Fachwerk.de - Holzbock

Hallo,
wir haben in unseremHaus in den Dachbalken den Holzbock entdeckt. Einen Fachmann Haben wir schon hinzugezogen, wollten aber noch einmal fragen, ob es nicht andere Alternativen gibt, gegen den Holzbock vorzugehen, als mit der chemischen für asthmatiker ungesunden Variante?
Gibt es irgentwelche Alternativen?
Mfg Sarah


Sarah Kleinschmidt | 19.06.03
abreissen - neubauen ;-))
1. Frage: Lebender oder abgestorbener Befall des Hausbockes (latein. Hylotrupes bajulus, "Holzbock" ist umgangssprachlich, da es viele Bockkäfer gibt die sich vom Holz ernähren, aber nur wenige die im verbauten Holz - im Haus vorkommen)? Wenn es sich um abgestorbenen Befall handelt, muß eigentlich nur statisch und konstruktiv gesichert werden. Chemische Mittel müßten dann nicht verwendet werden. Wenn es noch lebenden Befall gibt, dann muß die chemische Keule her. Aber auch hier gibt es Möglichkeiten: Mittel gibt es hunderte, darin erhaltene Wirkstoffe beschränken sich auf ein gutes Dutzend. Die wiederum haben unterschiedliche Eigenschaften. Grundsätzlich kann man sagen: Wirkstoffe mit sofortiger Wirkung (Deltamethrin, Tebuconazol, Permethrin) sind für gefährdete Menschen (Asthmatiker, Allergiker) mitunter schwieriger zu ertragen, als Wirkstoffe mit verzögerter oder langsamer Wirkung (Borsäure, Borax, Flufenoxuron). Es sollten also Mittel bevorzugt werden, die auf den Hormonkreislauf des Insektes Einfluss nehmen, bzw. als Häutungshemmer der Larvenpuppe funktionieren.
Darüber hinaus sind alle Hölzer nach der chemischen Behandlung grundsätzlich staubdicht abzudecken. Bei allergischen Reaktionen ist es wichtig das Techn. Merkblattes des verwendeten Mittels aufzubewahren. Hierauf sind die Wirkstoffe verzeichnet, die ein Arzt zur Behandlung benötigt.
Wichtig wäre außerdem nur Mittel zu verwenden, die bauaufsichtlich zugelassen sind und über das Ü-Zeichen oder eine RAL-Kennzeichnung verfügen. Nur bei diesen Mitteln wurde eine unabhängige Prüfung auf Gesundheitsgefährdung, Umweltverträglichkeit und Wirksamkeit durchgeführt. Grüße aus Leipzig von
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Malangeri - planen + bauen mit holz | Martin Malangeri | 20.06.03

Als Alternative zur chemischen Bekämpfung ist nach DIN 68800/4 das Heißluftverfahren möglich.Alle Maßnahmen sollten nur mit einer Fachfirma durchgeführt werden.
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