja klar gezeigt, dass die Konstruktion in die richtige Richtung geht und ich nicht etwa einen Resonanzkörper baue. Trotzdem ist es so denke ich legitim noch auf diesem Weg Ideen für eine Verbesserung zu suchen.

Interessant wären noch Vorschläge zum Auffüllen der Zwischenräume.
Wenn ich richtig verstanden habe ist das wichtig für die Luftschalldämmung. und Masse spielt hier nicht mehr die Hauptrolle. Hobelspäne oder Cellulose?
Das lässt sich leider nicht so einfach testen wie die Trittschallübertragung.

hier noch ein Bild der einen Decke. In den anderen Zimmern habe ich zusätzlich noch eine Gipsfaserplatte abgehängt und Zwischenraum mit Steinwolle gefüllt.

Merci für Anregungen



Akustikbüro?



Ja die einzelnen "Palettenunterkonstruktionen" werden durchgehend miteinander mit Dachlatten in den Zwischenräumen verbunden und sind nicht mehr verschiebbar zudem werden sie durch die Verschraubung der Fischgratstäbe zusammengehalten.

Ansprüche an Schullschutz:
Ja es sind getrennte Wohnungseinheiten. Wir (Familie mit drei tobenden Kindern) unten eine art Bed & Breakfast Herberge oben.
Es muss nicht die nonplus ultra Lösung sein, aber wenn man den Aufbau noch optimieren kann... In erster Linie brauchen wir einen neuen durchgehenden Bodenbelag.

Hm... Akustikbüro habe ich nicht budgetiert:-)
Ist aber so glaube ich auch nicht nötig. Erste Versuche haben ja klar gezeigt, dass die Konstruktion in die richtige Richtung geht und ich nicht etwa einen Resonanzkörper baue. Trotzdem ist es so denke ich legitim noch auf diesem Weg Ideen für eine Verbesserung zu suchen.

Interessant wären noch Vorschläge zum Auffüllen der Zwischenräume.
Wenn ich richtig verstanden habe ist das wichtig für die Luftschalldämmung. und Masse spielt hier nicht mehr die Hauptrolle. Hobelspäne oder Cellulose?
Das lässt sich leider nicht so einfach testen wie die Trittschallübertragung.

hier noch ein Bild der einen Decke. In den anderen Zimmern habe ich zusätzlich noch eine Gipsfaserplatte abgehängt und zwischenraum mit Steinwolle gefüllt.

Merci für Anregungen



Decken-Schalldämmung



Zellulose wird besser sein als gröbere Hobelspäne- wenn dann möglichst feine nehmen, da die den Schalldurchgang eher reduzieren als zu grobe.
Füllung etwas überhöhen, sodaß die Dielung leicht darauf drückt und der Luftraum komplett ausgefüllt bleibt.

Andreas Teich



Situation in der Schweiz



Handwerker kosten inklusiv MwSt so um die CHF 100 pro Stunde. Auch Baumaterial ist - mit wenigen Ausnahmen - deutlich teurer als in DE. Die Listenpreise für Dämmstoffe sind z.B. völlig bescheuert, Ausnahme sind die Sachen die man bei Bauhaus findet. Die Behörden sind wenig flexibel, was die Baukosten weiter in schwindelerregende Höhen treibt.

Positiv ist dass man auch etwas mehr verdienen kann, und Unterhaltskosten (nicht wertvermehrend) vollumfänglich abgesetzt werden können. Wer gut verdient, kann das Geld mit einer Altbausanierung sinnvoll neutralisieren.

Zwischen Kassettendecke und Einschub gibt es wahrscheinlich einen Hohlraum, würde ich mit Steinwolle füllen (z.B. Sonorock bei Bauhaus). Sand ist mir auch sympathischer als Schlacke. Statt die Tragschicht aus Paletten zu häkeln, würde ich auf OSB Platten zurückgreifen (auch wieder bei Bauhaus). Ob das schwimmend sein darf (von wegen statische Scheibe), sollte man den Statiker fragen. Den Deckbelag aus wiederverwendetem Palettenholz finde ich neckisch.

Ich hoffe aber dass die Paletten nicht chemisch behandelt wurden. Die Stempel auf den Paletten geben darüber Auskunft, z.B. HT steht für heat treated (harmlos), MB für Methylbromid (nicht so harmlos).



böses Methylbromid



Doch ich verbaue die MB Paletten. Keine Rückstände nach 22 Tage im Holz. Schau mal hier:

http://www.bfr.bund.de/cm/343/containerbegasungen_verbrauchergefaehrdung_durch_brommethan_in_produkten.pdf

Hast du andere Informationen? oder woher nimmst du die Bezeichnung nicht so harmlos?

Ja leider verdiene ich auch nicht so viel wie der Handwerkeransatz in der Schweiz.