Wurzeln im Boden des Gewölbekellers

13.07.2021 Kompaniechef

Wurzeln im Boden des Gewölbekellers

Hallo zusammen, wir sind seit ein paar Wochen Besitzer eines alten Bauernhauses mit zwei schönen Gewölbekellern unter dem Wohnbereich.
Ein Keller war schon hergerichtet mit Ziegelboden, Kalkputz und Silikatfarbe, der zweite ist noch im Urzustand.
Auch diesen möchte ich in einen zur Vorratshaltung nutzbaren, sauberen Zustand bringen.
Beide Keller sind schön feucht, aber nicht nass. Jetzt zu meiner Frage....
Vor dem Haus steht eine alte Esche mit ca. 60-70cm Stammdurchmesser in 5m Entfernung zur Hausmauer und zur Stirnseite des zweiten Gewölbekellers. Diese Esche hat oberarmdicke Wurzeln in den zweiten Keller getrieben und fängt an, den Ziegelboden des ersten Kellers zu wellen.
Da ich vom Boden etwas abtragen möchte, um einen Bodenaufbau ohne Höhenverlust durchführen zu können, muss ich diese Wurzeln durchtrennen und entfernen.
Die Esche wird im Zuge einer Dachsanierung im Herbst gefällt werden, der Wurzelstock verbleibt im Boden.
Ich habe Angst, dass beim Entfernen dessen mit Bagger die Mauersubstanz geschädigt wird.
Ist durch die Wurzelkanäle eintretende Feuchtigkeit/Nässe möglich, wenn der Baum nicht mehr existiert? Bisher hat er ja sozusagen Wasser zur Assimilation konsumiert.
Und ja, solche alten Bäume sind toll. Aber aufgrund der Totholzproduktion, des Eschensterbens und einer Stromleitung, ist das Stehenlassen keine Alternative.
Vielleicht ja ja einer von euch ähnliche Erfahrungen und ist schon ein Stück weiter...

Im Bild sieht man den Baum, das kleine Fenster unten ist die stirnseitige Lüftungsöffnung von Keller 2
Danke für eure Erfahrungen



Abschneiden



(Zitat) "Ich habe Angst, dass beim Entfernen dessen mit Bagger die Mauersubstanz geschädigt wird." (Zitat Ende)
Der Bagger wird wohl nicht den Wurzelstock so aus der Erde reißen, dass es die Wurzeln bis in den Keller mit raus zieht. Falls der Boden sehr locker ist, dass doch ein Risiko besteht, kann er ja zuerst neben dem Wurzelstock aufgraben und die Wurzeln Richtung Haus/Keller kappen und dann erst den Stock ziehen.

(Zitat) "Ist durch die Wurzelkanäle eintretende Feuchtigkeit/Nässe möglich, wenn der Baum nicht mehr existiert? (Zitat Ende)
Theoretisch könnten sich durchaus eine Art "Röhren" im Boden bilden, wenn die Wurzeln verfaulen und der Boden sehr bindig/standfest ist. Ob dadurch, bzw. überhaupt, weil der Baum weg ist, vermehrt Wasser in den Keller eindringt, bleibt die Frage. Immerhin kann ein Baum je nach Art bis zu 100 ltr pro Tag aufnehmen. https://www.proholz.at/zuschnitt/22/100-liter-am-tag)

Nebenbei: Wenn du die Zeit und Muse dazu hast, frage die umliegenden Sägewerke/Zimmereien/Schreinereien ob sie den Baum haben wollen. Esche ist sehr hochwertiges Holz. Ich könnt mir bei der momentanen Situation auf dem Holzmarkt vorstellen, dass Interesse besteht. Du könntest so evtl. die Kosten für die Fällung und den Bagger wieder rein holen.



Brennholz



Hallo Karl-Heinz, danke für die Tipps und deine Antwort. Die Sägereien haben wenig Interesse an solchen Stämmen aus solitärem Wuchs. Zu viele Äste und zu wenig gerader Stamm. Die stehen eher auf gleichmäßige Stämme ohne Äste. Aber mit Scheitholzheizung kann ich das Holz auch so gut gebrauchen. Gruß Thomas



Brennholz



Hallo Karl-Heinz, danke für die Tipps und deine Antwort. Die Sägereien haben wenig Interesse an solchen Stämmen aus solitärem Wuchs. Zu viele Äste und zu wenig gerader Stamm. Die stehen eher auf gleichmäßige Stämme ohne Äste. Aber mit Scheitholzheizung kann ich das Holz auch so gut gebrauchen. Gruß Thomas