Fensteranschlußfugen abdichten bei einem Holzhaus .....

25.01.2012



Guten Abend, ich bin neu hier. Habe schon einiges gelesen, aber noch keine Antwort gefunden. Ich habe vor ca 2 Jahren ein Blockhaus gebaut, mit einer Massiven Doppelwand. 10 cm Wand aussen dann 10cm Steinwolle Dämmung und die Selbe Wand innen. also 30 cm Doppelwand. Die Bohlen sind nicht schichtverleimt wie bei manchen billigbausätzen sondern vollmassiv. So weit so gut, alles in Ordnung.

Wegen der Bauart des Hauses ( aufstockung ) auf ein bestehendes Gebäude errichten wir eine Firsthöhe von 12,50 meter. Deshalb habe ich mich bei 26 Fenster im Holzhaus, für dunkelrote Kunstofffenster der Firma Schüko. Diese Fenster habe ich in eine Zarge aus Multiplex eingefasst und in die Fensteröffnungen mit Distanzschrauben rutschend eingebaut. Fensterfugen zwischen Holzwand und Zarge mit Steinwolle ausgestopft aussen Kompriband geklebt innen Bekleidung aufgebracht. Fertig.
In unserem Wohlfühlbad mit großer Wanne usw habe ich festgesttellt das aussen im Bereich nach einiger Zeit im Winter Kondenswasser unter den Rahmen ensteht.
Nun mußte ich wegen baulicher veränderungen einen Rahmen in der Küche entfernen. An der äusseren Bekleidung war oben an manchen stellen grauer Schimmel enstanden denke ich es war dunkel.
Nun bin ich soweit das ich die Fensterzargen gerne durch welche aus Lärchenholz erstzen möchte. Finde ich natürlicher, da ich auch ein FReund vom vergrauen des Holzes bin und Lärche eignet sich ja besonders dafür.

Nun zum Thema, ich möchte das Fenster so gut wie möglich einbauen die Fugen rund herum gerne mit Steinwolle verfüllen. Ich weiß nur nicht wie ich da mit umgehen soll, das sich eventuell Tauwasser in der Fuge bilden kann. Die Holzwand vom Haus ist komplett unversehrt. Nur der Multiplexrahmen war dunkel. Holz nimmt ja Wasser auf und gibt es wieder ab. Mein Haus hat nirgens Dampfsperren und wir haben ein super Klima im Haus. Deshalb were ich mich ein wenig hier an der Fenster etwas dampfdicht zu machen.
Habe aber auch bammel, das hier soviel Wasser enstehen kann, das es zu schäden kommt.
Was würdet Ihr machen, da sich die Fensterfuge ja anders darstellt als meine Hauswand, mit der Innen und Aussenwand.

Es geht mir beim Fenster halt drum das es nicht zieht, deshalb das Ausstopfen mit der Wolle.

Über Antworten würde ich mich freuen.





Du schreibst: zwischen Holzwand und Zarge mit Steinwolle ausgestopft aussen Kompriband geklebt innen Bekleidung aufgebracht.

- Um welche Art von Bekleidung handelt es sich?
- Kannst Du den genauen Wandaufbau beschreiben oder ist es ein Systemhaus?
- Kannst Du Bilder vom Fenster innen und außen einstellen?

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Holzwandbeschreibung



Man muß sich das so vorstellen. Zwei WÄnde aus blockbohlen die sich gegenüberstehen und zwischen ihnen befindet sich 10 cm dick Steinwolle ohne Dampfsperre. Die einzelnen Bohlen sind laänsverzanht ähnlich wie bei einem Legostein Konterprofil so das es absolut dicht wird durch die Last drücken sich sich die Bohlen dann winddicht zusammen. Die Ecken des Hauses sind überplattet so das hier eine Aussteifung ensteht.

Zu den Fensterlöschern braucht man nun Zargen die einer Türzarge vom Innenbereich ähneln.

Nun stell Dir vor Du müßtest eine Türzarge in eine 30 er Massivholzaussenwand einbauen. Wie würdest Du die Anschlußfuge von Holzwand zur Zarge aussführen. Wo bei den Türzargen normalerweise der Montageschaum hinkommt.

Von Schaum halte ich gar nichts, an Holz, versteht sich !

Ich hoffe ich konnte das einiger Maßen beschreiben, scheint echt ein Problem zu sein. Der Hersteller Stommel Haus, macht das meiner Meinung nach falsch, er stopft mit Wolle aus und verfüllt von innen mit schaum. Schaum ist keine Dampfsperre !!!

MFG



.. noch mehr Fragen



Wenn ich das richtig verstanden habe, sieht die Wand im Prinzip so aus wie gezeichnet?

In welcher Ebene sitzt das Fenster? Auf der äußeren Schale oder auf der Inneren?

Was bedeutet "von außen Kompriband geklebt? Kombriband wird in der Fensterebene eingebracht und nimmt dort seine letztliche Form an. Hast Du von außen möglicherweise ein Klebeband zum Erreichen der Winddichtigkeit verklebt? Wenn ja, welches?

Bilder von Innen und Außen wären gut.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Bohlenwand



Genau, die Bohlen liegen waagerecht wenn man davorsteht



Blockbohlenwand



Das blaue in der Dämmung soll das Tauwasser sein ?
Ich habe in der Wand gar kein Tauwasser, das Holz is Polarkiefer, da die Bohlen vollmassiv sind und keine Leimfuge enthalten, wie bei Brettschischtholz Leimbinder, ist die Wand sehr diffusionsoffen, man kann auch bei starker Kälte sehen wie sich Tauwasser ganz fein an der Aussenwand im Aussenbereich bildet, wenn es innen 23 und draussen zb minus 10 grad hat.





Wenn nach einiger Zeit Kondenswasser unter dem Rahmen steht scheint j aKondenswasser in die Konstruktion einzudringen. Im Falle der Polarkiefer scheint das ja kapillar abgeführt zu werden.

In welcher Ebene sitzt das Fenster? Auf der äußeren Schale oder auf der Inneren? Das würde klären woher das Wasser kommt.

Was bedeutet "von außen Kompriband geklebt? Kombriband wird in der Fensterebene eingebracht und nimmt dort seine letztliche Form an. Hast Du von außen möglicherweise ein Klebeband zum Erreichen der Winddichtigkeit verklebt? Wenn ja, welches?

Bilder von Innen und Außen wären gut.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Kompriband



Also das Band ist von Illbruck nur das Beste, ich habe das geklebt um eine Winddichte herzustellen und das keine Insekten eindringen können. Da nach jeder Bohle eine Rundung erfolgt, also ein strukturierte Aussenwand ensteht. die Wand ist also nicht glatt aussen und innen.

Das Fenster an sich sitzt mehr im äuisseren drittel der Wand.

Das mit den Bildern werde ich versuchen, habe noch nicht so viel Forum Erfahrung mit Bilder einstellen.



Kunststoffenster im Holzhaus?



Das verstehe ICH nicht.
Eine passende Lösung kann nur der Fensterbauer/Lieferant/Handwerker vor Ort bieten.



Bilder



Hier ein Foto



Bilder innen



Bilder innen



Aussengesamtbild vom Fenster



Aussenaufnahme 10 meter hoch





ok, verstehe. Kam dann noch etwas konstruktives, oder wurde auf den Zustand des vorletzten Bildes (innen) die Multiplexzarge gebaut? Abgefugt? ...

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Zarge



Genau, man muß sich das so vorstellen der gleiche Rahmen wie aussen kommt dann innen auch rein und wird dort befestigt. Meine Frage, sollte man hier von innen Dampfsperre aufkleben, technich machbar mit den Illbruck folien !





Ok, bekomme ein Bild. Letzte Frage: Wo genau entsteht das Wasser?

"Unter den Rahmen " bedeutet das im nicht sichtbaren Bereich den Du mit Mineralwolle ausgestopft hast, am Kontaktbereich Fensterbrett/Fenster oder auf dem Fensterbrett?



Tauwasser



Ich gehe mal davon aus das das Tauwasser an der äusseren Zarge enstanden ist, da diese auf der Innenseite dunkelgefärbt waren und es hat Wolle drangeklebt. Schwarze Flecken haupsächlich im oberen und seitenbereich.

Aber im bereich der äusseren Wand. Ich denke das hat damit zu zun das die im kalten steht.





Genau, das ist der kälteste Bereich. Normalerweise muss außen mit einem schlagregendichten und diffusionsoffenen Material abgeklebt werden, innen mit einem dampfdichten Material, sodass kein Kondensat in den Anschlussbereich des Fensters kommen und auf der kalten Seite kondensieren kann.

Wenn schon mit der Mineralwolle gearbeitet wird muss immer eine Dampfbremse vorgesehen werden. In Deiner Wand findet der Kondensatausfall gem. Zeichnung statt. Möglicherweise wird er an der Außenhülle kapillar abtransportiert, ob das ausreicht vermag ich nicht zu sagen. Da die Mineralwolle kapillar nichts transportieren kann verbleibt das Kondensat an der Innenseite der Außenschale bis zum "Abtransport".
Im Falle der Fenster fehlt die Innenschale und die Feuchtigkeit aus der Raumluft kommt direkt mit der Außenschale in Berührung das auch hier keine Sperre vorhanden ist.

Genau kann man es erst sagen, wenn man es gesehen hat.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Gedanke



Genau das war auch mein Gedanke

innen mit einem dampfdichten Material, sodass kein Kondensat in den Anschlussbereich des Fensters kommen und auf der kalten Seite kondensieren kann.


Ich werde am WE mal so einiges testen und mich dann noch mal melden.

Vielen Dank für die Mühe