Fachwerk.de - defekte Mauerlatte auswechseln

Bei der Sanierung eines 150 Jahre alten Gebäudes wurde festgestellt, dass die unter den Deckenbalken verlegte Mauerlatte weggefault ist. Die Deckenbalken sind auf der Mauerlatte eingekämmt. Der Austausch bzw. die Sanierung durch eine neue Mauerlatte gestaltet sich äußerst kompliziert. Wäre hier als Alternative der Ersatz der Mauerlatte durch einen betonierten und bewehrten Ringbalken gleichen Querschnittes eine Lösungsmöglichkeit?


Ulrich Herz | 19.04.09
Lausitzer Hilfestellung
Wo wäre denn die Situation anzusehen?
Denn nur durch die vor-Ort-Besichtigung kann eine fachlich vernünftige Lösung erarbeitet werden.

Grüße in die Lausitz aus der Lausitz,
Udo
LEHM - natur am bau
Mitglied der Fachwerk.de Community()
LehmHandWerk Udo Mühle | LehmHandWerk | 19.04.09
Lausitz to Lausitz
Immer geradeaus über Kamenz nach Lauchhammer = 85 km


Ulrich Herz | 19.04.09
Genau so erging es mir auch
Mauerlatte wegAuf 4 Balken war die Mauerlatte verfault.
Mein Tragwerksplaner meinte jedoch, diese muss nicht zwingend ersetzt werden. Ein tragfähiges Auflager aus Stein tut es auch.
Also habe ich die Aussparung im Balken durch die ehemalige Latte mit passendem Holzstücken verschlossen und die Balken auf jeweils einen halben Ziegelsturz (ca 60cm lang) aufgelegt und vermauert. (Siehe Bild http://fachwerkhaus.historisches-fachwerk.com/fachwerk/index.cfm/ly/1/0/image/a/showPicture/7096$.cfm)
anders als die anderen
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Jens Puruckherr | 21.04.09
Zugwirkung ade!!
Die Mauerschwelle hat meistens auch die Funktion einer Zangenwirkung.
Heißt also, dass sie die Deckenbalken zusammenhält und somit auch die Gebäudehülle.
Man sieht also, dass einige "Fachtheoretiker" der Sache im Altbau scheinbar nicht unbedingt gewachsen sind.

Grüße in die Runde,
Udo
LEHM - natur am bau
Mitglied der Fachwerk.de Community()
LehmHandWerk Udo Mühle | LehmHandWerk | 22.04.09
Das habe ich auch gefragt,
die Antwort war sinngemäss, dass die Deckenschalung ober- und unterhalb der Balken ausreichend Stabilität gewährleisten würde und keine Schäden zu befürchten seien.
Ehrlich gesagt- ich bin darüber auch sehr froh gewesen.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie die Mauerlatte ohne weiteres Abtragen der Mauerkrone (und des Fensterbogens!) zu ersetzen wäre. Das alles zu Beginn meiner DG-Sanierung - da nimmt man jeden Hinweis vom Fachmann der Arbeit erspart dankend auf.
Aber nun mal Butter bei die Fische:
Wie ersetzt man die Mauerlatte fachmännisch?
Geht ja nur von unten - also an der Mauer pickern?
Dann die neue Latte von unten in die Aussparung einpassen?
Verbindung zum noch vorhandenen Teil der Latte - wie?
Dann wie gehabt von unten wieder aufmauern?

Oder wie?
Bei mir ging das faule Stück noch 1/2m ins Nachbarzimmer mit rein. Da kann man die Latte gar nicht am Stück erstetzen. Gibt es einen Königsweg?


Fragt der Ich-will-das-nicht-machen-müssen-Jens
anders als die anderen
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Jens Puruckherr | 22.04.09

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