Decke hängt nach Wasserschaden durch

Hallo,
im Obergeschoß hatten wir einen Wasserschaden. Vermutlich wurde durch das Wasser die Schlacke zu schwer und hat nun durch die Sparschalung die Putz-Strohmatten-Decke im EG nach unten gedrückt.
Aufbau der Holzbalkendecke:
Putz auf Strohmatten, Sparschalung (Abstand 3-6 cm), Schlacke,kein Fehlboden dazischen, oben Holzdielen, darüber waren Möbelrückwandplatten (Hilfe - wie heißen die denn richtig ??) geschraubt und Kork draufgenagelt. Gesamt-Höhe ca 20 cm. Beim Aufbohren der Decke im EG für die Trocknungsgeräte ist zum Teil die Schlacke schon mit runtergerieselt und Putz abgegangen.
Meine Fragen nun:
wie kann ich die Decke im EG wieder nach oben drücken, geht das überhaupt ? Oder - wenn wir den Putz abschlagen, kommt doch evt. die Strohmatte samt Schlacke mit runter? Wird eine Unterkonstruktion unter die Sparschalung angebracht und Rigipsplatten darunter geschraubt wird das EG-Zimmer zu niedrig (Höhe derzeit rd.225cm).
Am liebsten hätte ich deshalb die Schlacke raus, einen Fehlboden drin, und darauf dann eine schalldämmende Schüttung- habe aber im Forum gelesen, dass eine Dämmung/Sanierung von unten wohl nicht machbar ist.
Bin gerade ziemlich ratlos - der Schadenbegutachter übrigens auch ;-(

Die Dielen im Obergeschoß würde ich ungern öffnen, sie sehen zwar derzeit nicht schön aus (mit Nägeln und Schrauben und teilweise geschwärzt) - aber sie liegen gut und knarren nicht. Wenns geht, würde ich deshalb die Löcher (bis ca 3 cm) schliessen und danach die Dielen Abschleifen lassen. Der o.g.Handwerker meinte sinngemäß "mit ner ordentlichen Schicht Lack sieht man das dann nicht mehr" - nur - ich wollte merken, dass ich Holzdielen habe, also Öl- o. Wachs-Schicht drauf. Würde das dennoch funktionieren, oder könnten dann die Holzkeile in den Löchern arbeiten und Stolperfallen bilden ?
Gibt es praktikable (und bis Weihnachten) umsetzbare Lösungen ? Danke vorab und Grüsse ans Forum hh.
oje - auch das noch
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 28.11.06

Durchhängende Decke


Ein ziemlich kurioser Deckenaufbau, der mir so noch nicht untergekommen ist. In den 30-ger jahren gab es mehrere deckentypen, wo eine Bimsschüttung unmittellbar auf den Putzträger aufgebracht wurde. Ein Schallschutzdecke aus den 50-gern hatte z.B.über der Schalung Pappe, eine Schlackenschüttung und darauf eine HWL- Platte, die Balkengröße war dafür 10/20. Bei 20 cm genannter Dicke der Decke hieße das,die Deckenbalken sind max.etwa 14 cm hoch. Wie weit liegen denn die Deckenbalken auseinander und wie groß ist die Spannweite der Decke? Kann es sein, das die Decke nicht als Wohnraumdecke, sondern nur als Abschluß zum Boden ausgelegt ist? Was für eine Art Schlacke liegt in der Decke? Manche Schlacken reagieren mit Wasser, es können sich Salze usw. lösen, die in benachbarte Bauteile eingetragen werden. Dann ist es mit der Entfernung des Wassers alleine nicht getan. Ob das Wasser überhaupt durch die Trocknungsfirma komplett entfernt werden kann, muß die Firma selbst entscheiden, dafür und ev. daraus erwachsende Folgeschäden sollte sie auch die Gewährleistung übernehmen.

Gruß Georg
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 28.11.06

Dämmung von unten...


...geht schon. Gegen Trittschall können Sie freilich nicht viel machen, wenn Sie die Dielung eingebaut lassen.

Sollen die Balkenunterseiten und die Einschübe von unten sichtbar bleiben? Sie könnten damit wenig Höhe gewinnen.

Den Handwerker mit der dicken Lackschicht würde ich nicht an die Dielen lassen. Die "Löcher" sind offene Fugen, oder?

Bis gleich

Thomas
Holz schwimmt immer oben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Restauratio GmbH | | 29.11.06

Decke-Bilder aus der Bilddatenbank: