Rigips als Putzträger

Hallo,
unser Halb-Fachwerkhaus bekam nun ein neues Dach mit -stuhl. Die Giebelwände (von außen Schiefer bzw. Holz - hinterlüftet) möchte ich innen mit Rigips als Putzgrund begradigen (jede Menge unterschiedlich vorstehende Hohlblock- und Kalksteine).
Gäbe es baubiologisch/gesundheitliche Einwände gegen eine solche Konstruktion?
Danke schonmal für alle Tips
anita


Anita | 08.12.03

Rigips innen im FW-Haus


Guten tag, gesundheitliche Bedenken wegen des materials an sich habe ich weniger, wenn gleich sicher Fundamentalisten der Meinung sind, die Produktion aus Abfallprodukten der Rauchgaswäsche in Kraftwerken würde nicht für das Material sprechen. Ich habe aber bautechnische Bedenken: Im Fachwerkhaus ist praktisch die Rücktrocknung nach innen von Bedeutung, das heißt, die Wand darf nicht zu kalt werden. Gipskarton (Rigips) ist dafür wegen seiner Feuchtigkeitsempfind-lichkeit aber ungeeignet. Als Putzgrund (oder meinen Sie fertige Oberfläche ?) taugt es gar nicht, weil zu glatt. Putzgrund wäre Rabitz (konventionell) oder Schilfrohrmatte (gibts hier im Forum Infos). Darüber dann Kalkputz oder Lehmputz, schließlich Feinputz Kalk- oder Lehm.
Das reguliert dann auch den feuchtigkeitshaushalt des Raumes und der Wand.
Rigips braucht auch ein Lattengerüst zum Ausgleich, das regelmäßig zu verrotten pflegt.
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Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | | 08.12.03


Hallo, die Ausführungen zum Gipskarton kann ich nur bejahen. Mein Vorschlag zur Regulierung ihrer unterschiedlichen Oberfläche: Klimasan-Perlit I (Innen) gleicht ihre Oberfläche aus, ist wärmedämmend, reiner Kalkputz ohne Kunstoffe, diffusionsoffen, als Putzträger für jeden Kalk oder Lehmputz geeignet. Diese Putze werden seit über 25 Jahren in der Fachwerksanierung eingesetzt und führ aufgrund seiner Zusammensetzung zu einem gesunden Raumklima, ohne Angst vor Feuchteschäden. Bei Fragen: besuchen Sie die Homepage über unser Profil. MfG :-) U.DAhlbüdding
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B. Dahlbüdding | | 13.12.03