Wandheizung an Dachschräge anbringen

18.03.2020 binga



Guten Tag,

vielen Dank für die vielen guten Antworten im Forum.

Wir planen gerade unser gekauftes Fachwerkhaus von 1822 zu sanieren. Dazu wollen wir den Dachboden ausbauen.

Das Dach wird neu eingedeckt und ich würde gerne folgenden Dachaufbau realisieren.

Ziegel > Dampfbremse > Einblasdämmung Zellulose > OSB Platte ...

Nun möchte ich gerne an der Dachschräge eine Wandheizung anbringen, mt Lehmputz.

Kann ich da analog zu einer normalen Wand vorgehen? Oder sind die Lasten für das Dach mit dem Lehmputz zu hoch. Kann man den Lehmputz problemlos auf der Dachschrägen verarbeiten?

Viele Grüße

Benjamin



Falscher Dachaufbau



die Dampfbremse kann entfallen, statt dessen ist eine hinterlüftete Ebene mit Dachunterdeckbahn gemäß den Regeln des Dachdeckerhandwerks nötig. Besser wäre eine Aufsparrendämmung mit z.B. Uditop von Unger Diffutherm oder ein vergleichbares Produkt anderer Anbieter. Da kann dann gleich die Zellulose gegengeblasen werden. Die Sparren sollte u.U. verstärkt werden, dass sollte ein Fachmann rechnen, evtl. ein versierter Zimmermann. Zum Lehmputz auf Dachschrägen kann ich nichts sagen, hier mal in der Lupe oben rechts den Begriff Wandheizung auf Dachschrägen eingeben und evtl auch das community-mitglied Udo Mühle suchen und den anrufen, der ist auch gut vernetzt.



Dachschräge mit Lehmputz



auf Osb Kann man Machen ,Allerdings muss das Osb mit 70 Stängeligem Schilfrohr versehen sein ,bevor die Wandheizungsregister angeschraubt werden ,dann gilt es zu bedenken das das ganze dann so Ca 80 kg pro QM(trocken) wiegt,also bei geschätzen 4 cm Putz alles gut und Glaubhaft zu befestigen ist hier Wichtig.
gutes gelingen wünscht Flakes.



@ Pope


Wandheizung im Dachgeschoß: Auf DHD und Heraklith (1)

Danke für die Weiterempfehlung!

Jo, das sind unsere täglichen Arbeiten mittlerweile und immer gute Endergebnisse an den Dachschrägen.
Der Aufbau ist nicht unüblich, da er nach außen diffussionsoffen ist.
Trotzdem würde ich außenseitig eine Holzfaser-Unterdeckplatte wählen und der Unterspannbahn vorziehen, da sonst nicht eingeblasen werden kann.
Es bedarf da immer einer stabilen Aufbauebene!
Die OSB-Ebene kann man u.U. mit vertreten, doch darauf dann nur ein Schilfrohrputzträgergewebe zu tackern, worauf dann die Wandheizung montiert wird und mind. mit 25 - 340 mm Naßlehm verputzt werden muss, finde ich sehr sehr bedenklich!!
@ Flakes
...da hätte ich aus gewährleistungsrelevanten Folgen, riesige Bauchschmerzen!!
Jeder weiß aus Erfahrung, dass man OSB-Produkte nie mit direkter Nässe in Verbindung bringen sollte!!

Wir empfehlen deshalb immer eine vollflächige Heraklith- oder Fibrolithbeplankung und darauf dann die Montage der Wandheizung aus Alu-Verbundrohr (mind. 14 mm) auf Clipschienen und dann unter Wärme mit Lehm Verputzen und vollflächig Gewebe 10 x 10 mm einbetten.
Nach Durchtrocknung dann den Lehmfeinputz als Endbeschichtung auftragen und abschwammen.

https://www.fibrolith.de/images/PDF/Datenblatt/fibrolith-datenblatt-Fibro-Leichtbauplatte-090.pdf

FG Udo Mühle

PS: ...man kann mich auch anrufen und ich berate gern



Vielen Dank



Vielen Dank für Euren Input.

Welche Materialdicke sollte man dann bei den fibrolith-Platten wählen?

Viele Grüße

Benjamin



Plattendicke



Ich setze stets die 15 mm Platte ein.
Kannst mich ja gern mal anrufen.
Es gibt da noch so ein paar Kleinigkeiten, die man mit auf den Weg geben sollte.
Befestigungslösungen z.B.



Lehmputz an Dachschräge



@ Udo
Ich hab da nicht so Bauchschmerzen was den Aufbau mit Schilfrohr angeht,
Ich hab eher Bauchschmerzen wenn man mein Handwerk,unnötig verkomplizieren möchte.
aber so hat halt jeder seins..

Und Ich sage an dieser stelle nicht das der von Dir empfohlene Aufbau nicht Funktioniert aber, er wird Teurer.

Und das Die Osb Platten jetzt dadurch gewinnen das Ich einen Naturbaustoff durch eine Zementgebundene Holzfaserplatte ersetze das wird mir hier auch Niemand verkaufen..



gutes gelingen wünscht Flakes