Alte Tür dämmen

Hallo!

Wir haben von einiger Zeit ein altes Haus in Süddänemark gekauft und neben vielen anderen Problemen/Baustellen haben wir zwei wunderschöne alte Haustüren (die wir unbedingt erhalten/restaurieren wollen), die aber sehr dünn und natürlich vollkommen ungedämmt sind.
Der Vorbesitzer hat eine Art schweren Wollstoff zur Wärmedämmung von innen vor die Tür gezogen, den wir im Eifer des Gefechtes und aufgrund der widerlichsten Gerüche die er von sich gab, entsorgt haben.

Gibt es eine andere Möglichkeit zu dämmen ohne dass die Tür geschädigt wird?
Falls nicht, kennt jemand einen Hersteller der speziell für solche Fälle schweren Wollstoff anbietet, irgendwas ähnliches vorrätig hat?

Falls jemand einen Tipp hat immer raus damit!
Vielen Dank!
Das wollen wir doch mal sehen...
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 08.01.10

Das wird sicher kompliziert.


Habt ihr nicht die Möglichkeit einen Windfang durch eine zweite Tür im inneren zu bauen?
Eventuell so das ihr diese Tür im Sommer rausnehmen könnt?


anonymus | 08.01.10

Danke für deine Antwort...


Drinnen im Flur haben wir eine Wand mit alten Caseinfarbe-Wandbemalungen, die wir natürlich ungern antasten... Ja, du hast recht, ich sehe es kommen: das wird kompliziert... ; )
Das wollen wir doch mal sehen...
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 08.01.10

Solche


Türen lassen sich kaum auf heutige Standards umrüsten. Bestenfalls wäre ein optisch angepasster Nachbau möglich.
Die einfachste Möglichkeit wäre tatsächlich ein innenliegender Windfang oder ein Vorbau, der die Tür dann zur Innentür machen würde.
MfG
dasMaurer
alt und neu ist kein widerspruch
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Maurermeister | | 08.01.10


denke mal das einzige was sonst noch möglich wäre, ein Austausch der Glasscheiben, wenn es von dem Maßen her passt. Und event. neue Dichtungsbänder einkleben.
Der Dachdecker
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Schildgen | | 08.01.10


Das einfachste währe ein schweren Vorhang als Windfang in den Wintermonaten.


anonymus | 08.01.10

Walkloden...


...ist der Stoff der für diese Art Vorhang/Windfang genutzt wird, kennt man aus Kneipen. Sollte eine mittelschwere bis schwere Qualität sein, also ab 500g/m.
Mal Googeln, gibts zwischen 60,- und 20,- Euro, ist sicherlich die preiswerteste Lösung und ich persönlich finde es auch schick.

Grüße
Jörg
Nicht neu und nicht perfekt aber mit Charakter!
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| 08.01.10

Was spricht denn


gegen einen neuen stilgerechten Vorhang in der kalten Jahreszeit? Wenn der im Flair zum Haus und Flur passt, hat der sicher auch seinen Charme. Im Sommer ist er dann leicht zu entfernen oder nach mehreren Jahren zu ersetzen.
Mauersalze und Mauerfeuchte - wir reden nicht nur darüber
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Bau-Reparaturen und Bautenschutz Hoppe | | 08.01.10

hey heyjude


ein richtig schwerer Vorhang innen ist wohl das Beste, was ihr machen könnt! Und das meine ich nicht mit einem großen Seufzer...es ist das Beste!! Habe ich zu Hause auch... Gruß H.
gutes muss gut bleiben
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| 08.01.10

Vorhang


Moin zusammen
Mein Kumpel hat auch eine schlecht isolierte Haustür ( Einfachglas und Alurahmen). Nachdem er sich den Vorhang installiert hatte kam es zu massiver Schwitzwasserbildung an der gesamten Tür, mit Pfützenbildung im Flur. Meine Idee war dazu, das die Tür jetzt noch mehr auskühlt und dem entsprechend das Wasser an ihr schneller kondensiert.
Liege ich damit total falsch, weil vorher wars nur kalt.
Gruß Jürgen
Alles ist machbar
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 09.01.10

Perfekte Lösung gibt es wohl nicht...


Hallo, Zusammen!

Ich möchte die Vorhang-Idee unterstützen!

Wir haben ein altes Basalthaus von 1870. Unsere Eingangstüre ist wunderschön, aber in keiner Weise isoliert. Wir haben derzeit Temperaturen um die 12 Grad minus. Wenn ich das Haus mit Schnee an den Schuhen betrete, bleibt dieser Schnee direkt hinter der Türe (auf Natursteinboden) erstmal liegen OHNE zu schmelzen!
Wir ziehen die Schuhe jetzt einfach immer schon im Türrahmen/an der Türe aus ;-)

Wir haben uns auch für einen schweren Vorhang entschieden. Wir haben einen sehr dicken und schweren Samststoff genommen. Das geht wunderbar (Nur die Stange sollte gut befestigt sein, da kommt ein ganz schönes Gewicht zusammen)! Die Kälte bleibt perfekt hinter dem Vorang - alles bestens. Klar kondensiert manchmal etwas Wasser an der Türscheibe (von Innen ;-) aber ehrlich gesagt wischen wir das Wasser ab und an einfach weg - erledigt. Wenn man dazu keine Lust hat, kann man den Vorhang einfach ab und an mal zur Seite schieben, damit sich keine Kondenzwasserpfützen bilden.

Im Sommer hatten wir den Vorhang natürlich nicht. Er läßt sich spielend abnehmen und wartet einfach auf seinen nächsten Wintereinsatz.

Liebe Grüße,
Christine

P.S. Sollten die Türen Aufsätze haben in denen sich bei Regen Wasser fängt (passiert, wenn sie nicht angeschrägt sind) und das Holz etwas morsch an den Ritzen wird: Einfach betroffene Stellen leicht und fein abschmirgeln. Staub entfernen. Ritzen mit farblich passenden Silikon füllen (nicht Holzkitt, der wird "ausgespült") - Silikon gibt es mittlerweile in allen Farben. Das funktioniert natürlich nur bei kleinen Ritzen und sieht nur schön aus, wenn man die richtige Farbe erwischt.


Christine | 10.01.10

Ein in der Denkmalpflege erfahrener Tischler kann helfen


Dieses Probleme kenne ich auch.Häufig hilft eigentlich eine grundliche Sanierung der Tür und den Einbau eine Dichtung weiter. Schauen Sie die Beisiel in meinem Profil an. Der Vorschlag mit dem Vorhang kann aber als Notlösung oder eine zusätzliche Maßnahme nutzen.Wichtig ist aber die Dichtigheit der Tür.
In dem Nachbarland gibt schon auch einige gute Erfahrne Tischler die schon seit langer Zeit in der Dankmalpflege erfolgreich arbeiten.
Ich wünsche Ihnen, Viel Erfolg.
A. R. Thams
Alte Häuser erzählen Geschichten
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Architekt Thams | | 11.01.10


Vielen Dank für die ganzen guten Tipps!
Das wollen wir doch mal sehen...
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 12.01.10