Extrem kalte Wandecke mit Auskragung - Was tun?

Diskutiere Extrem kalte Wandecke mit Auskragung - Was tun? im Forum Fußboden, Wand & Decke im Bereich - Hallo Allerseits, wie in den Bildern zu sehen habe ich eine extrem kühle Ecke (6°) mit Auskragung. Ich habe es anfangs auf den Keller geschoben...
T

Tunkali

Beiträge
30
Hallo Allerseits,

wie in den Bildern zu sehen habe ich eine extrem kühle Ecke (6°) mit Auskragung. Ich habe es anfangs auf den Keller geschoben, doch der Keller ist viel wärmer (10-12°C). Im vorderen Bereich befindet sich ein kleines Gewölbe und eine ehemalige Tür (ich verweise auf meine anderen Threads), welche ich jeweils verschließe. Das Gewölbe möchte ich ja mit Leichtbeton auf Perlitbasis verfüllen und die Tür mauer ich mit Ytong zu und verfülle die Hohlräume mit einer Perlit-Kalkhydrat Mischung. Soweit so gut. Der Bereich mit der sehr kalten Ecke hat zwar Sand unter den Dielen, aber scheint darunter lediglich etwas Klinker zu haben und dann direkt Bruchsteine / Fundament, welche als Verfüllung unterhalb der Kellertreppe dienen, da ist ja nix weiter. Für mich macht das physikalisch Sinn, dass genau dieser Bereich natürlich sehr kalt sein muss. Allerdings ist es nicht gerade mein Ziel dort dagegen zu heizen. Die alte Dielung ist auch schon ziemlich zersetzt.

Welche Optionen habe ich also? Der Putz wurde vom Verkäufer lediglich mit etwas Rollplutz aufgehübscht... darunter sind etwa 20-30mm alter Putz und gerade in diesem feucht kalten Bereich natürlich auch schon nicht mehr gut, vorn ist er auch schon bröckelig.

Außendämmung fällt aus, da es sich um eine Doppelhaushälfte handelt und dort quasi der gemeinsame "Frontbereich" anfängt. Die Nachbarhälfte steht zum Verkauf... da wird nix passieren. Also kann ich lediglich innen tätig werden.
Nach meinen Recherchen sagt mir mein Verstand, ich muss den alten Putz loswerden und mit Calciumsilikatplatte dagegen dämmen und löse dort auch künftige Schimmelprobleme damit. Gibt es da sinnvolle Alternativen? Macht es Sinn lediglich den unteren Meter damit zu dämmen? Ist ja auch nicht so ganz billig.
Wie mache ich den Bodenanschluss? Wie gesagt, mein Plan war die Auffüllung mit Leichtbeton bis unter die Diele und dann mit Katjasprint und Trockenestrich den restlichen Bodenaufbau zu absolvieren. Genügt das?

Vielen Dank und Viele Grüße,
André

PXL_20231206_170035641.jpg
 

Anhänge

  • Zeichnung_Flur_Schema.jpg
    Zeichnung_Flur_Schema.jpg
    103,2 KB · Aufrufe: 36
Achja, ich habe mit dem Laserthermometer gemessen. Der Flur hat 18°C 54% RF - Aussen haben wir gerade 1,3°C mit 94% RL.
Die Mauer ist an der Stelle nach außen 48cm Ziegel von 1920.
Der Flur ist grundsätzlich nicht beheizt und hat ein großes Volumen. Der bekommt die Restwärme ab und wird allenfalls punktell mal mit dem Radiator zugeheizt. Irgendwann zieht da mal ein Kamin ein und wir wollen Kellerdecke und das Treppengehäuse zum Keller dämmen. OG Dämmung ist auch noch nicht ausgeführt, aber in Arbeit.

Um mal die Randparameter zu nennen.
 
Der Flur hat 18°C 54% RF
Da liegt der Taupunkt dann bei ca. 8,8 Grad Celsius, auf allen Flächen die kälter sind fällt also Kondensat aus.
Ohne dort Wärme hinzubringen wird das sicher auch mit einer Dämmung nicht besser.
Bedenke, die Oberfläche der Bestandswand wird dann noch kälter, mit der Folge von noch mehr Kondensatausfall.
Die Rücktrocknung dürfte sich hier schwierig gestalten, bei den Raum- und Oberflächentemperaturen fehl schlicht die Energie, die für die Verdunstung an den Oberflächen sorgen könnte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei 6 - 8° in dieser Ecke kommt mir die Frage in den Sinn, ob es im Keller nicht wärmer ist und es evtl. nützlich wäre, die Kellertür zu öffnen, damit wärmere Luft von dort unten hoch kommen kann....????.....
 
Hallo allerseits,

vielen Dank für eure Einschätzung.

Bei 6 - 8° in dieser Ecke kommt mir die Frage in den Sinn, ob es im Keller nicht wärmer ist und es evtl. nützlich wäre, die Kellertür zu öffnen, damit wärmere Luft von dort unten hoch kommen kann....????.....
Naja, die 18°C würde ich nicht halten im Flur, wenn der Keller auf wäre... Da heizen wir ja komplett für die Katz :).


Ich habe nochmal das Niveau innen und außen gemessen / verglichen und festgestellt, dass außen das Erdniveau oberhalb dieser Ecke liegt... so 5-10 cm.
Also an der Außenmauer haben wir keinen extra Spritzschutz oder dergleichen, da liegt einfach Erde und obendrauf ungefähr so 5cm Split.
Ich mutmaße, dass die Erde in dieser Ecke die Feuchtigkeit hält und auch entsprechend die Mauer am Abtrocknen hindert und deshalb vielleicht die Ecke so sehr kalt ist.

Außendämmung ist ja schwer möglich, aber am Boden kann mir ja keiner etwas vorschreiben. Würde es etwas nützen dort 30 cm tief freizubuddeln und da Kies auf Vlies oder soetwas aufzufüllen. Wenn ich da oben mit diesen Matten wieder Split drauf mache, sieht es ja aus wie vorher und das Wasser kann tiefer durchsickern und hoffentlich die Mauer abtrocknen.

Kann das funktionieren oder habe ich einen Denkfehler?
 
Thema: Extrem kalte Wandecke mit Auskragung - Was tun?
Zurück
Oben