Fachwerk.de - Lehmputz auf Holzwolleleichtbau-Platten (Heraklit-, Sauerkraut-Platten)

Ich helfe Freunden bei der Fertigstellung eines Anbaus, indem ich den Feinverputz ausführen werde.
Da ich erst jetzt in der letzten Phase der Baustelle hinzugekommen bin, stehe ich vor ein paar Problemen.
Der Anbau mit mehreren Zimmern ist eine Holzkonstruktion, welche mit Holzwolleleichtbau-Platten (vornehmlich die Innentrennwänden) ausgefüllt wurde. Es wurden jeweils zwei 2cm starke Platten aufeinandergeschraubt(?). Da die Platten so schön griffig waren wurde kein Putzträger oder Gitter in den darauffolgenden Lehmunterputz eingearbeitet (der noch dazu sehr dünn aufgetragen würde (ca. 0,5 cm).
Als Risse im Putz, an den darunterliegenden Plattenstössen entstanden, wurde bei den restlichen Wänden ein Jutegewebe über die Fugen in den Unterputz eingeputzt. Als jetzt nach ausreichender Trocknungszeit, der Lehmfeinputz (weiß, Firma Haga Naturbaustoffe) dünn aufgezogen wurde, entstanden wieder feine Risse entlang der Stösse (egal ob mit oder ohne Gewebe). Es ist also ziemlich offensichtlich, dass sich das Weglassen eines Gitters über die gesamte Fläche negativ auswirkte. Nun aber meine Frage: Wie sind die Wände noch zu retten?
Meine Idee wäre: im Feinputz ca. 20 cm breites, feines Plastikgitterband über die Stösse zu legen. Macht das noch Sinn? Es wäre halt zeitmäßig günstig, da nicht nochmal eine Wartezeit mit einer Zwischenschicht entsteht. Oder ist es sicherer, über alles nochmal ein Gitter zu verspachteln und dann erst feinzuputzen? Eine andere Idee war, den Unterputz an den potentiellen Rissstellen abzunehmen und ein Band einzuarbeiten.
Liegt die Rissbildung an der Bewegung des Holzes, die sich dann auf die Platten überträgt? Oder bewegen sich die Platten "von allein" (durch Feuchteschwankungen)? Werden an den jetzigen fertigen Wänden mit der Zeit weitere Risse entstehen? Warum müssen die Platten, wie ich hier im Forum gelesen habe, vorgespritzt werden (auch bei Lehmputz?). Ist es besser einen dicken Auftrag des Unterputzes zu haben, damit er besser die Bewegungen ausgleichen kann?
Es dankt im Voraus mit freundlichen Grüßen.
AnnA


Anna | 18.08.08
Vermeidung von Rissen
Hallo Anna !

Jute auf "Sauerkrautplatten " funktioniert ( meistens ) nicht.
Ich nehme grundsätzlich Gitexgewebe (das Großmaschiege für Innen beim Unterputz und das Feinmaschiege bei Feinputz )
Lösung für das Problem : Auf den Unterputz eine Lage Lehmfeinputz , darin Vollflächig mit mindestens 10 cm. Überlappung an den Stößen das Gitexgewebe .
Nach Trocknung dann den "Schlussfeinputz "
Mit freundlichen Grüßen
Gregor Hill
Schaue in die Vergangenheit , wenn Du Deine Zukunft gestalten möchtest
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Baudienstleistungen im Reisegewerbe spez. Lehmarb | Gregor Hill | 19.08.08
Danke für die Antwort
Danke für die Antwort. Ich hatte gehofft es würde vielleicht ohne diese Zwischenschicht gehen...
Vielleicht haben andere noch Ideen zu den sonstigen Fragen, oder sind die Fragen zu einfältig?
Beste Grüße.
AnnA


Anna | 20.08.08

Passende Bilder aus der Bilddatenbank:

Dachdämmung mit Holzfaserplatten UD - Klicken Sie auf das Bild für ein grösseres Photo
 - Klicken Sie auf das Bild für ein grösseres Photo
Unger Udi Reco Platten mit Wandausgleich - Klicken Sie auf das Bild für ein grösseres Photo
Newbie hat Fragen zur Deckenkonstruktion, Fussbodenaufbau und Dämmung der oersten Geschossdecke - Klicken Sie auf das Bild für ein grösseres Photo
 - Klicken Sie auf das Bild für ein grösseres Photo
Unterkonstruktion Trapezblech - Klicken Sie auf das Bild für ein grösseres Photo