Sanierung

Guten Tag in die Runde,

nach langem Suchen im Netz bin ich auf diese Seite gestoßen und hoffe, dass uns vielleicht jemand mit seinen Erfahrungen weiterhelfen kann.

Wir wohnen in einem Fertighaus einer Firma, die nun insolvent ist. Im Dachboden ist Schimmel, die Abdichtungsfolien sind laut Gutachter nicht ordnungsgemäß angeschlossen, eigentlich müsste das Objekt abgerissen werden, BJ 2005/2006.

Da wir aber mit unseren 5 Kinder nicht mal eben so umziehen könne, möchten wir gerne kernsanieren und fargen uns nun, wie wir am besten vorgehen sollten und ob das alles überhauüt Sinn macht.

Daher meine Frage, ob jemand Erfahrungen hat, mit denen er uns weiterhelfen kann.

Der Schimmel sitzt an den Dachsparren und der Beplankung, der Dachboden (Spitzboden) wurde daher noch nie genutzt. Das Haus steht auf einem Betonkeller.

Danke und beste Grüße
Nicht aufgeben - Life is short, eat dessert first!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 20.09.16

Fragen...


Was aus meiner Sicht passiert sein könnte:

Wenn der unbeheizte Spitzboden nicht 100% vom Wohnraum abgetrennt ist, kann Luftfeuchtigkeit aus dem beheizten Teil in den Spitzboden eindringen, und dort an der kühlen Beplankung und den Dachsparren kondensieren.

Wenn bei der Abdichtung zwischen Wohnraum und Spitzboden gepfuscht wurde, kann man das nur mit grossem Aufwand dicht bekommen.

Das wirft Fragen auf:

Wie ist der Dachboden vom Wohnbereich abgetrennt ? Ist die Klappe / Türe dicht ?

Ist die Dachschräge gedämmt ? Ist die oberste Geschossdecke gedämmt ?

Ist der Spitzboden belüftet ?

Was für ein Material ist die Beplankung ?

Was ist der genaue Schichtaufbau vom Dach ? Das sollte im Baubeschrieb zu finden sein, oder im Gutachten.

Ist das Dach 100% dicht, oder gab es irgendwo Wassereintritt ?

Wäre genug Höhe vorhanden um den zusätzlichen Raum zu nutzen ? Mit 5 Kindern wäre das ja wohl nicht unerwünscht.

Hat es auch unten im Wohnbereich Schimmel ? Dann wäre wirklich eine Kernsanierung angesagt.

Ein möglicher Lösungsansatz:

Schimmel entfernen, Material gut austrocknen lassen. Dann zwischen den Sparren dämmen, mit OSB beplanken (Dampfbremse) und Fugen abkleben.

Luftfeuchtigkeit im unbeheizten Spitzboden mit einem Luftentfeuchter unter Kontrolle halten, der kann z.B. mit einer Zeitschaltuhr auf Nachtstrom laufen. Mit Dämmung sollte es im unbeheizten Spitzboden im Winter um die 5 bis 10 Grad sein, d.h. man sollte auch einen Luftentfeuchter wählen der bei dieser Temperatur noch anständig funktioniert.
Ich habe einen einfachen Geschmack - ich bin mit dem möglichen zufrieden. (frei nach Oscar Wilde)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 21.09.16

Erfahrungen-Bilder aus der Bilddatenbank: