Aussendämmung Lehmfachwerk

15.05.2013 Pyrrha80



Hallo in die Runde :)

ich weiß, Dämmung ist ein emotionales bund schwieriges Thema. Seit rund einem Jahr versuche ich nun für mich pro und Contra zu ordnen, aber wirklich weiter bin nicht gekommen.

Kurzzusammenfassung: 110 jahre altes Lehm-Fachwerk, schwerst vernachlässigt und gerade in der Grundsanierung, Innenfachwerk komplett erneuert, neuer Boden und Wände.

Eine Dämmung ist unbedingt erforderlich- der Winter war trotz 2er Holzöfen und zusätzlicher Gasheizung verdammt kalt!

Also Holzfaser ist das NonPlusUltra... ok. Kann ich mir aber definitv nicht leisten im Moment, da ich gerade den kompletten Dachstuhl erneuern muss.

Styropor wird verteufelt, aber wirkliche Alternativen konnte ich nirgens herauslesen.

Da ich kein zu erhaltenes Aussenfachwerk habe (im Moment Aluplatten und alter Schiefer gemischt) dachte ich über eine hinterlüftete Fassade nach. Aber um so mehr ich lese, umso verwirrter bin ich.

Mit welchen Techniken wäre Styropor oder Rockwolle möglich?
Wass sind die Risiken?

Oder gibt es noch Alternativen zur Holzfaser?

Alles wird in Eigenleistung erbracht... da sonst keinerlei Arbeiten mehr zahlbar sind :(- es gab leider mehr Überraschungen als eingeplant waren, trotz Polster.

Über eine sachliche Information wäre ich sehr dankbar.

Gruß aus Thüringen

Nicole



Außendämmung



Hallo Nicole,
Hanf wäre evt. auch eine alternative. Kann denke ich unter Anleitung auch vieles selbst gemacht werden. Siehe hier: http://www.hanffaser.de/uckermark/index.php/daemmstoffe/stopf-hanf-daemmwolle.

Wichtiger als Wände ist eher das Dach und Fenster.
Kann hier mit den verschiedensten Lösungen gelöst werden.

Gruß
Heiko





ui.. das ging schnell :)

Danke für deine Antwort.

Fenster sind bereits alle neu und Dach ist gerade in Arbeit. Wie das so ist, eine Arbeit noch nicht fertig, grübelt man schon über die Nächste nach :) .

Da aber eben aktuell ein "kostenneutrales" Gerüst steht, wäre es machbar...

Hanf hört sich gut, arbeite mich durch deinen Link ;)

Gruß Nicole





Hallo,

ich meine,die Vorhangfassade ist am wenigsten schadensträchtig in Eigenleistung zu erstellen und gut abschnittweise auszuführen.
Mein Aufbau sieht so aus:
- Holzfaserdämmplatten 120mm
- Windbremse
- Hinterlüftung und Lattung(muß Kleintier sicher sein),
- z.B. Lärchenbretter

So teuer ist Holzfaser na nun auch nicht. Preisvergleich lohnt durchaus. Es gibt dann und wann auch Sonder/Restposten zu kaufen.

Wie viele MQ sind es denn?
Wie hoch ist der oberste Fußboden bewohnter Räume über Außengeländeoberkante?
Wie groß ist der Dachüberstand, kann dieser noch verlängert werden?
Gruß
D



Alternativ



könnte die Dämmung auch als Einblasdämmstoff eingebracht werden hier liegen die Preise bei ca. 70 € /m³.

Grüße



Wenn



die Vorhangfassade und die Mineralwolldämmung fachgerecht erstellt werden dürfte es keine Risiken geben.

Was mich an PS und Glas/mineralfasern stört ,das Zeug ist Sondermüll ,teuer zu entsorgen und schwer ,bis garnicht recyclebar.
Die Herstellung ist auch alles andere wie umweltfreundlich.

Wenn ich mal nicht mehr bin,weiß ich nicht wie die,die nach mir kommen mit dem Haus umgehen...im schlimmsten Fall sollte dann vom Haus ein Haufen Kompost überbleiben und nicht kubikmeter von Sonder/Müll.
Mir reichen hier 7cm Strohlehminnendämmung an Wänden und Stakendecken,bei 14er Fachwerkwänden.

Grüße Martin





Danke für eure Gedanken :)

also

Wie viele MQ sind es denn?
- Genau kann ich es nicht sagen aber aktuell geht es um 2 Aussenwände mit insgesamt rund 120 qm (ungefähr) plus später noch rund 180 qm

Wie hoch ist der oberste Fußboden bewohnter Räume über Außengeländeoberkante?
- hab ich mir noch nie Gedanken drüber gemacht- aber ich denke 30 cm sind es mindestens höher, da ich außen sichtbar Natursteine habe und der Boden ca 30 cm höher liegt. Warum und wofür ist das entscheiden?

Wie groß ist der Dachüberstand, kann dieser noch verlängert werden?
- der ist groß genug, da das Dach ja gerade gemacht wird...lockere 50 cm :)

Und doch, Holzfaser ist zu teuer.. zu teuer für meine aktuellen Finanzen. Wenn ich könnte, würd ich mein Häuschen in Gold einpacken... aber das geöd hab ich nicht ;)

Gruß Nicole

@ Martin: was verstehst du unter einem fachgerechten Aufbau? Ich denke schon, wir sind inzwischen recht begabt.



Polystyrol



ist eingepackte Luft. Dem zufolge reicht zu einem guten Wohlgefühl eine gute UK und darauf eine durable Verkleidung.Denn die ruhende Luft ist gute Dämmung, wie bei dem Eisbär. Oben und unten für die Zirkulation Schlitze mit Insektenschutz.





Gemeint ist nicht das Eg sondern der Fußboden im obersten bewohnten OG oder DG.
Liegt dieser höher als 7m über Geländeoberfläche gelten besondere Brandschutzbestimmungen.

Der Dachüberstand sollte bei einer Vorhangfassade nicht zu knapp ausfallen. Für den Aufbau sollte man mind. 165mm rechnen.

Kann der Schiefer heile demontiert und wiederverwendet werden?



Gruß
S





Guten Morgen,

Dann habe ich das mißverstanden, sorry.

Also da mein Häuslein am Hang liegt, komme ich keine 5 Meter über das Gelände. Das Dach schließt fast bündig mit meiner oberen Grundstücksgrenze ab.

Der Schiefer ist leider schon sehr mitgenommen und beschädigt. Ich habe die Hoffnung, dass aus aktuell 2 Wänden mit kaputtem Schiefer wenigstens eine neue gebaut werden kann, da ich im Keller auch noch 2 Kisten mit neuen Schiffer gefunden habe. Das ist aber auch das Maximum. Ich hoffe also die Front aus altem Schiefer neu aufbauen zu können und bin für die restlichen Wände noch unentschlossen.

Eine kleinere Wand ist offenes Fachwerk... das soll auch so bleiben- dies wird die einzige ungedämmte Wand werden. Sind aber auch nur wenige QM.