Flur Kalt, Gewölbekeller drunter.

Hallo zusammen!

Ich wohne in einem Fachwerkaus Bj. 1930.
Wir haben nun eine neue Heizung, welche im langen Flur aufgebaut wurde und seit diesem Winter wundern wir uns,dass der Flur richtig kalt ist.
Im Flur ist auch die Treppe, die zum Gewölbekeller führt.
Hier kommt aus dem Keller kalte Luft hoch, teilweise durch die Tür, Holztreppe und der Boden ist richtig kalt (nur im Flur).
Was könnte man machen?
Neue Tür zum Keller und zusätzlich die Treppe mit Silikon Abdichten wo kleiner Risse sind?
Kann man den Boden im Flur mit Laminat Verlegen und dadrunter etwas Dämmung verlegen?
Mit der alten Heizung ist das uns nicht aufgefallen, da diese eine Menge Wärme verlor.

Danke euch vielmals.

Verbal

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Toni | | 21.01.17

Viele Probleme....


...bringen neu installierte Heizungen halt mit sich.
Da hat sie sicherlich ihr heizungsbaufachbetrieb nicht allumfassend gut aufgeklärt und auf diese jetzigen Problematiken sie vorher hingewiesen hat.
Eine Holztreppe nur mit Silikon jetzt abzudichten?
Tödlich für die Treppe, auch die bestehende Situation halt!
Einen Flurboden mit Laminat zu belegen, macht den Fußboden leider nicht fußwärmer, sondern unterstützt diese Kühle an die Füße zusätzlich.
Hier empfiehlt es sich, dass eine genaue vor Ortbesichtigung organisiert werden sollte, um abzuklären, welche konstruktiven und funktionierenden Dämmmaßnahmen nunmehr erforderlich sind, dass ihnen die Treppenkonmstruktion nicht weggammelt und welche homogene Fußbodendämmmaßnahme wirklich wirksam ist.
LEHM - natur am bau
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LehmHandWerk Udo Mühle | | 21.01.17


Sie haben Recht!
Ich melde mich Montag bzw Anfang nächster Woche bei Herrn Schneider.
Bzw. Wenn es Betriben gibt die näher an Reichshof tätig sind vielleicht auch ganz gut.
Gruß

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Toni | | 21.01.17

Neues Heizsystem


Ist die neue Heizung im Flur im Erdgeschoss, oder im Keller unten ?

Alte Heizkessel ziehen die Verbrennungsluft aus der Umgebung. Bei einem neuen Kessel wird die Luft wenn möglich direkt von aussen gezogen (z.B. durch ein LAS / Luft-Abgas-System). Dadurch ergibt sich unter Umständen eine neue Strömungssituation. Beim alten Kessel wurde der Flur vielleicht durch nachströmende Luft aus den beheizten Räumen gewärmt.

Für die Treppe - ich könnte mir vorstellen, von unten eine Dampfbremse als Winddichtung anzutackern, und mit etwas Holzweichfaser dämmen. Das dürfte aber ein ziemliches Gefrickel geben.
Ich habe einen einfachen Geschmack - ich bin mit dem möglichen zufrieden. (frei nach Oscar Wilde)
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| 21.01.17


Die neue Heizung ist im Flur im Erdgeschoss, wo vorher die 30 Jahre alte Heizung war.
Ja das mit der Strömung macht Sinn.
Aber auch der Boden ist richtig kalt. Man müsste die alte Holztür die zum Keller führt Abdichten und wie Sie sagen die Trepoe abdämmen.

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Toni | | 21.01.17

Erdgeschoß kalt


Wenn deine Heizung im Flur gut heizt verstärkt sich der Luftauftrieb/Thermik, was gleichzeitig die kalte Luft des Kellers in das Erdgeschoß hochzieht- dies erhöht Wärmeverluste und erzeugt das Kältegefühl.
Es gab schon bei einer Bauaustellung 1914 ein Modell, welches den Unterdruck im Erdgeschoß und den Überdruck beim Obergeschoß zeigte-
dieselben Verhältnisse wie bei dir.

Kellertreppen abzudichten und zu dämmen ist fast immer sinnvoll.
Ob mit Klebebänder oder anderen Mitteln müßte noch abgeklärt werden.
Laminat ist als Bodenbelag nicht gut geeignet-

Korkboden zB ist bei guten Qualitäten sehr dauerhaft, wesentlich fußwärmer und auf jeden Fall angenehmer zu begehen und trägt nur wenig auf, falls die Fußbodenhöhe begrenzt ist.

Andreas Teich

Fachwerksanierung


So etwas passiert halt wenn man ohne abgestimmtes Gesamtkonzept einzelne Teile eines Gebäudes saniert. Statt solcher Insellösungen ist ganzheitliches Denken gefragt und zwar vor der Sanierung.
Immer vorher Gehirn einschalten
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 22.01.17


Ja das ist wohl war. Haben gestern die Wohnzimmer und Küchentür auf gelassen und war schon viel besser. Die alte Heizungsanlage hat so viel Wärme verloren, dass der Flur mitgeheizt wurde. Trotzdem sparen wir mir der Neuen jeden Monat Gas und Strom

Klar, ich kann auch ein Haus komplett sanieren und beim Fachwerkhaus wird das nicht nur sehr teuer, sondern hat nie ein Ende. Entweder sind die Balken, die Lehmplatten, Dielen usw dran oder man gönnt sich ein neues Bad, Küche oder Ähnliches.
Ganz ehrlich, hätte ich früher mehr überlegt und kalkuliert, dann hätte ich mich, wie einige auch macheb, vom Kauf ferngehalten!
Ich bin mittlerweile am Überlegen, ob es überhaupt Sinn macht viel Geld da rein zu investieren oder es zu verkaufeb und dafür ein Fhochwertiges Fertighaus bzw anderes Haus kaufe und längerfristig mehr habe.
Wie ein Kollege schon früher sagte, er habe nach einer längerfristigen Kalkulation von einem Fachwerkaus abgesehen.
Mir kommt das jetzt so langsam vor, dass man entweder handwerklich begabt und noch jung sein muss oder viel Geld für Facharbeiter hat, un ein Fachwerkhaus zu unterhalten. Und Dämmung bzw damit Energiekosten zu sparen geht auch nicht so einfach.
Dass das Dach irgendwann fällig ist, ist klar, das ist überall so.
Oder ich lasse rundherum verschiefern und habe das Problem Platten und Balken längerfristig gelöst.
Ja es ärgert mich etwas, dass ich damals beim Kauf nicht weit genug gedacht habe aber da könnt ihr nichts für.

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Toni | | 22.01.17

Sanierungskonzept


Dann fangen Sie jetzt endlich an erst zu planen (oder besser planen zu lassen) und dann zu selektieren was wann und wie gemacht werden muß statt weiter in blinden Aktionismus zu verfallen.

http://ingenieurbüro-böttcher-asl.de/mediapool/88/885822/data/Vademecum_f_r_Hausk_ufer_-_Teil_2-1_Planungsphase_und_Bauleitung.pdf
Immer vorher Gehirn einschalten
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 22.01.17

Flur-Bilder aus der Bilddatenbank: