Welche Holzart bei Holznägeln

30.08.2009



Morjen

Da ich grade felißig am Abschleifen der "super" Kunstofffarbe bin, müssen auch die Holznägel ersetzt werden. Bohrer und eine gute Bohrmaschine habe ich schon. Für die Holznägel wollte ich eigentlich so Buchenholzstangen mit Riffelung nehmen und diese dann mit Holzleim einschlagen. So arbeitet mein Zimmermann jedenfalls.
Bei nem Bier gestern meinte ein Bekannter ich solle lieber Eichennägel nehmen, da die Buchennägel leichter verrotten und die Feuchtigkeit anders transportiren würden als Eichennägel. Man hätte bei nur Eiche eine homegene Masse.
Da ich morgen los ziehen will und einkaufen muss ;-), wüßte ich gerne, ob ich Buche oder Eiche nehme soll??
Vlg

Sebastian



Eiche oder Buche



Hallo

Ein altes Sprichwort sagt: "Eichen sollst du weichen - Buchen musst du suchen"
Aber das soll nur bei Gewitter gelten.

Wenn die Holznägel nur in Balken innen sind können Sie Buche nehmen - Alle Einsatzgebiete der Buche mit Aussen und einem Feuchtewechsel vermeiden.

Das war noch nie gut und wird auch nie gut!

Die sollten leicht konisch sein.

FK



Wie..



..FK schon schrieb: im Außenbereich Eichennägel. (Ich würde Sie auch innen verwenden).

Buche ist übrigens auch kurzfaseriger und somit weniger belastbar.

Den Leim würde ich auch weglassen. Wenn die Nägel vernünftig gefertigt sind (konisch) brauchts kein Leim.

Buchenholzstangen mit Riffelung sind mit Sicherheit zylindrisch. Die werden sich nie kraftschlüssig einschlagen lassen.

Grüße
MW



Nägel



aus Eiche, aber Kernholz und viereckig ! Das Konisch kann man mit scharfen Stemmeisen selber nachrichten. Also nur Leisten kaufen als Meterware, die alten Nägel versuchen rauszuschlagen/Ziehen !



Mit Vorliebe aus Birke, ottter Eicha



und bitte darauf achten,dass auf Zug gebohrt wird!Auch wenn es nachträglich ausgeführt wird.



Birke??...



...wo denn?
Für mich sehen die Nägel auf dem Bild wie Eiche aus.



@Zitronenfalter



Ja die sind aus Eiche! Und?





Schon mal Danke.
Rausschlagen wird nicht gehen, jedenfalls nicht im Wohnbereich unbd oft sind die ziemlich weg gegammelt ( durch Farbe und Wasser).
Wie soll ich das mit dem Bohren verstehen? Ich würde jetzt mit nem Schlangenbohrer aufbohren und dann einen neuen Nagel eintreiben.
Ich habe im Netz welche mit nem dickeren Kopf gefunden, die aber viereckig sind.



Der "Zitronenfalter"...



...zeugt da aber von "gesundem", forstlichem Halbwissen, Herr Eckhardt.





Habe grad nochmal in einem Fachwerhandbuch nach gelesen. Dort schreiben sie, dass man eine Bohrschablone an die Holznägellöcher heften soll, dann mit ca. 40mm breite bis an den Zapfen aufbohren und einen Eichendübel bündig einschlagen mit Leim. Nach dem trocknen durch den Dübel ein 20mm Loch und den bohren Zapfen, und einen neuen Eichennagel einschlagen.
Dann habe ich das stark ausgefranzte Loch außen bündig zu und nur einen Eichennagel durch den Zapfen.
(Wolfgang Lenze).



@Flieg Zitronenfalter



@das mit forstlichem! Naja! Kümmse wieder runter!
Sie kennen sich ja aus als "baufachfremder"

Hallo Sebastian,

wende dich mal an deine örtliche Zimmerei otter den Tischler deines Vertrauens! Die Nägel kosten nicht die Welt!

Und bitte nicht mit Leim jeglicher Art.. Einfach Holz auf Holz..

Viel Erfolg



????



welchen Grund gibt es eigentlich für Ihren etwas merkwürdig anmutenden Ton, Herr Eckhardt?

Aber Sie haben Recht: Die "Geschichte" mit dem Leim klingt aus der Feder eines Fachmanns schon ganz anders, gell?



Birke...



...hat im Außenbereich ebensowenig zu suchen wie Buche.

Wozu sollen die Holznägel denn überhaupt erneuert werden? Auch da kann man die Farbe entfernen. Klingt wie Heimwerkerei. Die ist für historische Bauten zumindest ebenso schädlich, wie die bunte Palette holzzerstörender Pilze.

Grüße

Thomas





Die sollen erneuert werden, weil sie fast nicht mehr vorhanden sind. Nachdem abschleifen habe ich an der Außenseite nur Löcher, wo dann nach ca 10-20mm mal ein Nagel zu erkennen ist.
SO würde halt dauernd Wasser in die Löcher laufen.

Habe auch endlich eine Tischlerei gefunden, die mir welche herstellt.



Ja ich war lange abstinent!



Sonst hätte ich schon eher was zu der Grütze geschrieben! Da werden ja meine Milchzähne sauer, wenn ich so etwas lese.
Buche, Birke Wahnsinn das Schmerzt.Ich hätte noch Holler im Angebot!:-) Dann macht noch der Tischler de Holznägel. Ich halt´s nicht aus! Bestimmt schön mit der Schleifmaschine.
Erstens kommt es darauf an "Wo" steht die Buchte und welche "Erbauungszeit" hat´se! Denn danach ist meistens die Verwendung des Holzes Maßgebend. bei uns in Sachsen Überwiegend Fi/Ta, im Harz oft, im Norden häufiger Eichefachwerke, Richtung Brandenburg mehr Kiefer.
Der HN ist meist aus dem Holz wie das FW. Ich habe schon sehr viele FW erlebt aber in unseren FI/Ta habe ich noch nicht einen Eichenagel gesehen. Hausforschung und Wissen über historische Techniken helfen hier.

Gruß Ronny



Auch wenn einem die Milchzähne sauer werden und es schmerzt!



Wenn man Hausforschung und Wissen über historische Techniken nur überliest,kümmt Birke als Verbindungsmittel,sprich als behauener Holznagel, in Bundwände,natürlich nicht vor!

Bei mir schon...

Aber zwecks der Materialwahl zur Sicherung/Befestigung im Gefüge; immer im System bleiben..

p.s. Unsere Holznägel, achtkantig,Objekt bezogen versteht sich,fertig unser Tischler des Vertrauens! Leben und Leben lassen.... Auch zwecks des Kostenfaktor's



Birke...



die in der oberen Schachtel des Fotos passen sicher gut - für Schuhe.

Im Innenbereich (Dielung) ist Birke historisch recht gebräuchlich.

An verbreitesten ist sicher die Variante, in der Holzart des Fachwerkes zu nageln, Fichte oder Farbkernholz. Zuweilen habe ich auch Eiche im Nadelholzfachwerk gesehen.

Welchen Vorteil bietet es denn, ein besonders anfälliges Holz außen zu verbauen? Am Gelde kann's ja wohl nicht liegen.

GRüße

Thomas



@die in der oberen Schachtel des Fotos passen sicher gut - für Schuhe.



Ne Herr Böhme! Die gehören och zu einem Fachwerkhaus!
Verbindungsmittel für ein kleines Fachwerkhaus! Hat och ne Nummer: 002/100

Und ne Dielung liegt och schon drin! Is Beratungsresistent...



Nee oder Nein...



ein ähnliches Format findet sich aber eben auch in alten Schusterutensilien.

Was meine obige Frage im übrigen nicht beantwortet.

Grüße

Thomas



Schuster bleib bei deinen Leisten!



@Schusterutensilien: Den möchte ich meine Schuhe gerne geben!
@Was meine obige Frage im übrigen nicht beantwortet! ????
Aber wie sagt der UDO immer "lassen Sie uns telefonieren"!



Ein Forum ist ein Forum...



...ist ein Forum.

Wenn also HIER behauptet wird, Birke seie der ultimative Hype für ein Außenfachwerk, sollte auch HIER begründet werden, warum. Man kann am Telefon auch zuviel quatschen.

Und das wären denn Schusters Holznägel, 18mm lang, aus dem Koffer eines reisenden Flickschusters, um 1900, in Birke.

Grüße

Thomas



Wer behauptet hier



ultimativ für außen? Atmen hilft und lesen auch...
Bundwände schrieb ich! Quatschen werd ich nicht! Warum auch mit jemanden, der vorher schon seine Schuhe raus holt..

@ Nägel aus dem Koffer von 1900
sind eher Holzstifte...

aber egal...

Tischlerforum lässt grüßen...

@lesen bildet, außer der konstruktiven Bildung! Schau'n se mal unter Arthur Wagner!

Auch wennse wieder mit dem Forum kommen!



@ Michael Eckardt!



Also ich muß meine Holznägel nicht kaufen!! Egal ob beim Tischler oder im Handel. Dafür hat mir Gott zwei Hände gegeben und Joseph die Stoßaxt.Ich finde es peinlich als Zimmerer Holznägel zu kaufen. Und wenn ich dann sehe , dass alle Achteckige HN machen, da schmeißt´s mich wech! Nur weil die alten HN Kantendruckstellen hatten und dadurch als latentes Achteck rausgezogen wurden. Dann noch die alte Kamelle mit dem auf Zug bohren! Schaut euch mal alte FW an , wo dort auf Zug gebohrt wurde. Versuch das mal mit nem Löffelbohrer. Und einzel´n abgebohrt? Auch nicht. Früher wurde mit Seilen gespannt (gebunden). Glaubt irgendwer nach dieser Knochenarbeit haben die ne Wand wieder auseinander genommen. Dann nehmt mal schön Buche und Birke, da haben unsere Nachfahren was zu Fachsimpeln.

Gruß Ronny



Vergesslich?



"Mit Vorliebe aus Birke" behauptet weiter oben Einer auf eine Fragestellung zu äußeren Holznägeln und schreibt zunächst 'mal gar nichts zu Bundwänden. Das ist vielleicht im engesten Wortsinne nicht ultimativ, aber eine massive Empfehlung-für außen.

Die von mir fotografierten Holznägel ähneln den Eckhardschen doch auffallend, oder? Überflüssig, zwischen Nagel und Stift unterscheiden zu müssen. Die Begriffe werden auch für die eisernen Teile nebeneinander verwandt.

Tischlerforum? Da hätte ich ein paar überzeugende Gründe, die nicht hierhergehören, warum ich dort nicht aktiv bin. Was soll das?

"@lesen bildet, außer der konstruktiven Bildung! Schau'n se mal unter Arthur Wagner!"

Das klingt ganz so, als ob Sie keine Argumente hätten. Mieser Tonfall. Aber Sie kennen ja noch andere Foren...

Grüße

Thomas





Peinlich bei nem Tischler Holznägel machen zu lassen???

Ich habe gar keine Zeit und das Werzeug, welche zu machen.
So unterstütze ich das Handwerk, habe runde Nägel,die konisch von 26mm auf 20mm zulaufen, aus alter getrockneter Eiche.
Manche Leute haben hier echt Probleme und man fühlt sich an einen Sandkasten erinnert...



Schöne Diskussion,



wenn jeder über was anderes redet :-)

Für die Restaurierung alter Bausubstanz ist es jedenfalls sinnvoll, nicht allzuviel Neues zu erfinden. Wenn da kantige Holznägel waren, sollten sie halt auch wieder kantig sein, und die manuelle Fertigung vor Ort schafft ein Erscheinungsbild, daß zur historischen Substanz passt.

Wer freilich sein Handwerk nicht beherrscht, lässt sich was sägen. Das hat kaum mit Zeit, aber viel mit Können zu tun.

Grüße

Thomas



Manche Leute haben hier echt Probleme und man fühlt sich an einen Sandkasten erinnert...



@Sebastian

Leider ist es hier manchmal So! Leider so geworden!

Es ist wie mit den Mischkalkulationen!

Grüße nach Kassel



"Mischkalkulation". Pruust!!



Mir zeigt dieser Thread eigentlich nur, dass meine Entscheidung, vieles lieber selbst zu machen, die Richtige ist. Wenn ich mir vorstelle, der Holzbaubetrieb meines "Vertrauens" hätte mir Birkennägel ins Fachwerk gedrückt, na Gute Nacht. Die gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistungszeit hätten die mit Sicherheit überstanden,.... und dann?

Im übrigen Herr Eckardt, errinnert mich ihr "Stil" an einen Malermeister den wir hier mal hatten. Der glaubte auch, durch meist "unflätige" Ausdrucksweise Werbung für seinen Betrieb machen zu können.

Unangenehme Nachfragen wurden auch damals nicht beantwortet. Weder im Forum noch im Postfach!

Wohl an... und viel Erfolg dabei.

@Sebastian: als Sandkasten würde ich es nicht bezeichen. Denn zur Meinungsbildung (insbesondere zu deiner als Fragesteller) dienen die Beiträge doch durchaus, oder?



Außen keine Birke, keine Buche ...



... weil sowohl Birke (Betula pubescens) als auch Rotbuche (Fagus sylvatica) leider überhaupt nicht dauerhaft gegen Pilze sind. Das bedeutet die würden in Außenwänden innerhalb kurzer Zeit von Weißfäulepilzen "vernascht". Eichenkerholz ist deutlich dauerhafter. Übrigens darauf achten, dass es Stiel- oder Traubeneiche (Quercus robur, Q. petraea) und nicht etwa wenig dauerhafte Roteiche (Q. rubra) ist. Für trockene Innenwände sind Dauerhaftigkeitserwägungen nicht entscheidend sondern nur Überlegungen zu ausreichender Festigkeit und dem Erscheinungsbild.
Ich hoffe jetzt etwas für die bautechnisch sinnvollen Fakten getan zu haben und hoffe weiterhin dass diese Diskussion nicht noch mehr an Inhalt verliert.
Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold



Hallo Sebastian!



Nun mal nicht so jammerlich, sonst wird´s wirklich noch wie in der Sandkiste.
Sie wollten doch was über HN wissen und haben einige Antworten bekommen, die einen Fachmann grausen lassen.
Hier lesen ja viele Leute mit, die den Grütz aufnehmen und draußen weitergeben. Wenn es dann heißt, das habe ich aus Fachwerk.de. Peinlich!
Erstens: Baut der Zimmerer das Fachwerk und der HN gehört zum FW. Also hat der Zimmerer den HN zu machen.
Zweitens: Wie schon erklärt die Holzart des FW bestimmt die des HN. Es gibt Ausnahmen, aber die euch Laien zu erörtern ist schwierig.
Drittens: Form und Grund des HN: Es ist beim Herstellen des HN zuerst auf den Faserverlauf des Holzes zu achten. Wenn dies beachtet wird, dann kann man die Rohlinge "vorsägen",Original wurde gespalten. Z.B. 24x24x200mm. Dann werden diese Rohlinge mit der Soßaxt etwas Konisch verstochen, leicht angspitzt angestochen, die Seitenränder "leicht" gefast und zum Schluss der Kopf an den Seitenecken Prismiert verstochen. Fertig ist der HN! Die Rohlinge sind Winterarbeit und der HN dan dauert max.
30 sek.!!!!! Die konische Form bewirkt, dass der HN immer unter Druck im Loch steht. Da dieses Loch immer die gleiche Bohrweit hat. Daher ist darauf zu achten, dass die Bohrweite zum einen der mind. Nageldicke entspricht und die konische Form nicht zu groß ist. Sonst könnte es zu Rissen im Holz führen. Die konischen Formen der Löcher, die man häufig im FW sieht, wo mancher behauptet früher wurde konisch gebohrt, wo durch entstanden diese? (Hausaufgebe).
Zu achten ist außerdem wie der HN angesetzt wird, aber ich verrate nicht alles.

Gruß Ronny





Wenn alles so einfach wäre und man gute Handwerker finden würde. Hier in Nordhessen ist es die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Kaum einer der sich vernünftig mit Fachwerkhäusern beschäftigt. Es hat fast eine Woche gedauert, bis ich jemanden für die HN hatte. Die anderen Handwerker habe einen für bekloppt gehalten, dass man wieder HN verwenden möchte. So zieht es sich durch. Egal was man haben möchte, ob einen Zimmermann, der ohne Stahlnägel arbeitet, einen Dachdecker, der die alten Ziegeln wieder ansetzen soll, oder jemanden der reinen Kalkputz aufbringt. Die Suche nach den " richtigen Leuten" in der Nähe ist verdammt schwierig.
Hier herrscht eher die Trockenbau Mentalität und " Fachwerk durch Stein ersetzen".

Danke für die vielen Antworten.



Einfach mal...



...die Regionalsuche hier im Forum bemühen. Da findest du, so denke ich, die Handwerksbetriebe in deiner Nähe, die das richtige "Händchen" für dein Vorhaben mitbringen.

Grüße
Martin



@Sebastian



Du hast da einfach in der falschen Ecke gesucht. Im Forum finden sich Fachbetriebe, selbst bei der Denkmalschutzbehörde kann man Empfehlungen bekommen. Es muß wirklich kein Hausmeisterdienst mit Drang zum Höheren sein.

@ Community

Den Drang zum wirklich billigsten "Holznagel" befriedigt vielleicht die klassische Breitkantlamelle? 16x16x160mm, der Quadratmeter(liegend) zu 20 EUR netto in Eiche, knapp unter dem Brennholzwert :-)

Für diejenigen, die mit Ironie nix am Hut haben: Das war keine Empfehlung.

Grüße

Thomas