Dusche ohne Silikon?

16.08.2006



Hallo zusammen!

Wir haben im letzten Jahr ein 100 Jahre altes Lehmhaus gekauft und sind fleißig am Sanieren. Jetzt ist das Bad dran.
Da ich soviel wie möglich auf Chemie e.t.c. verzichten will, dachte ich mir, die Wand-Wand-Fugen in der frisch gefliesten Dusche nur mit (optisch ansprechenden) Fugenmörtel zu füllen und nicht, wie sonst empfohlen, mit Silikon abzudichten.

Bei den Wand-Boden-Fugen würde ich evtl. einen Kompromiss eingehen und diese Fuge mit Silikon verfüllen.

Kann mir einer einen Rat geben, ob das machbar ist oder gibt es Bedenken wg. der Feuchtigkeit oder der Ausdehnung?

Vielen Dank!
Nick

P.S. Die Dusche ist ca. 1x1m mit Glastür und von oben dezent mit einem Spot angestrahlt. Silikon würde die Eckfugen zu sehr zur Geltung bringen.



Fugenchemie



Hallo !

Ich würde hier kein Risiko eingehen und das Silikon nehmen. Chemie hin oder her, der Fugenmörtel ist auch Chemiepampe. Das Wasser kann auf kapillarem Weg durch einen kleinen Riss in "großer" Menge in die Wand gelangen, aber durch die dichte Fliesenfläche nicht wieder in gleicher Meng verdunsten.
Wenn Fugenmörtel, dann aber ein flexibler. Man bekommt die Silikondichtstoffe vom gleichen Hertsteller des Fugenmörtels im selben Farbton, mal im Baustoffhandel oder Fliesengeschäft schauen und nicht unbedingt im Baumarkt. Klar, das Sili glänzt, aber die Farbe ist gleich.

Karsten



Ist den hinter den Fliesen eine Abdichtung ?



Hi,

ich habe das mit dem Bad renovieren in der letzten Zeit gleich zweimal machen dürfen. In zwei unterschiedlichen Bädern in einen älteren Fertighaus. Bei Bau des Hauses hat keiner an irgendeine Abdichtung hinter den Fliesen gedacht. So kam es nun nach einigen Jahrzehnten zur Renovierung.

Da ein Fertighaus und ein Fachwerkhaus beide ja sehr auf eventuell eindringende Feuchtigkeit achten müssen ist es m. E. dringend angeraten hinter den Fliesen (Fliesen sind nicht wasserdicht) eine Abdichtung (altern. Abdichtung z.B. PCI Lastogum mit Fugenbändern und Dichtmanschetten) anzubringen.

Natürlich kann die Lehmwand die eindringende Feuchtigkeit sicher besser "wegbringen" als die hier eingesetzte Mineralfaser und Gipskarton und Gipsfaser-Platten. Aber ich denke nicht das das ausreicht. Vielleicht weiss ja einer der Lehmbauer hier da besser Bescheid ?

Gruß
oli



Danke für die schnellen Antworten!



@Karsten, @Oli:
In Sachen Chemie habe ich schon gesündigt und den darunter liegenden (neuen) Kalk-Zementputz mit einer Abdichtung und Fugenbändern in den Eckbereichen versehen. Dadurch, dass auf einer Seite der Duschzelle die Wand ziemlich krumm ist, ist die Wand-Wand-Fuge ziemlich groß geraten. Es würde eine sehr breite Silikon-Fuge entstehen. Um das zu verhindern wollte ich "nur" mit Fugenmörtel die Eckfuge verfugen. Das wäre optisch einfach ansprechender.
Die bestehende Dusche habe ich weggerissen. Diese hatte keinerlei Anstrich unter den Fliesen.
Obwohl in der gemauerten und verfliesten "Duschwanne" öfters das Wasser stand, war ich überrascht, dass der darunter liegende Beton doch nur mäßig durchfeuchtet war.
Selbst das war weniger tragisch, da sich die Dusche im EG in einem nicht unterkellerten Teil des Hauses befindet.

Jetzt kann ich mich immer noch nicht entscheiden, ob ich es riskieren sollte, zumindest für die Wand-Wand-Fugen, auf Silikon zu verzichten. Ich werde wohl meine Frau intuitiv entscheiden lassen. Das ist manchmal sicherer als ein Münzwurf.

Vielen Dank und Viele Grüße!
Nick



Fuge aus Silikon ?



Hi,

wenn du darunter eine Abdichtung hast, ist es eigendlich egal wie du die Fuge verfugst. Silikon hat natürlich den Vorteil das es flexibel ist. Aber so wie du es schreibst würde ich versuchen mit Fugenmörtel die Fuge zu verschließen. Da wohl Beton (?) dahinter ist denke ich nicht das es sich viel bewegt. Kleine Risse gibts da immer, aber eine Durchfeuchtung der Wand verhindert die Silikonfuge eh nie.

bye
Oli