Erbe eines alten Bauernhofs im Ortskern - BJ irgendwann im 18. Jahrhundert

Erbe eines alten Bauernhofs im Ortskern - BJ irgendwann im 18. JahrhundertHallo Fachwerkfreunde,

ich bekomme/erbe bald den Großteil (vermutlich ca. 74 %) eines Bauernhofs mit großem Wohnhaus aus dem 18. Jahrhundert.
Es handelt sich um ein großes zum Abriss empfohlenes Wirtschaftsgebäude und besagtem angebauten Wohnhaus im Zentrum des Dorfes.
Da die Substanz des Wohnhaus meiner Meinung nach in Ordnung ist (noch kein Schimmel/Schwamm in Sicht) möchte dass gesamte Anwesen (ca. 1500 qm) haben und es zum Teil gewerblich (Gartenbau) und privat nutzen. Als erstes müsste mal entrümpelt werden da mein verstorbener Onkel regelrecht gehaust hat...

Ich hätte erbrechtliche, denkmalschutztechnische und bauliche fragen. Hierzu muss ich die entspechenden Gegebenheiten etwas genauer ausführen...

1. Erbsituation:
Meine Oma starb vor gut 1 Jahr und war alleinige Eigentümerin. Sie Hatte 4 Kinder (K1-4). und vererbte das Anwesen durch die gesetzliche Erbfolge. Da K1 und 2 (inkl.deren Kinder) das Erbe ausschlugen, wurden mein Vater (K4) und mein Onkel (K3) je zur hälfte begünstigt.
K3 starb jedoch vor ca. 2 Monaten auch, jetzt soll seine Hälfte wieder aufgeteilt werden. K4 und K2 sind gerne bereit mir als Sohn von K4 ihre Teile zu überschreiben... Nur K1 wird mit Sicherheit alles unternehmen um den Erbfall lange heraus zu zögern und ihren Teil haben wollen, obwohl K1 beim ersten Erbfall ihren Teil ausschlug. Wir mussten wegen K1 schoneinmal eine Teilungsversteigerung durchsetzen (sehr schwieriger Mensch)! D.H. Eine Einigung unter uns ist mit großer Wahrscheinlichkeit unmöglich.

Gibt es andere Mittel und Wege die Erbengmeinschaft aufzulösen und möglichst zügig volle 100% zu bekommen?
D.H. Kann ich, wenn ich ca. 74% des Anwesens besitze, K1 per Gericht dazu zwingen sich von mir Auszahlen zu lassen? Erfahrungen?

2: Denkmalschutz
Die Stube im EG mit schöner Holzvertäfelung inkl. Austattung ist im Denkmalbuch eingetragen. Laut Gutachten aus dem Jahr 1993 ist das gesamte Anwesen Schützenswert. Erwähnt werden dort auch die Getreideschütten auf dem Speicher.
Das angebaute Wirtschaftsgebäude ist damals schon zum Abriss empfohlen worden.
Im ersten Stock befindet sich ein weiters Zimmer mit einer Holzvertäfelung die jedoch deutlich jünger ist und auch ziemlich schlecht behandelt wurde. Der Rest dürfte für den Denkmalschutz keine Rolle spielen, da nach 1945 renoviert und dann kaum mehr etwas gemacht.
Im EG möchte ich kaum etwas verändern, lediglich instandsetzen um das EG dann für mein geplantes Gewerbe zu benutzen (Stube als Büro)...
a) Könnte es mir passieren das ich die neuere Vertäfelung im ersten Stock erhalten muss? - Möchte den 1. und 2. Stock komplett neu aufbauen und einteilen.
b)Was sollte ich entfernen bevor ich mit dem Denkmalschutz einen Ortstermin mache? - Alte Türen usw. oder lassen die sich auf Dinge ein wie z.B. alte Türen und Holzvertäfelungen wo anders im Haus wieder einzubauen? Wie sind eure Erfahrungen?
C) Lässt sich Gewerbe und Denkmalschutz ohne weiteres vereinbaren?

3. Baulich:
Das Haus besitzt 2 Stockwerke mit Bruchsteinwänden und weitere 3 unter dem Mansard-Satteldach sowie einen Keller. Die beiden Gibelseiten bestehen aus Bruchstein bis zum Dachfirst. Fenster und Dach müssen wohl erneuert werden.

a) Wärmedämmung: Mein bisheriger Plan sieht so aus: Keine Fassadendämmung, 3-Fach verglaste Holzfenster und eine hinterlüftete Hanfdämmung im Dachbereich und zwischen den einzelnen Stockwerken... Sollte ich einzelne Räume an den Aussenwänden von innen Dämmen? Wenn ja mit was?

b)Alle Strom und Wasserleitungen erneuern... in 4 Stockwerken mit je etwa 150qm... Kann viel selbst jedoch traue ich mir die Wasser- und Heizungsrohre nicht zu... Hat jemand eine ganz grobe idee was das ungefähr Kosten könnte?

c) Innenausbau: Werde ich weitgehend selbst machen. Jedoch bin ich mir über die Auswahl der Materialien noch etwas unschlüssig. Bruchsteinwände mit Kalkputz verputzen? OSB oder Rigipsplatten? Bin für alle Vorschläge und Ideen offen.

Denke es werden noch einige Fragen auftauchen aber dass wars vorerst.
Danke für eure Tips/Erfahrungen.

MFG Corny82

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 24.08.14

Teil das mal


Hallo Corny,
ich kann zu Deinen Fragen nur wenig beisteuern, außer dass ich bei der Kombination 3fach-Verglasung + ungedämmte Wände keine gutes Gefühl habe.

Dass Du trotz Deines interessanten Vorhabens bisher keine Antwort bekommen hast, liegt aber vermutlich daran, dass Du einfach viel zu viel unterschiedlichste Themen in einen Beitrag gepackt hast.

Splitte das mal lieber auf und mache daraus separate Threads – aber nicht alle auf einmal ;-) Und am besten mit ganz konkreten Überschriften (z.B. Erfahrung mit Erbgemeinschaften gesucht, etc.).

Viel Erfolg,
mag
Klassische Tür- und Fensterbeschläge
Mitglied der Fachwerk.de Community
Cala Beschläge | | 25.08.14

OK


Macht Sinn. Ist wohl die Erklärung für die wenigen Antworten...

Achja, ich brauche die 3-Fachverglasung wegen Schallschutz (Hauptstraße), habe deswegen aber auch schon ein komisches Gefühl.

MFG

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 28.08.14

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