Wandabschluss für Kellertür in Bruchsteinmauer



Wandabschluss für Kellertür in Bruchsteinmauer

Habe diese Durchgang für einen neuen Kellerzugang in die Brucksteinkellerwand gebrochen (siehe Foto).
Die Hauswände bestehen aus gestampftem Lehm. Die Kellerwände aus braunen Bruchsteinen (aus dem ehemaligen Steinbruch hier vor Ort, sind sehr porös und lassen sich leicht brechen, ein bisschen wie Schiefer). Die Steine sind mit Erde und Lehm verbunden, Wanddicke ca. 60cm. Die Kellerdecke ist eine normale Betondecke.
In den Durchgang soll eine normale Kellertür eingebaut werden.
Wie kann ich die Kellerwände abschließen/begradigen, damit ich die Tür dort einbringen kann?
Hatten die Idee die Ecken zu schalen und mit Beton von oben aufzufüllen. Ginge das oder verbindet sich der Beton nicht mit der porösen Wand?
Hat jemand andere Vorschläge?



Kellerzugang



doppelt



Kellerzugang



Schade das Sie nicht vor Baubeginn gefragt haben, Björn.
Dann hätten Sie einige Fehler vermeiden können.

Fehler Nr.1: Ein Podest fehlt. Vor die Tür gehört ein Podest, ca. 90, mindestens 70 cm breit. Sie können jetzt Klinke und Schloß nur im Bücken bedienen und müssen sich auch beim Durchgehen bücken.
Fehler Nr. 2: Die Tür kann nur in eine Richtung aufschlagen, nach innen. Dafür brauchen Sie den passenden Anschlag. Der ergibt sich wenn Sie, statt wie jetzt die Treppenwangen AUF die Wand zu setzen, den Treppenaufgang IN die Wand gesetzt hätten, also mit stehender Verzahnung bis zur Innenseite der Wand. Den Anschluß an die Kellerwand hätte man dann durch Anmauern herstellen können.
Fehler Nr.3: Es fehlt ein Türsturz. Der wäre beim Durchmauern bis zur Innenseite einfach auf den beiden neuen Wänden und unter der Kellerwand zu montieren gewesen.
Fehler Nr. 4: Es fehlt die Aussteifung der beiden Treppenhauswangen gegen Erddruck. Für diese Aussteifung hätte der aufgelegte Türsturz in der Wand gesorgt.
Fehler Nr. 5:
Es fehlt ein Bodeneinlauf. Der ist normalerweise im Podest, aber das fehlt. Also eine (offene) Überdachung für den Treppeneingang bauen. Ob das von der Geometrie her möglich ist weiß ich nicht. Selbst mit Überdachung wird Regen und vor allem Treibschnee nach unten gelangen.

Was können Sie machen: Die radikale Lösung wäre abbrechen und noch mal neu aufbauen, diesmal mängelfrei.
Was jetzt geht ist nur Flickerei.
1. Flickerei: Eine geschlossene Überdachung, also eine Einhausung, des Treppeneinganges mit einer Tür oben aufsetzen. Damit entfällt die Tür unten. Ob das geht weiß ich nicht (Geometrie).
2. Flickerei: Wandöffnung noch weiter ausbrechen, beide Wangen bis zur Innenseite mit stehender Verzahnung zur Kellerwand verlängern. Die Verlängerungen müssen KRAFTSCHLÜSSIG an die Enden der neuen Wände angeschlossen werden. Sturzträger montieren. Kellerwände über die Verzahnung anbinden. Sturz unterfüttern.



Man



kann (wenns nicht anders zu lösen ist) auch ohne Gulli und ohne Überdachung, mit einer Schwelle arbeiten. Die Höhe dieser wird anhand der örtlichen Bemessungsregenspende und der Fläche errechnet, das Vergnügen hatte ich neulich erst. Da kam irgendwas zwischen 5 und 10 cm raus. In deinem Falle hätte ich mehr Angst vor aufstauendem Sickerwasser als vor Regen oder Schnee von oben. Ist aber vielleicht unbegründet ;-)