Badezimmer im Fachwerk abdichten

Diskutiere Badezimmer im Fachwerk abdichten im Forum Sanierung allgemein im Bereich - Hallo zusammen, ich stehe vor einem kleinen Problem und bräuchte bitte fachmännischen Rat. Es geht um ein Bad mit begehbarer Dusche ohne Wanne...
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Toni72

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Hallo zusammen,

ich stehe vor einem kleinen Problem und bräuchte bitte fachmännischen Rat.

Es geht um ein Bad mit begehbarer Dusche ohne Wanne im Fachwerk.

Zum Aufbau: Es handelt sich um eine Außenwand. Lehmschicht für die Begradigung der Wand. Dann Holzfaserplatten 40 mm darauf, Wandheizung wiederum Lehm. Dann wollte ich im Bereich, wo die Dusche hinkommt, Gipskarton mit Lehmkleber stellen da die Dusche ja abgelichtet werden muss. Die restlichen Wände belassen wir als Lehmwand.
Der Bodenaufbau ist aus OSB.

Meine Frage kann ich das so machen oder kommt es mit dem geplanten Aufbau zu Problemen?

Zweite Frage: Den Boden abdichten ist kein Problem da ja OSB Platten, aber wie dichte ich den Rand, ab der ja aus reinem Lehm besteht, kann ich die Dichtungspaste direkt auf Lehm streichen und das Dichtungsband einbetten?

Grüße
 
Moin Toni Deine ,Für die Fliesenverlegung erforderliche Abdichtung wird auf Lehm aber nicht Kleben,bzw nicht Dicht.

Auch finde Ich HWF Platten im Bad ziemlich ungeeignet.
da gibt es besser geeignete Dämmplatten.
greets Flakes
 
Hallo,

ja deshalb frage ich ja nach wie man ein Bad dicht bekommt und welche anderen Dämmplatten ?

Grüße
 
Hinter den Fliesen würde ich eine Aquapanel benutzen und diese auf beiden seiten 10 cm mehr zugeben und dann den zu Fliesenden bereich auf der Aquapanel eindichten und auch die Duschtasse eindichten.
Und als Dämmplatte würde ich eine Knauff tectem oder ein xella Multipor oder ein Produkt von Calsitherm oder Pura Redstone verwenden um nur einige zu nennen.
Den übriggebliebenen Rand deiner Duschkabiene würde ich Grundieren und mit Kalkputz bis an die Fliesen Putzen und auf den Übergang dann dein Duschprofil schrauben..
greets Flakes
 
Grundsätzlich passen Fachwerk und bodengleiche Duschen nicht zusammen.
Ich sehe es eigentlich auch so kritisch. Vor allem wenn es um (stroh-)lehmgefüllte Holzbalkendecken geht.
Trotzdem haben wir, zusammen mit einem Installateur, vor 5 - 6 Jahren auf ausdrücklichen Kundenwunsch eine bodengleiche Dusche in einem OG eingebaut.
Grundlage war das System, bzw. die Formplatte von WEDI. Der Siphon, das Abflussrohr und die WW-/KW-Leitungen wurden im zunächst ausgeräumten Deckengefach verlegt. Dann haben wir unter die Deckenbalken eine Schalung geschraubt, die von unten verputzt, von oben mit einer Lehmschüttung gefüllt wurde. Von oben wurde die Decke mit 30mm-Sperrholzplatten verschlossen.
Darauf kam zuerst eine (zusätzliche) Abdichtung, die an den Ränder hoch gezogen wurde. Darauf dann die Wedi-Formplatte.
Die untere Abdichtung und die Fugenabdichtung der Formplatte wurden an den Wänden und am Boden an die Flächenabdichtung angeklebt. Das wasserdichte "Einpacken" des Siphons in die untere Abdichtung war zwar Fummelei, aber alles in allem machte die ganze Sache am Ende einen guten/sicheren Eindruck.
Jedenfalls hat der Kunde bis heute weder beim Installateur noch bei mir "einen Undichten" reklamiert.

Die beiden Wände, in deren Ecke die Dusche installiert wurde, wurden mit Fermacell-Platten beplankt. Auf die wurde die Flächenabdichtung aufgetragen und die Bodenabdichtung angeschlossen. Auf den Rohboden (die Sperrholzplatten) wurde ein Trockenestrich, mit Trittschalldämmung gelegt, auf den die Bodenabdichtung kam. An die Abdichung wurde die Fugenabdichtung und die untere Abdichtungsfolie des Wedi-Platte angeklebt. Der Boden und die Wände in der Dusche und rund ums Waschbecken und Klo wurden gefliest. Die restlichen Wandflächen wurden mit Lehm verputzt und Lehmfarbe gestrichen.

Gruß,
KH
 
Danke dir für den sehr informativen Beitrag werden das so umsetzen.

Gruß Toni
 
Ihr Lieben,

ich steh vor einem ähnlichen Problem. Ich hab im (baldigen) Bad einen kompletten alten Dielenboden den ich auch erhalten möchte. Wir haben auch schon ein paar Dielen zusammen mit unseren Zimmerleuten ausgetauscht, sodass nun alles einwandfrei und stabil ist.

Wände hinter der Dusche bau ich gerade mit Rigips und OSB auf - teilweise als Vorwand. Teilweise direkt auf das Ziegelmauerwerk geklebt. Abgedichtet wird dann natürlich auch noch alles. Darüber kommen bei mir dann keine Fliesen sondern ein Beton Cire-Putz.

Nun ist mir das Ganze Duschwannen-Thema nicht so klar. Bodengleich möchte ich gar nicht. Ich würde da einfach eine Duschwanne mit Wannenträger auf dem Boden stellen. Jetzt lese ich aber nahezu überall, dass man an der Stelle die Dielen entfernen soll um da dann OSB darunter zu setzen. Macht das Sinn bzw. kann ich die Wanne nicht auch direkt auf den Dielenboden stellen? Die Höhe der Wanne ist mir ehrlich gesagt relativ egal - Hauptsache das Teil ist dicht:)

Außerdem komm auch noch eine freistehende Badewanne mit ins Bad...auch das Teil hätte ich jetzt einfach nur auf dem Dielenboden installiert. Abfluss kommt von der Etage darunter durch die Decke laut meiner Installateur.

Merci und viele Grüße

Chris
 
kann ich die Wanne nicht auch direkt auf den Dielenboden stellen? Die Höhe der Wanne ist mir ehrlich gesagt relativ egal - Hauptsache das Teil ist dicht
Ein Bad auf altem Dielenboden neu aufzubauen ist aus meiner
Sicht doch irgendwie "vogue".
Ich liebe Unkonventionelles,
aber alte Holzdielen als dauerhaft nässebelasteten Badezimmerboden, das überschreitet dann doch meine Vorstellungskraft,
warum man sich das bei einer ja wirklich kostenträchtigen Badrenovierung antut!
Außerdem komm auch noch eine freistehende Badewanne mit ins Bad...auch das Teil hätte ich jetzt einfach nur auf dem Dielenboden installiert.
Die alten Dielen sind nun mal recht elastisch, nicht durchbiegungssteif, schon in Folge von Luftfeuchtigkeitsschwankungen in normalen Wohnräumen schwinden und quellen die Dielen, also bewegen sie sich ständig.
Wieso soll das gerade in einem Bad anders sein?
D.h. deine direkt auf die Dielen aufgesetzten Wannen sind einem permanenten Hin und Her, Auf und Nieder ausgesetzt.
Den Wannen per se macht das nichts, aber sowohl die Wandanschlussfugen und der Sifonanschluss der Duschwanne, als auch die Wasserleitungen und der Sifonanschluss der Badewanne reagieren darauf recht kritisch.
Hauptsache das Teil ist dicht
Die Halbwertzeit der Dichtigkeit ist vorhersehbar extrem kurz.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Chris,

Wände hinter der Dusche bau ich gerade mit Rigips und OSB auf - teilweise als Vorwand. Teilweise direkt auf das Ziegelmauerwerk geklebt.
Bei diesem Hinweis bekomme ich besonders bei Fachwerkhäusern immer Gänsehaut. Das ist eine der schadensträchtigstens Variante überhaupt.

In jedem noch so kleinen Hohlraum besteht immer die Gefahr der Kondensatbildung. Im Bad ist die Situation noch mal deutlich verschärft.

Möchten Sie sich also keine Pilzzucht einbauen, würde ich hier diese Idee unter fachkundigem Rat und einer Vorortbegehung nochmals überdenken.

Lg Holger
 
alte Holzdielen als dauerhaft nässebelasteten Badezimmerboden
Da frag ich mich natürlich, wie mancherorts gebadet wird 😀 Ich selbst habe das Wasser gern innerhalb der Wanne und nicht 🌊 oder 🐳
Dielung mit Nut und Feder überlebt die Zeit bis zum Zusammenwischen auch ohne Stress. Bilder und Berichte dazu auch hier im Forum zu finden.
Was ich dringend vermeiden würde, das Ganze auf einen ungeprüften Boden zu stellen. Eine freistehende Wanne mit 4 Löwentatzen als Füße hat dementsprechend auch 4 arge Punktlasten. Eigengewicht plus Wasser plus Badewannenkapitän plus Quietschente summiert sich.
Vermutlich muss da was verstärkt werden, das lässt sich aber aus der Ferne nicht sagen.
Duschtasse mit passendem Sockel ist auf jeden Fall die vernünftigere Variante, als Lastverteilung noch eine flächige Platte druntersetzen schadet nicht.
Abfluss kommt von der Etage darunter durch die Decke laut meiner Installateur.
Wenn genug Platz ist? Wenn im Raum darunter der Siphon "an der Decke baumelt" geht das nicht mal als Kunst durch.

Daniel, der aus dem letzteren Grund das große Bad ins Erdgeschoss baut.
 
Abend zusammen,

danke für die Infos:)

Was ich dringend vermeiden würde, das Ganze auf einen ungeprüften Boden zu stellen.
Boden, Decke und Balken sind durch unsere Zimmerleute überprüft und teilweise repariert worden. Bei uns war soviel kaputt - da sind wir mittlerweile leidgeprüft

Wenn genug Platz ist? Wenn im Raum darunter der Siphon "an der Decke baumelt" geht das nicht mal als Kunst durch.
Die Decke im Raum darunter wird sowieso abgehängt - dort verlaufen dann (absichtlich) alle Leitungen bzw. alles was geht. Ist dort sowieso keine schöne Decke sondern eine alte Werkstatt die später ins Haus installiert wurde. Daher geht das schon

Ein Bad auf altem Dielenboden neu aufzubauen ist aus meiner
Sicht doch irgendwie "vogue".
Ich liebe Unkonventionelles,
aber alte Holzdielen als dauerhaft nässebelasteten Badezimmerboden, das überschreitet dann doch meine Vorstellungskraft,
warum man sich das bei einer ja wirklich kostenträchtigen Badrenovierung antut!

Ehrlich gesagt: Weils uns gefällt. Und bis auf den Parkettladen, von dem wir das Dielenschleifgerät haben (gut der wollte uns dann auch Vinyl verkaufen;))., hat auch jeder gemeint, dass das machbar ist Wenn man sich an die Spielregeln hält wie das Zusammenwischen wenn Wasser auf den Boden kommt und das regelmäßige Ölen.

Die alten Dielen sind nun mal recht elastisch, nicht durchbiegungssteif, schon in Folge von Luftfeuchtigkeitsschwankungen in normalen Wohnräumen schwinden und quellen die Dielen, also bewegen sie sich ständig.
Wieso soll das gerade in einem Bad anders sein?
D.h. deine direkt auf die Dielen aufgesetzten Wannen sind einem permanenten Hin und Her, Auf und Nieder ausgesetzt.
Den Wannen per se macht das nichts, aber sowohl die Wandanschlussfugen und der Sifonanschluss der Duschwanne, als auch die Wasserleitungen und der Sifonanschluss der Badewanne reagieren darauf recht kritisch.
Super, danke für die Erklärung. Dann machen die OSB-Platten nun für mich Sinn. Muss ich nun schauen, wie ich das hübsch gelöst bekommen unter Wanne und Dusche.

Hallo Chris,


Bei diesem Hinweis bekomme ich besonders bei Fachwerkhäusern immer Gänsehaut. Das ist eine der schadensträchtigstens Variante überhaupt.

In jedem noch so kleinen Hohlraum besteht immer die Gefahr der Kondensatbildung. Im Bad ist die Situation noch mal deutlich verschärft.

Möchten Sie sich also keine Pilzzucht einbauen, würde ich hier diese Idee unter fachkundigem Rat und einer Vorortbegehung nochmals überdenken.

Lg Holger
Ich dachte aber, dass das Problem eher an den Aussenwänden auftaucht. Dort ists klar. Ich hab im Bad bzw. nahezu im ganzen Haus nämlich bewusst aus dem Grund nichts an eine Außenwand gebaut. Die Wände hinter der Dusche sind normale Zimmerwände und sollten doch eigentlich keinen so krassen Temperaturunterschied haben oder? Die Idee kam auch gar nicht von mir - ich bin nämlich so gar kein Freund von Rigips;) Kam von unseren Handwerkern
 
Dann ist ja alles in Ordnung. Das hab ich selber schon so an einer Innenwand gemacht.
 
Dann lasse weg. Das Problem ist der Gips im Ri. Gips mag keine Feuchtigkeit. Bedeutend widerstandfähiger sind die Auqapanel von Knauf. Halt auch teurer. Aber um wie viel m² gehts?
Ich hab darum auch die grüne, imprägnierte Platte geplant. Das ist von der Fläche nicht die Welt. Danke für den Link - das schau ich mir gleich einmal an:)
 
Dann ist ja alles in Ordnung. Das hab ich selber schon so an einer Innenwand gemacht.
Bei einer Außenwand geb ich Dir zu 100% Recht - u.a. mit so einem Aufbau haben die bei uns im Haus quasi das komplette Fachwerk gekillt
 
Die alten Dielen sind nun mal recht elastisch, nicht durchbiegungssteif, schon in Folge von Luftfeuchtigkeitsschwankungen in normalen Wohnräumen schwinden und quellen die Dielen, also bewegen sie sich ständig.
Wieso soll das gerade in einem Bad anders sein?
D.h. deine direkt auf die Dielen aufgesetzten Wannen sind einem permanenten Hin und Her, Auf und Nieder ausgesetzt.
Den Wannen per se macht das nichts, aber sowohl die Wandanschlussfugen und der Sifonanschluss der Duschwanne, als auch die Wasserleitungen und der Sifonanschluss der Badewanne reagieren darauf recht kritisch.
Heißt das, dass auch ein Wannenträger aus Styropor für/mit der Duschwanne auf OSB sollte? Oder kann der die Bewegung ausgleichen? Bei dem Wannenträger, das ich ausgesucht habe, ist die direkte Montage auf Holzboden sogar mit angegeben.

Bei der Wanne könnte ich dann doch einfach ein Podest auf die Dielen bauen...und das Problem wäre auch gelöst oder? Dachte hier entweder an eine Konstruktion aus Holz/OSB oder aus XPS-Bauplatten mit Wabenkonstruktion im Inneren
 
Thema: Badezimmer im Fachwerk abdichten

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