Schalldämmung /Wärmedämmung




SCHALLDÄMMUNG,Wärmedämmung
Hallo,
ich bin erstmalig in diesem Forum und erhoffe mir Ratschläge, wie ich meine „aktuellen Baustelle“ in unserem neu erworbenen Haus zu einem zufriedenen Abschluss bekomme.

Aktuell bin ich an der Renovation unseres Wohnzimmers in unserem ca. 150 jährigen Haus (einseitig angebaut an ein noch älteres Haus). Decke und Wände sind vollständig „verbrettert“ gewesen, ich möchte zukünftig teilweise innen Sichtfachwerk und sichtbare Deckenbalken haben. Neben einem Heizkörper steht hier auch ein grosser Kachelofen, welcher regelmässig beheizt wird.
Die Situationen im einzelnen:
1.) Die Wand an die angrenzende Nachbarswohnung sollte bestmöglich schallisoliert werden. Jetzt besteht nur eine ca. 14cm starke, neueren Datums gebaute Riegelwand. Auf des Nachbars Seite vermute ich (wie ehemals bei mir, schon demontiert) lediglich 12mm Weichpavatex und dann noch eine Sperrholzverkleidung. Meinen Buchenriemenboden kann ich um entsprechendes Mass kürzen damit die neue Schallisowand auf dem darunter verlaufenden Bodenbalken (Eiche, 32cm breit ca. 28cm hoch, 1a Zustand)aufgebaut werden kann. Auf diesem Balken verläuft auch schon die bestehende Wand. Die Dimensionen der „Neuen“ sind, 2,30m hoch und 4,25m lang plus 0,8m die 20° abknicken. Die Wandstärke kann im „langen“ Teil mindestens 15cm und mehr betragen, im abknickenden, kurzen Teil muss ich dann auf 10cm Stärke verjüngen, da sich dort noch eine Tür befindet (Masse ab bestehender Wand). Die zukünftige Wand soll eine „unebenen“ Putz erhalten.
Fragen:
1.) Was wäre ein optimaler Aufbau der neuen Wand bezüglich Materialien? Ist es sinnvoll, eine massive, zweite Wand zu bauen (z.B. aus Ytong) oder eher Sandwichaufbau? (vorteilhafter bei der „verjüngung“).
2.) Ist es eventuell sinnvoll, spezielle Schallabsorbtionsschaumstoffe bei der Sandwichbauweise zu verwenden?
3.) Je nach Konstruktion an die bestehende Wand dran bauen oder ein bisschen Abstand zu dieser lassen (Schallbrücke?)
4.) Was für ein Putz könnte ich verwenden?

2.) Bei der Decke möchten wir so viel wie möglich von den Deckenbalken sehen, deswegen sollte die Schallisolierung zwischen den Balken effizient und dementsprechend möglichst „dünn“ sein. Die Deckenbalken haben eine Breite von 26cm und Höhe von 21cm. Eine Deckenstärke zwischen den Balken von 11cm stärke wäre i.O. Die alte Schüttung ist entfernt worden. Darüber befindet sich das Schlafzimmer, es entsteht weniger Trittschall von oben, sondern Körperschall von unten. Der Schlafzimmerriemenboden kann (bzw. soll) nicht mehr entfernt werden, ein zusätzlicher, neuer Bodenbelag von 3,5cm Stärke wäre möglich.
Ich möchte die „Dazwischendecke“ mit derselben Putzstruktur wie die Wand haben
Fragen:
1.) Aus was für Materialien kann ich einen optimalen Schallschutz mit der „Dazwischendecke“ erreichen? Was muss ich beim Aufbau dabei beachten?
2.) Auch hier frage ich mich ob evtl. der Einsatz von speziellem Schallabsorbierendem Schaumstoff vielleicht sinnvoll wäre.
3.) Was für einen Putz könnte ich verwenden?

3.) Bei der Aussenwand ist unter der Sperrholzverkleidung und dem 12mm Pavatex eine schöner Riegel zum Vorschein gekommen, der nun auf jeden Fall sichtbar bleiben sollte. Da die Aussenwand eh komplett verputzt ist, möchte ich dort nun noch eine zusätzliche Isolation aufbringen. Die Wand hat ca. eine Stärke von ca 18cm und ist dann noch mit ca 2-3cm Putz versehen (neueren Datums, ca 50er,60er Jahre). Das Material im Gefache ist aller Wahrscheinlichkeit nach noch das ursprüngliche und in dementsprechendem desolatem Zustand.
Fragen:
1.) Mit welchem Material flicke ich das Gefache und was für ein Putz verwende ich dann am besten?
2.) Welche Vorbereitungen sind nötig, dass der neue Putz auf dem alten hält bzw. soll ich den alten komplett entfernen?
3.) Welche Isolation bringe ich am besten aussen auf, welche Dicke sollte dieser dann haben?
4.) Muss ich dazu den alten Aussenputz entfernen?

Grundsätzlich:
Hat jemand einen Tip für einen gutes Ratgeberbuch?

Für fachliche Ratschläge wäre ich sehr froh, mit Gruss aus der Schweiz
Rainer



Inspirationen holen!



Viele Fragen und sicherlich noch mehr Antworten nötig.
Werde Dir hier einen interessanten Kontakt überstellen, wo Du Dir viele Dinge anschauen kannst und Dir auch die ersten norwendigen Informationen holen kannst.
Habe dieses Objekt teilweise bereits mit ausgebaut und der Bauherr freut sich schon auf Deinen Anruf, zwecks Erfahrungsaustausch.

Laturner, Rene Dipl.Ing. Vermess.Büro
Am Bach 1
78247 Hilzingen
Tel : 07731 9479-20 / -22
Bei Anruf bitte auf mich mit berufen, zwecks Zuordnung!

Eine weitere gute Ansprechadresse habe ich in Überlingen und auch gleichzeitig ein "Communarde".
Person alter Schule, bitte nicht die Mail nutzen, sondern das althergebrachte Telefon.


Architekturbüro für Planen und Bauen im Einklang mit Mensch und Natur
Dipl. Ing. (FH) Michael Nothhelfer
Zum Rebösch 10
88662 Überlingen/Hödingen
Tel.: 07551 / 64585
Fax : 07551 / 64406
eMail: michael_nothhelfer@yahoo.de

Hat in oder bei Schaffhausen bereits Referenzen.

Grüße an den Rheinfall

Udo





Hallo Udo,
danke erstmal für Deine Rückmeldung, Inspirationen einholen...genau auf diesem Weg befinde ich mich und hab meine Fühler schon in verschiedene Richtungen ausgestreckt. Ich hab mir schon gedacht das mein Fragenkatalog ein wenig abschreckend wirkt...:-)
...den Gruss an den Rheinfall werde ich natürlich ausrichten...:-)
Gruss Rainer