Verbot der Nachspeicherheizungen aufgehoben

Der Bundestag hat das Verbot der Nachspeicherheizungen aufgehoben.
Bisher galt: vor 1990 installierte Anlagen durften noch bis 2019 und später installierte Anlagen maximal 30 Jahre betrieben werden.
Die Begründung: Sie sollen als "Stromspeicher" bei einem Überangebot dienen.
So kann man es auch sehen.
http://www.manager-magazin.de/politik/artikel/0,2828,900537,00.html
Geht nicht gibt's nicht!
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ESZTERMANN HAUSTECHNIK – Energieberater | | 18.05.13

Wie aus Nachtspeicheröfen...


... reversible "Strompuffer" werden sollen, erschließt sich mir nicht wirklich...

Insofern könnte man jetzt spekulieren, wer denn von Seiten der Erzeugerlobby wem auf Seiten der Entscheidungsträger welche Körperteile geleckt hat...

Bekloppte Idee...

MfG,
sh
Die Kritik an anderen hat noch keinem die eigene Leistung erspart.
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| 18.05.13

Nachtspeicher


…mir erschließt sich das auch nicht.
Hier noch zwei Links zum Thema:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/bundestag-kippt-verbot-von-nachtspeicheroefen-a-900436.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/kommentar-es-ist-falsch-das-verbot-fuer-nachtspeicher-oefen-aufzuheben-a-900566.html
Übrigens sind die Kommentare zu den Artikeln eine wahre Fundgrube für – naja, sagen wir mal "suboptimalen Sachverstand", von Ausnahmen abgesehen.
Ein schönes Pfingsten.
Geht nicht gibt's nicht!
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ESZTERMANN HAUSTECHNIK – Energieberater | | 18.05.13


Ich sehe das etwas differenzierter. Eine Neuanschaffung bzw. Produktion und Vertrieb kann und sollte sicher politisch verhindert werden. Jedoch halte ich einen Stilllege- bzw. Austauschzwang für totalen Irrsinn.

Die Oma, die sich mit 90 Jahren noch einmal um eine Sanierung kümmern muss, wird's danken.

Als nächstes werden Besitzer von Gebäuden mit Baujahr vor 1950 zum Neubau gezwungen, da die Bestandsgebäude nicht mehr mit unseren Energiebilanzen vereinbar sind.

Mal ehrlich: Ein Verkaufsstop in Kombination mit ohnehin erhöhten Strompreisen regelt das ganze kurz- bis mittelfristig von selbst.

Gruß
Patrick

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 20.05.13

Nachspeicherheizungen


Der Bundestag hat das so beschlossen.
Ob das sinnvoll oder sinnentleert ist, darüber kann man trefflich streiten.
Die Begründung ist schon sehr an den Haaren herbeigezogen. Und RWE und die anderen Drei haben ja "gute Lobbyarbeit" geleistet.
Die 90jährige Oma muss ja auch nicht immer als Begründung herhalten; mit entsprechenden Ausnahmen und gutem Willen lassen sich solche Einzelfälle immer regeln.
Auch Häuser mit Bj. <1950 lassen sich sinnvoll energetisch sanieren; es muss ja nicht immer das volle Programm sein.
Im übrigen ist nach weit über 50 Jahren Hausalter sowieso eine Sanierung fällig, die über Tapezieren hinausgeht.
Die alten Nachtspeicher-Anlagen müssen, damit das Konzept (in Ansätzen und nur vordergründig) funktioniert, mit neuer (teurer?) Regelung nachgerüstet und "Intelligente Stromzähler" (Smart Meter) eingebaut werden.
Strom, der erzeugt und nicht verbraucht wird, soll den Nachspeicher (nach-) laden. Das mag im Winter sinnvoll sein; im Sommer bestimmt nicht.
Heizen mit Strom ist (zumindest beim derzeitigen Energiemix: 21 % EE) zumindest sehr teuer.
Geht nicht gibt's nicht!
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ESZTERMANN HAUSTECHNIK – Energieberater | | 20.05.13

Nachtspeicher


Als Ergänzung:
In Uraltgeräten wurden oft asbesthaltige Materialien verbaut. Die sollten schon aus dem Grund aus dem Verkehr gezogen werden.
Immer vorher Gehirn einschalten
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 20.05.13

Schade,


das ein schon beschlossenes Verbot wieder gekippt wurde!

Wäre mal interessant zu erfahren, welche Lobbygruppen da geschoben haben.

"Weil die Heizungen große Mengen elektrischer Energie verbrauchen, verursacht der Betrieb laut Greenpeace dreimal mehr Klimagase als Gas-Brennwertkessel und zehnmal mehr als Holzpelletheizungen."

Wer wundert sich da nicht über Politikverdruss

Grüße
Spezialisten für Lehmbaustoffe, Dämmstofftechnik Wandheizungen und Naturfarben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Meurer NATÜRLICHES BAUEN GmbH | | 21.05.13

Eiertanz


Verbote und andere gesetzliche Regelungen halte ich ähnlich wie staatliche Subventionen für kein probates Mittel, um im Sinne der Umwelt oder der Verbraucher Sinnvolles zu erreichen.

Für Konjunkturförderung mag es bestimmte Gründe geben, dann sollte man aber auch so ehrlich sein und den Verbrauchern reinen Wein einschenken. Leider haben aber auch schon hier die Lobbyisten ihre Finger im Spiel und sorgen dafür, dass die heilige freie Marktwirtschaft und der hochgelobte Wettbewerb immer nur für die anderen gelten.

Wären dubiose Heizmethoden wie Nachtspeicheröfen ähnlich dem subventionierter Genmais für die Biogasanlagen und anderen Ideen aus Schilda gar nicht erst gefördert und propagiert worden, gäbe es jetzt die Problematik nicht. Wer weiß, was in 25 Jahren von den jetzt präferierten Lösungen zum Energiesparen noch Bestand hat, vielleicht sind dann die Pelletheizungen verboten oder die zuvor genehmigten Monsterwindräder in der Nähe von Wohnsiedlungen müssen wieder demontiert werden.
Wir müssen uns Sisyphus als einen glücklichen Menschen vorstellen.
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 21.05.13