Fachwerk.de - Ziegelsteine ausfugen - wie mach ich das richtig

Wir haben ein 100 Jahre altes Hausgekuft, das unten herum aus gemauert roten Ziegelsteinen besteht, oben mit aus Ziegelsteinen ausgemeuertem Fachwerk. Alles gründet auf einem Fundament aus großen Sandsteinquadern. Die Ziegelsteine sind größtenteils noch mit Lehr gemeuert und verfugt, an wenigen Stellen ist mit Zement nachgebessert. Wir möchten die Verfugung komplett überarbeiten, wie sollten wir's machen, mit Zement oder Lehm?

Gruß Andreas Gees
Gemütlich wohnen in einem alten Haus
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Andreas Gees | 21.12.05
Nehmen Sie ein Material, welches in den Eigenschaften
Nehmen Sie ein Material, welches in  den  Eigenschaftenzum Ziegel passt, das seit Jahrhunderten gewährt ist, gut aussieht, billig ist, und selbst verarbeitet werden kann!

Sollte das Haus wirklich mit Lehm gemauert und verfugt sein, was kaum zu glauben ist, denn dann hätte das Wetter bestimmt schon die Fugen ausgespült! Vermutlich wurde ein magerer Kalkmörtel mit hohem Lehmanteil verarbeitet!

Entfernen Sie Bereiche mit Zementmörtel und legen sie ruhig 2 bis 3 cm der Fugen frei und verfugen Sie sie dann wieder neu!

Mit Luftkalkmörtel!
Bestehend aus: Kies und Kalk!

Bitte Rezepte direkt bei uns nachfragen! Sie sollten nach örtlichen Gegebenheiten modifiziert werden!

Mit den besten Grüßen von der Ostsee

Der Ingo vom Ziegelkontor


Foto: Diewassollichmitdenganzensteinenmauer

Steine: Reischformat Rot aus der Ziegelei Masuren (maschinengestrichen kohlegebrannt)
Hohlpfannen: Ziegelei Falkenlöwe/Dänemark (maschinenstrich handgeschnitten)
Mörtel: Luftkalk (Kies und Kalk)
Von allen denkbaren Moglichkeiten ist die Einfachste immer die Beste
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Einfach gut gebaut | Ingo Rhein | 21.12.05
Kalkmörtel
Ziegelmauerwerk in Lehmmörtel ist eine sehr gebräuchliche Konstruktion.
Aussen neu verfugen macht man am besten mit reinem Kalkmörtel, also Luftkalk und Sand. Zuvor müssen aber alte Zementreste entfernt und die Fugen ausgekratzt werden.

Gutes gelingen,

jh
behutsam umgehen
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Atelier für traditionelles Bauen | Jan Hülsemann | 22.12.05

Sehr geehrter Herr Gees,


lassen Sie bloß die Finger weg vom Zement, Zementfugenmörtel ist relativ wasserundurchlässig und dermaßen hart, das folgendes passieren wird:

Wasser dringt in den weichen Ziegelstein ein, was in erster Linie nicht so schlimm ist. Das Wasser kann jedoch im Bereich der Zementmörtelfuge nicht entweichen und bleibt im Ziegel (Fugenbereich) zurück. Der nächste Frost tut sein Übriges und sprengt die Zementmörtelfuge heraus. Der Ziegelstein wird dabei an den Ecken wegbrechen.
Das dauert in der Regel ein paar Jahre, aber nach ca. Zehn Jahren (in Abhängigkeit der Qualität der Ziegel)wird man die Schäden deutlich erkennen.

Also kein Zement oder ähnliche tolle vielversprechende Materialien, wie sie einem von vielen sogenannten Fachleuten angepriesen werden.
Die guten alten bewährten Baustoffe sind einfach am besten (was 100 Jahre gehalten hat kann ja nicht so schlecht sein)
Lehm ist als Fugenmörtel nicht geeignet, da er bei Bewitterung auswaschen würde, daher ist ein reiner Kalkmörtel zu empfehlen, es gibt Fertigprodukte als Sackware (Muschelkalk) einfach mal im Internet schlau machen.
Dann die Fugen bis zu 2 cm auskratzen, sauber ausfegen, leicht vornässen und den Fugenmörtel nicht zu feucht mit einer Fugenkelle fest in die Fugen drücken und glätten.


Mit freundlichen Grüßen und gutes Gelingen


M.Sestu
Altes bewahren und erhalten
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Bauplan Hannover | Herr Sestu | 22.12.05

Danke an alle für die Tipps, also keinen Zement, stattdessen Luftkalkmörtel mit Sand oder Zement.

Gruß und schöne Feiertage.
A: Gees
Gemütlich wohnen in einem alten Haus
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Andreas Gees | 22.12.05

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