Gefache ausmauern

Hallo,

wir werden eine Fachwerkgiebelseite (Ost, 1,2 m Dachüberstand, Aussenschale, voll hinterlüftet...) nun mit alten Feldbrandsteinen ausmauern. Bitte keine Stellungnahme bis hier.

Nun die Probleme.
Dreikantleiste:
Welche Abmessung sollten diese haben? Stehen sie nur in der Fuge oder muss der Stein ausgeklinkt werden?

Mauermörtel:
Wird selbst gemischt. Kaufen nichts fertiges. Welches ist das optimale Mischungsverhältniß, oder wie kann ich diesem mit einfachen und günstigen Mitteln nahe kommen???
Evtl. nur Weißkalk oder Kalkzement zum mauern?
Danke im vorraus.
Viele Grüße, Michael


Michael Schäfer | 25.05.05


Hallo Michael Schäfer,
der Stein sollte auch etwas ausgeklinkt sein, damit der Mörtel nicht nur kraftschlüssig, sondern auch etwas formschlüssig hält und die Ausfugung nicht "klappert".

Zum Mörtel kann ich (als Gemälderestaurator) weniger sagen.
Doch je länger ich mich mit alten Häusern befasse, desto unsympatischer wird mir Zement.
Ja - nehmen Sie Kalkmörtel, auch wenn sich dieser vielleicht nicht so gut Verarbeiten läßt.
Der sollte nicht zu schnell abbinden, damit er gut aushärten kann.
Gutes Gelingen wünscht
D.Fr.
Es gibt noch viel zu tun, packen wir´s an.
Mitglied der Fachwerk.de Community
Dipl.-Restaurator (akad.) | | 26.05.05

Zement


Kaufen Sie sich ruhig Zement. Einen Sack, und nehmen Sie sich fest vor, bei Ihrem ganzen Bauvorhaben damit auszukommen. Denn Zement hat am Altbau eigentlich nichts zu suchen, die Gefache sollen in Maßen elastisch bleiben, was sie nur mit einem weichen Mörtel können. Andererseits willman auch nicht, daß der Mörtel ausgewaschen wird. Wenn also Regenbelastung da ist, kann bis zu 5 % Zementzugabe nicht schaden. Sonst Finger weg vom Zement ! Ausnahme Gewölbedecken, die in MG III verputzt werden müssen.

Grüße
Neue Nutzungen für alte Gebäude
Mitglied der Fachwerk.de Community
Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | | 27.05.05

Mörtel-Bilder aus der Bilddatenbank: