Grundofen über zwei Etagen?

Liebe Freunde des Fachwerks, weiterhin suche ich nach einer Lösung um neben der Gastherme als Grundversorger noch ein Grundofensystem im alten Kossätenhaus Bj. ca 1800 zu integrieren. Das Erdgeschoss umfasst 81 qm von denen die zwei grössten -sich gegenüberliegenden - Räume zu jeweils 20 qm als Küche und Esszimmer vorgesehen sind. Zur Zeit befinden sich noch zwei alte Kachelöfen in den Räumen. Diese sind in meiner angehängten Grafik schon durch das "Wunschgrundofensystem" kongruent ersetzt. Oberhalb des Erdgeschosses befindet sich das Dach, welches als Wohn- Schlafraum ausgebaut werden soll und mit 81 qm sich von 0 bis eine Giebelhöhe von 4 m erstreckt.

Dieser Raum soll, so der Plan, über eine Art Satellitenofen (Ofenbank) durch einen keramischen Nachzug des Grundofens, (Gesamtlänge rd. 6 m) mit Wärme versorgt werden. Da der Zug über eine Durchheize von Esszimmer (Ofenposition) zu Küche ins Schlafzimmer führt, wäre der das eine eierlegende Wollmilchsau von Ofen.
Das ganze (gewichtige) System ist auf Erdboden gegründet und statisch somit vom Haus entkoppelt.

Liebe Hafner, Feger und Fachwerker ist das so geplante System als solches grundsätzlich und gesetzlich machbar?

Schon mal vielen Dank für Eure Beiträge

Richard

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 13.10.15


ob das im Einzelfall machbar ist wird natürlich nur ein Ofenbauer vor Ort beurteilen können.
Der Nachteil ist, dass die Heizleistung in den beiden Etagen nicht unabhängig regeln lässt.
Wenn man also einen schönen Abend am Kachelofen zubringen möchte, könnte es im Schlafzimmer recht warm werden.

Früher hat man das Problem so gelöst:

http://www.kachelofenzentrum-hinke.de/index.php?id=40

da kann man den Warm-Luftstrom gesondert regeln.
Ob sich heute noch jemand findet, der das sachgerecht ausführt?

viel Erfolg

GE
es gibt viel zu tun, fangt schon mal an
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 15.10.15

Hypokausten


Hallo,

vielen Dank für die Antwort. Die Hypokausten-Variante habe ich auch schon erwogen. Hierzu müsste nur ein keramischer Aufsatzspeicher auf den Grundofen und die "Thermik" würde dann zuerst in den Satellitofen gehen um von dort über die Küche wieder durch die Wand zum Ofen führen. Wäre technisch einfacher, warum das keiner mehr baut oder bauen will ist mir noch nicht ganz klar. Die Schweizer dagegen sind von diesen Lösungen offenbar ganz angetan. Zumindest haben die Hafner dort diese Varianten im Portfolio.

Zur sachgerechten Ausführen ist der Bau der Hypokausten-Variante sicher leichter. Ofen und Zugsystem gibt es zertifiziert im Baukasten von Brunner und Ortner. Die Hülle ist für einen Maurer sicher kein Problem. Was mir hier noch Sorgen bereitet ist die thermische Ausdehnung der darin eingeschlossenen Luft. Ein geschlossenes System zu erhitzen hat schon manch Häuslein in Schutt und Asche gelegt.

Baut man da eigentlich Überdruckventile ein?

hr

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 16.10.15

Grundofen-Bilder aus der Bilddatenbank: